{"id":29969,"date":"2026-01-09T15:01:28","date_gmt":"2026-01-09T13:01:28","guid":{"rendered":"https:\/\/factorialhr.com\/blog\/?p=29969"},"modified":"2026-01-09T16:06:22","modified_gmt":"2026-01-09T14:06:22","slug":"arbeitsunfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/arbeitsunfall\/","title":{"rendered":"Arbeitsunfall: Das m\u00fcssen Sie im Fall der F\u00e4lle beachten"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2024 wurden in Deutschland laut <a href=\"https:\/\/www.dguv.de\/kompakt\/ausgaben\/2025-5\/unfallrisiko-bei-der-arbeit-sinkt\/index.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DGUV<\/a> <strong>712.257 meldepflichtige Arbeitsunf\u00e4lle registriert. <\/strong>Trotz gesetzlich vorgeschriebener betrieblicher Sicherheitsma\u00dfnahmen sind Arbeitsunf\u00e4lle nicht ganz unvermeidbar.<\/p>\n<p>F\u00fcr die <strong>Personalabteilung<\/strong> eines Unternehmens ist es daher wichtig, zu wissen, <strong>wie sie reagieren muss<\/strong>.\u00a0 In diesem Artikel erfahren Sie daher alles rund um Meldepflichten, Berufsgenossenschaft, Unfallversicherung, Lohnfortzahlung und das richtige Verhalten von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden im Falle eines Arbeitunfalls.<\/p>\n<h2>Kurz erkl\u00e4rt:<\/h2>\n<ol>\n<li>Ein Arbeitsunfall ist ein <strong>Unfall<\/strong>, den eine <strong>versicherte Person<\/strong> <strong>infolge ihrer versicherten T\u00e4tigkeit<\/strong> erleidet.<\/li>\n<li>F\u00fcr die Anerkennung m\u00fcssen <strong>vier Voraussetzungen<\/strong> erf\u00fcllt sein: <strong>versicherte Person<\/strong>, <strong>versicherte T\u00e4tigkeit<\/strong>, ein <strong>zeitlich begrenztes von au\u00dfen einwirkendes Ereignis<\/strong> sowie ein r<strong>esultierender Gesundheitsschaden oder Tod<\/strong>.<\/li>\n<li><strong>Arbeitgebende<\/strong> m\u00fcssen <strong>jeden Unfall bei Arbeitsunf\u00e4higkeit \u00fcber drei Tage der Berufsgenossenschaft melden.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"factorial-banner inline-banner banner-freebie category-mitarbeitergesundheit\"\n    data-banner-id=\"164461\"\n    data-banner-type=\"freebie\"\n    data-category=\"Mitarbeitergesundheit\">\n    <div class=\"banner-content\">\n        <div class=\"banner-text\">\n                            <h4>Checkliste: BGM Ma\u00dfnahmen<\/h4>\n            \n                            <p>Wie steht es um die Gesundheit in Ihrem Unternehmen?\r\nFinden Sie es heraus \u2013 mit unserer Checkliste als erster Schritt zu wirksamen BGM-Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n            \n                            <a href=\"https:\/\/4960096.fs1.hubspotusercontent-na1.net\/hubfs\/4960096\/DACH%20Marketing\/Vorlage_BGM_Checkliste_NEW25.docx\"\n                    class=\"factorial-cta-button not-prose freebie\" data-cta=\"freebie\" data-cta-position=\"inline-banner\">\n                    Kostenlos herunterladen                <\/a>\n                    <\/div>\n\n        <div class=\"banner-image no-image\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/app\/plugins\/factorial-utilities\/assets\/images\/banners\/inline\/backgrounds\/default_image.svg\" class=\"not-prose\" \/>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<h2><strong>Definition: Was ist ein Arbeitsunfall<\/strong><\/h2>\n<p>Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (<a href=\"https:\/\/www.dguv.de\/de\/index.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DGUV<\/a>) definiert einen Arbeitsunfall wie folgt: \u201eArbeitsunf\u00e4lle sind die Unf\u00e4lle, die versicherte Personen infolge der versicherten T\u00e4tigkeit erleiden.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Der Schutz der Unfallversicherung greift f\u00fcr folgende Personengruppen w\u00e4hrend ihrer T\u00e4tigkeit:<\/p>\n<ul>\n<li>Mitarbeitende und Auszubildende eines Unternehmens<\/li>\n<li>Sch\u00fcler*innen und Kindergartenkinder<\/li>\n<li>Studierende<\/li>\n<li>Ehrenamtlich t\u00e4tige Personen<\/li>\n<li>Pflegende Angeh\u00f6rige<\/li>\n<li>Entwick\u00adlungs\u00adhelfer*innen<\/li>\n<li>Ersthelfer*innen bei Ungl\u00fccks\u00adf\u00e4llen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Selbst\u00e4ndige<\/strong> sind grunds\u00e4tzlich<strong> nicht unfallversichert<\/strong>, k\u00f6nnen jedoch freiwillig Mitglied einer Berufsgenossenschaft werden und eine Unfallversicherung abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Auch <strong>Beamt*innen bilden eine Ausnahme<\/strong>. F\u00fcr sie gelten die Regelungen der beamtenrechtlichen Unfallf\u00fcrsorge.<\/p>\n<h3><strong>Arbeitsunfall: ja oder nein?<\/strong><\/h3>\n<p>Unfall im <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/homeoffice\/\">Home-Office<\/a>:<\/p>\n<p>\u2714\ufe0f Ja. Versichert sind Unf\u00e4lle im h\u00e4uslichen Arbeitszimmer sowie der morgendliche Weg vom Bett zum Home-Office-Arbeitsplatz (BSG, Dezember 2021).<\/p>\n<p>\u274c Wer sich in der K\u00fcche beim Zubereiten von Essen in die Hand schneidet, ist nicht unfallversichert.<\/p>\n<h2 class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Welche 4 Kriterien m\u00fcssen f\u00fcr einen Arbeitsunfall erf\u00fcllt sein?<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Damit die gesetzliche Unfallversicherung greift, m\u00fcssen laut <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/sgb_7\/__8.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 8 SGB VII<\/a> vier Kriterien kumulativ erf\u00fcllt sein:<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>1. Versicherte Person<\/strong>: Sie m\u00fcssen zu den oben genannten versicherten Personengruppen geh\u00f6ren (z. B. Arbeitnehmende, Auszubildende, Sch\u00fcler*innen, ehrenamtlich T\u00e4tige).<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>2. Versicherte T\u00e4tigkeit<\/strong>: Der Unfall muss w\u00e4hrend einer versicherten T\u00e4tigkeit eintreten \u2013 also bei der Arbeit, auf <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/dienstreise\/\">Dienstreisen<\/a>, bei Betriebsveranstaltungen oder auf dem direkten Arbeitsweg.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>3. Unfallereignis<\/strong>: Es muss ein zeitlich begrenztes, von au\u00dfen auf den K\u00f6rper einwirkendes Ereignis vorliegen. Innere Ursachen wie Herzinfarkt oder epileptischer Anfall gelten nicht als Arbeitsunfall, es sei denn, sie wurden durch die Arbeit ausgel\u00f6st (z. B. durch k\u00f6rperliche Anstrengung).<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>4. Gesundheitsschaden oder Tod<\/strong>: Das Ereignis muss zu einer Verletzung, Erkrankung oder zum Tod f\u00fchren. Auch die Besch\u00e4digung von Hilfsmitteln wie Brillen oder H\u00f6rger\u00e4ten wird als Arbeitsunfall anerkannt.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Fehlt auch nur eines dieser vier Kriterien, liegt kein Arbeitsunfall im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung vor.<\/p>\n<h2><strong> Wer zahlt bei einem Arbeitsunfall?\u00a0<\/strong><\/h2>\n<p>Der Begriff \u201eArbeitsunfall\u201c bezieht sich nicht nur auf Unf\u00e4lle, die Arbeitnehmende w\u00e4hrend der Aus\u00fcbung ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit erleiden. Auch <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/wegeunfall\/\">Wegeunf\u00e4lle<\/a>, also Unf\u00e4lle auf dem Arbeitsweg, fallen unter den <strong>Versicherungsschutz der Unfallversicherung.<\/strong><\/p>\n<p>Ob ein Unfall jedoch als Betriebsunfall anerkannt wird oder nicht, entscheidet sich im Einzelfall. Wird ein Unfall als Arbeitsunfall anerkannt, \u00fcbernimmt die gesetzliche Unfallversicherung s\u00e4mtliche Kosten f\u00fcr die medizinische Behandlung.<\/p>\n<p>2024 wendeten <a href=\"https:\/\/www.dguv.de\/de\/mediencenter\/pm\/bilanz-2024.jsp\">Berufsgenossenschaften und Unfallkassen<\/a> rund 5,9 Milliarden Euro f\u00fcr Heilbehandlung und Rehabilitation auf \u2013 ein Plus von 3,7 % gegen\u00fcber 2023.\u00a0Darunter f\u00e4llt das <strong>Verletztengeld<\/strong> w\u00e4hrend einer l\u00e4ngeren Arbeitsunf\u00e4higkeit, <strong>Umschulungs- und <\/strong><a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/wiedereingliederung-nach-krankheit\/\">Wiedereingliederungsma\u00dfnahmen<\/a><strong>,<\/strong> gegebenenfalls eine <strong>behindertengerechte Umgestaltung des Arbeitsplatzes<\/strong>, <strong>Umbau der Wohnung, Unfallrente<\/strong> und sogar eine <strong>Hinterbliebenenrente<\/strong>, wenn der Arbeitsunfall t\u00f6dliche Folgen hat.<\/p>\n<p>Die gesetzliche Unfallversicherung muss alle geeigneten Mittel f\u00fcr die Genesung und Wiedereingliederung der betroffenen Mitarbeitenden einsetzen. Aus diesem Grund ist die Behandlung durch <strong>Durchgangs\u00e4rzt*innen<\/strong> oft effektiver und das Leistungsspektrum der Berufsgenossenschaft besser als die allgemeine medizinische Versorgung.<\/p>\n<p>Die Unfallversicherung kann die \u00dcbernahme der Kosten aber auch ablehnen. N\u00e4mlich dann, wenn der Arbeitsunfall nicht als solcher anerkannt wird. In diesem Fall informiert der Unfallversicherungstr\u00e4ger die Krankenkasse des Versicherten \u00fcber die Nichtanerkennung. Die Krankenkasse \u00fcbernimmt dann im Regelfall die weitere \u00e4rztliche Behandlung.<\/p>\n<h3><strong>Wer zahlt die Beitr\u00e4ge in die Unfallversicherung?<\/strong><\/h3>\n<p>Arbeitgebende sind zwangsl\u00e4ufig Mitglied der DGUV und zahlen die Beitr\u00e4ge. Arbeitnehmende zahlen nichts. Je nach Industriezweig unterscheidet sich die H\u00f6he der Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<h2 class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Vorteile der Unfallversicherung gegen\u00fcber der Krankenkasse<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Ein als Arbeitsunfall anerkannter Vorfall bringt deutliche Vorteile gegen\u00fcber der Behandlung \u00fcber die Krankenkasse:<\/p>\n<ul class=\"[li_&amp;]:mb-0 [li_&amp;]:mt-1.5 [li_&amp;]:gap-1.5 [&amp;:not(:last-child)_ul]:pb-1 [&amp;:not(:last-child)_ol]:pb-1 list-disc flex flex-col gap-2 pl-8 mb-3\">\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>Umfassendere Leistungen<\/strong>: Die Unfallversicherung \u00fcbernimmt alle Kosten f\u00fcr Heilbehandlung, Rehabilitation, behindertengerechten Arbeitsplatzumbau und Umschulungsma\u00dfnahmen.<\/li>\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>H\u00f6heres Verletztengeld<\/strong>: Nach sechs Wochen erhalten Besch\u00e4ftigte 80 % des Regelentgelts (statt 70 % <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/krankengeld-berechnen\/\">Krankengeld<\/a> von der Krankenkasse).<\/li>\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>Spezialisierte Behandlung<\/strong>: Durchgangs\u00e4rzt*innen sind auf Unfallmedizin spezialisiert und gew\u00e4hrleisten oft eine effektivere Behandlung und schnellere Genesung.<\/li>\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>Langfristige Absicherung<\/strong>: Bei dauerhaften Gesundheitssch\u00e4den zahlt die Unfallversicherung eine Rente. Im Todesfall erhalten Hinterbliebene eine Hinterbliebenenrente.<\/li>\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>Kein K\u00fcndigungsschutz-Nachteil<\/strong>: Die <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/lohnfortzahlung\/\">Lohnfortzahlung<\/a> l\u00e4uft wie bei normaler <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/krankheitsquote\/\">Krankheit<\/a> \u2013 der Arbeitsplatz ist f\u00fcr sechs Wochen gesch\u00fctzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/factorialhr.de\/urlaubsverwaltung\">Verwalten Sie alle Abwesenheiten in Ihrem Unternehmen mit Factorial.<\/a><\/span><\/p>\n<p><iframe title=\"Zeitmanagement-Funktionen von Factorial im \u00dcberblick\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/qMVpdZndkiQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h2><strong>Die Rolle der Berufsgenossenschaft<\/strong><\/h2>\n<p>\u00dcber die Anerkennung oder Nichtanerkennung des Unfalls als Arbeitsunfall entscheiden in der Regel die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">2024 pr\u00fcften die <a href=\"https:\/\/www.dguv.de\/de\/zahlen-fakten\/au-wu-geschehen\/index.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unfallversicherungstr\u00e4ger<\/a> jeden gemeldeten Fall einzeln. Von 712.257 meldepflichtigen Arbeitsunf\u00e4llen wurden 9.923 als schwere Arbeitsunf\u00e4lle mit Renten- oder Sterbegeldzahlung anerkannt.<\/p>\n<p>Man unterscheidet dabei zwischen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Gewerblichen Berufsgenossenschaften:<\/strong> Diese sind zust\u00e4ndig f\u00fcr Arbeitnehmende in privaten Wirtschaftsunternehmen.<\/li>\n<li><strong>Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften:<\/strong> Sie gelten f\u00fcr Besch\u00e4ftigte in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben und schlie\u00dfen mitarbeitende Familienangeh\u00f6rige ein.<\/li>\n<li><strong>Unfallkassen:<\/strong> Dies sind die regional aufgeteilten Unfallversicherungstr\u00e4ger f\u00fcr die Angestellten des \u00f6ffentlichen Dienstes und Kindergartenkinder, Sch\u00fcler*innen und Studierende.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong><b data-path-to-node=\"1,4,0\" data-index-in-node=\"108\">Arbeitsunfall: Wann zum*r \u00c4rzt*in?<\/b>\u00a0<\/strong><\/h2>\n<p>Passiert ein Arbeitsunfall, m\u00fcssen die betroffenen Arbeitnehmende zu Durchgangs\u00e4rzt*innen (D-\u00c4rzt*in) gehen, wenn die Verletzung \u00fcber den Unfalltag hinaus zur <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/krankmeldung\/\">Arbeitsunf\u00e4higkeit<\/a> f\u00fchrt oder die Behandlung voraussichtlich \u00fcber eine Woche dauert. ie verf\u00fcgen \u00fcber eine spezielle unfallmedizinische Ausbildung und sind von den Landesverb\u00e4nden der DGUV zugelassen. Bei leichten Verletzungen k\u00f6nnen D-\u00c4rzt*innen zur weiteren Behandlung an die Haus\u00e4rzt*innen \u00fcberweisen, \u00fcberwachen aber weiterhin den Heilungsverlauf. Sie sind also zust\u00e4ndig f\u00fcr die Behandlung nach Arbeits- und Wegunf\u00e4llen.<\/p>\n<h2><strong>Arbeitsunfall melden: Besteht eine Meldepflicht?<\/strong><\/h2>\n<p>Auch die <strong>Vorgesetzten m\u00fcssen umgehend informiert werden<\/strong>. Denn diese m\u00fcssen den <strong>Arbeitsunfall dokumentieren<\/strong>. Bei einer <strong>Arbeitsunf\u00e4higkeit von mehr als drei Tagen<\/strong> m\u00fcssen die Vorgesetzten au\u00dferdem die zust\u00e4ndige <strong>Berufsgenossenschaft dar\u00fcber in Kenntnis setzen.<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/dokumentenmanagement\">Dokumentenmanagement von Factorial<\/a> haben Sie alle wichtigen Unterlagen an einem zentralen Ort digital abgelegt. So k\u00f6nnen Sie von \u00fcberall auf die Dokumentation von Arbeitsunf\u00e4llen zugreifen und diese sicher verwalten. \u00dcber das Dashboard haben Sie alles \u00fcbersichtlich im Blick und greifen einfach auf die verschiedensten Funktionen direkt im System zu.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-169682\" src=\"https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/30182333\/general-dashboard-screen-1024x651.webp\" alt=\"general dashboard screen\" width=\"1024\" height=\"651\" srcset=\"https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/30182333\/general-dashboard-screen-1024x651.webp 1024w, https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/30182333\/general-dashboard-screen-300x191.webp 300w, https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/30182333\/general-dashboard-screen-768x488.webp 768w, https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/30182333\/general-dashboard-screen-1536x976.webp 1536w, https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/30182333\/general-dashboard-screen.webp 1800w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<h2 class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Wann m\u00fcssen verunfallte Arbeitnehmende nicht zu Durchgangs\u00e4rzt*innen?<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Von der Pflicht zum Besuch bei Durchgangs\u00e4rzt*innen gibt es Ausnahmen:<\/p>\n<ul class=\"[li_&amp;]:mb-0 [li_&amp;]:mt-1.5 [li_&amp;]:gap-1.5 [&amp;:not(:last-child)_ul]:pb-1 [&amp;:not(:last-child)_ol]:pb-1 list-disc flex flex-col gap-2 pl-8 mb-3\">\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>Bagatellverletzungen<\/strong>: Wenn die Verletzung nicht \u00fcber den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunf\u00e4higkeit f\u00fchrt und die Behandlung voraussichtlich unter einer Woche dauert, k\u00f6nnen auch Haus\u00e4rzt*innen behandeln.<\/li>\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>Isolierte Augenverletzungen<\/strong>: Bei ausschlie\u00dflichen Augenverletzungen k\u00f6nnen auch direkt Augen\u00e4rzt*innen aufgesucht werden.<\/li>\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>HNO-Verletzungen<\/strong>: Bei isolierten Hals-, Nasen- oder Ohrenverletzungen sind HNO-Fach\u00e4rzt*innen die richtige Ansprechpartner*innen.<\/li>\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>Notf\u00e4lle<\/strong>: Bei schweren Verletzungen gilt: Im Notfall darf jede*r \u00c4rzt*in oder das n\u00e4chstgelegene Krankenhaus aufgesucht werden. Die \u00dcberweisung zu D-\u00c4rzt*in erfolgt dann anschlie\u00dfend.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Grunds\u00e4tzlich empfiehlt es sich jedoch, im Zweifelsfall immer Durchgangs\u00e4rzt*innen aufzusuchen, um den Versicherungsschutz nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<h2><strong>Wird man bei einem Arbeitsunfall bezahlt? &#8211; Lohnfortzahlung bei einem Arbeitsunfall<\/strong><\/h2>\n<p>In jedem Fall sind Arbeitgebende dazu verpflichtet, die verletzten oder erkrankten Mitarbeitende bis zu sechs Wochen ihr volles regul\u00e4res Gehalt zu zahlen. Einzige Voraussetzung f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Lohnfortzahlung ist die Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung und dass die Mitarbeitenden mindestens seit vier Wochen im Unternehmen besch\u00e4ftigt ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fehltage \u00fcber diese sechs Wochen hinaus erhalten Arbeitnehmende Verletztengeld vom zust\u00e4ndigen Unfallversicherungstr\u00e4ger, wie zum Beispiel die BGHW (Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik), falls Ihr Unternehmen dort Mitglied ist. Dieses betr\u00e4gt 80 % des Regelentgelts, berechnet auf Basis der letzten vier Wochen vor dem Unfall. Handelt es sich nicht um einen Arbeitsunfall, \u00fcbernimmt die Krankenkasse das Krankengeld. Allerdings betr\u00e4gt das Krankengeld dann nur 70 % des regul\u00e4ren Gehalts.<\/p>\n<p>Erleidet ein Kind unter zw\u00f6lf Jahren einen Unfall im Kindergarten, in der Schule, auf Klassenfahrt oder auf dem Schulweg, muss es gepflegt und betreut werden. Hierzu kann sich ein Elternteil freistellen lassen. Als pflegender Angeh\u00f6riger erh\u00e4lt das Elternteil Verletztengeld f\u00fcrs Kind. Auch hier braucht man eine \u00e4rztliche Bescheinigung zur Pflegebed\u00fcrftigkeit des Kindes.<\/p>\n<p><b data-path-to-node=\"6,0\" data-index-in-node=\"0\">Tipp:<\/b> Sparen Sie wertvolle Zeit bei der Verwaltung von Fehlzeiten: Factorial automatisiert Ihre Entgeltfortzahlung und sorgt f\u00fcr eine reibungslose Abwicklung zwischen HR, Krankenkassen und Unfallversicherungstr\u00e4gern.<\/p>\n<div class=\"factorial-banner inline-banner banner-freebie category-mitarbeitergesundheit\"\n    data-banner-id=\"164315\"\n    data-banner-type=\"freebie\"\n    data-category=\"Mitarbeitergesundheit\">\n    <div class=\"banner-content\">\n        <div class=\"banner-text\">\n                            <h4>Payroll Kit<\/h4>\n            \n                            <p>Dieses Kit bietet alles Wichtige zur Lohn- &amp; Gehaltsabrechnung. 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Viele Arbeitnehmende bef\u00fcrchten das, da sie nach einem l\u00e4ngeren Ausfall unter Umst\u00e4nden auch ihrer T\u00e4tigkeit nicht mehr wie gewohnt nachgehen k\u00f6nnen. Unm\u00f6glich ist das nicht. Vorgesetzte k\u00f6nnen das Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis nach dem Arbeitsunfall unter Angabe von konkreten Gr\u00fcnden beenden. Zu solchen Gr\u00fcnden z\u00e4hlen beispielsweise ein langer Arbeitsausfall und damit einhergehende Verluste. Gegen die K\u00fcndigung k\u00f6nnen Arbeitnehmende jedoch gerichtlich vorgehen.<\/p>\n<h2><strong>Wie sollten sich Arbeitgebende verhalten?<\/strong><\/h2>\n<p>Wie oben bereits angesprochen, m\u00fcssen Vorgesetzte den Arbeitsunfall umgehend der Berufsgenossenschaft und der Unfallversicherung oder der Unfallkasse melden, wenn Besch\u00e4ftigte l\u00e4nger als drei Tage arbeitsunf\u00e4hig sind. Daf\u00fcr haben bestimmte Personen im Unternehmen, meist aus der <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/spitzenprofile-personalabteilung\/\">Personalabteilung<\/a>, eine Vollmacht.<\/p>\n<p>Die Meldung des Unfalls erfolgt \u00fcberwiegend telefonisch oder \u00fcber ein Online-Formular. Anschlie\u00dfend pr\u00fcft der zust\u00e4ndige Tr\u00e4ger, ob es sich tats\u00e4chlich um einen Arbeitsunfall handelt und entsprechende Leistungen \u00fcbernommen werden oder nicht.<\/p>\n<p>Verlangen die verunfallten Mitarbeitenden eine Kopie der Unfallanzeige, so sind Arbeitgebende dazu verpflichtet, diese auszuh\u00e4ndigen.<\/p>\n<h2><strong>Wie l\u00e4uft es bei einem Arbeitsunfall ab?: Checkliste f\u00fcr Arbeitgebende<\/strong><\/h2>\n<ol>\n<li>Rufen Sie den Rettungsdienst oder den Notarzt und leisten Sie erste Hilfe. Verungl\u00fccken Mitarbeitende t\u00f6dlich, muss selbstverst\u00e4ndlich auch die Polizei benachrichtigt werden.\u00a0Tragen Sie davon getragene leichte Verletzungen ins Verbandbuch ein. Das ist wichtig f\u00fcr eventuelle sp\u00e4tere Unfallfolgen.<\/li>\n<li>Schalten Sie ein*e Durchgangs\u00e4rzt*in ein.<\/li>\n<li>Melden Sie den Unfall innerhalb von drei Tagen der zust\u00e4ndigen Berufsgenossenschaft, wenn die Arbeitsunf\u00e4higkeit mehr als drei Kalendertage betr\u00e4gt. Achtung: Der Unfalltag selbst z\u00e4hlt nicht mit, Wochenenden und Feiertage jedoch schon. Bei schweren Arbeitsunf\u00e4llen m\u00fcssen Arbeitgebende auch die Gewerbeaufsicht oder die zust\u00e4ndige Aufsichtsbeh\u00f6rde verst\u00e4ndigen.<\/li>\n<li>Erstellen Sie eine Unfallanzeige f\u00fcr den Unfallversicherungstr\u00e4ger und die Berufsgenossenschaft<\/li>\n<li>Verteilen Sie Kopien an den <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/betriebsrat\/\">Betriebsrat<\/a>, f\u00fcr die Dokumentation im eigenen Unternehmen, den*die <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/betriebsaerztliche-untersuchung\/\">Betriebs\u00e4rzt*in<\/a>, die Fachkraft f\u00fcr Arbeitssicherheit und f\u00fcr die verungl\u00fcckten Mitarbeitenden (falls diese eine Kopie verlangen). Musterformulare gibt es bei der DGUV oder auf der Homepage Ihrer Berufsgenossenschaft.<\/li>\n<li>Untersuchen Sie die Ursachen des Unfalls und \u00fcberpr\u00fcfen Sie die Schutzma\u00dfnahmen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-176706\" src=\"https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/09154708\/design-thinking-1024x446.webp\" alt=\"Schritt f\u00fcr Schritt Guide: Arbeitsunfall - Meldewege\" width=\"1024\" height=\"446\" srcset=\"https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/09154708\/design-thinking-1024x446.webp 1024w, https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/09154708\/design-thinking-300x131.webp 300w, https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/09154708\/design-thinking-768x335.webp 768w, https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/09154708\/design-thinking-1536x669.webp 1536w, https:\/\/factorialhr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/09154708\/design-thinking-2048x892.webp 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"https:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"FAQPage\",\n  \"mainEntity\": [{\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Definition: Was ist ein Arbeitsunfall\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n      \"@type\": \"Answer\",\n      \"text\": \"Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) definiert einen Arbeitsunfall wie folgt: \u201eArbeitsunf\u00e4lle sind die Unf\u00e4lle, die versicherte Personen infolge der versicherten T\u00e4tigkeit erleiden.<\/p>\n<p>Der Schutz der Unfallversicherung greift f\u00fcr folgende Personengruppen w\u00e4hrend ihrer T\u00e4tigkeit:<\/p>\n<p>Mitarbeitende und Auszubildende eines Unternehmens\nSch\u00fcler*innen und Kindergartenkinder\nStudierende\nEhrenamtlich t\u00e4tige Personen\nPflegende Angeh\u00f6rige\nEntwick\u00adlungs\u00adhelfer*innen\nErsthelfer*innen bei Ungl\u00fccks\u00adf\u00e4llen<\/p>\n<p>Selbst\u00e4ndige sind grunds\u00e4tzlich nicht unfallversichert, k\u00f6nnen jedoch freiwillig Mitglied einer Berufsgenossenschaft werden und eine Unfallversicherung abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Auch Beamt*innen bilden eine Ausnahme. F\u00fcr sie gelten die Regelungen der beamtenrechtlichen Unfallf\u00fcrsorge.\"\n    }\n  },{\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Welche 4 Kriterien m\u00fcssen f\u00fcr einen Arbeitsunfall erf\u00fcllt sein?\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n      \"@type\": \"Answer\",\n      \"text\": \"Damit die gesetzliche Unfallversicherung greift, m\u00fcssen laut \u00a7 8 SGB VII vier Kriterien kumulativ erf\u00fcllt sein:<\/p>\n<p>1. Versicherte Person: Sie m\u00fcssen zu den oben genannten versicherten Personengruppen geh\u00f6ren (z. B. Arbeitnehmende, Auszubildende, Sch\u00fcler*innen, ehrenamtlich T\u00e4tige).<\/p>\n<p>2. Versicherte T\u00e4tigkeit: Der Unfall muss w\u00e4hrend einer versicherten T\u00e4tigkeit eintreten \u2013 also bei der Arbeit, auf Dienstreisen, bei Betriebsveranstaltungen oder auf dem direkten Arbeitsweg.<\/p>\n<p>3. Unfallereignis: Es muss ein zeitlich begrenztes, von au\u00dfen auf den K\u00f6rper einwirkendes Ereignis vorliegen. Innere Ursachen wie Herzinfarkt oder epileptischer Anfall gelten nicht als Arbeitsunfall, es sei denn, sie wurden durch die Arbeit ausgel\u00f6st (z. B. durch k\u00f6rperliche Anstrengung).<\/p>\n<p>4. Gesundheitsschaden oder Tod: Das Ereignis muss zu einer Verletzung, Erkrankung oder zum Tod f\u00fchren. Auch die Besch\u00e4digung von Hilfsmitteln wie Brillen oder H\u00f6rger\u00e4ten wird als Arbeitsunfall anerkannt.<\/p>\n<p>Fehlt auch nur eines dieser vier Kriterien, liegt kein Arbeitsunfall im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung vor.\"\n    }\n  },{\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Wer zahlt bei einem Arbeitsunfall?\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n      \"@type\": \"Answer\",\n      \"text\": \"Der Begriff \u201eArbeitsunfall\u201c bezieht sich nicht nur auf Unf\u00e4lle, die Arbeitnehmende w\u00e4hrend der Aus\u00fcbung ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit erleiden. Auch Wegeunf\u00e4lle, also Unf\u00e4lle auf dem Arbeitsweg, fallen unter den Versicherungsschutz der Unfallversicherung.<\/p>\n<p>Ob ein Unfall jedoch als Betriebsunfall anerkannt wird oder nicht, entscheidet sich im Einzelfall. Wird ein Unfall als Arbeitsunfall anerkannt, \u00fcbernimmt die gesetzliche Unfallversicherung s\u00e4mtliche Kosten f\u00fcr die medizinische Behandlung.<\/p>\n<p>2024 wendeten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen rund 5,9 Milliarden Euro f\u00fcr Heilbehandlung und Rehabilitation auf \u2013 ein Plus von 3,7 % gegen\u00fcber 2023.\u00a0Darunter f\u00e4llt das Verletztengeld w\u00e4hrend einer l\u00e4ngeren Arbeitsunf\u00e4higkeit, Umschulungs- und Wiedereingliederungsma\u00dfnahmen, gegebenenfalls eine behindertengerechte Umgestaltung des Arbeitsplatzes, Umbau der Wohnung, Unfallrente und sogar eine Hinterbliebenenrente, wenn der Arbeitsunfall t\u00f6dliche Folgen hat.<\/p>\n<p>Die gesetzliche Unfallversicherung muss alle geeigneten Mittel f\u00fcr die Genesung und Wiedereingliederung der betroffenen Mitarbeitenden einsetzen. Aus diesem Grund ist die Behandlung durch Durchgangs\u00e4rzt*innen oft effektiver und das Leistungsspektrum der Berufsgenossenschaft besser als die allgemeine medizinische Versorgung.<\/p>\n<p>Die Unfallversicherung kann die \u00dcbernahme der Kosten aber auch ablehnen. N\u00e4mlich dann, wenn der Arbeitsunfall nicht als solcher anerkannt wird. In diesem Fall informiert der Unfallversicherungstr\u00e4ger die Krankenkasse des Versicherten \u00fcber die Nichtanerkennung. Die Krankenkasse \u00fcbernimmt dann im Regelfall die weitere \u00e4rztliche Behandlung.\"\n    }\n  },{\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Wer zahlt die Beitr\u00e4ge in die Unfallversicherung?\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n      \"@type\": \"Answer\",\n      \"text\": \"Arbeitgebende sind zwangsl\u00e4ufig Mitglied der DGUV und zahlen die Beitr\u00e4ge. Arbeitnehmende zahlen nichts. Je nach Industriezweig unterscheidet sich die H\u00f6he der Beitr\u00e4ge.\"\n    }\n  },{\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Arbeitsunfall: Wann zum*r \u00c4rzt*in?\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n      \"@type\": \"Answer\",\n      \"text\": \"Passiert ein Arbeitsunfall, m\u00fcssen die betroffenen Arbeitnehmende zu Durchgangs\u00e4rzt*innen (D-\u00c4rzt*in) gehen, wenn die Verletzung \u00fcber den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunf\u00e4higkeit f\u00fchrt oder die Behandlung voraussichtlich \u00fcber eine Woche dauert. ie verf\u00fcgen \u00fcber eine spezielle unfallmedizinische Ausbildung und sind von den Landesverb\u00e4nden der DGUV zugelassen. Bei leichten Verletzungen k\u00f6nnen D-\u00c4rzt*innen zur weiteren Behandlung an die Haus\u00e4rzt*innen \u00fcberweisen, \u00fcberwachen aber weiterhin den Heilungsverlauf. Sie sind also zust\u00e4ndig f\u00fcr die Behandlung nach Arbeits- und Wegunf\u00e4llen.\"\n    }\n  },{\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Arbeitsunfall melden: Besteht eine Meldepflicht?\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n      \"@type\": \"Answer\",\n      \"text\": \"Auch die Vorgesetzten m\u00fcssen umgehend informiert werden. Denn diese m\u00fcssen den Arbeitsunfall dokumentieren. Bei einer Arbeitsunf\u00e4higkeit von mehr als drei Tagen m\u00fcssen die Vorgesetzten au\u00dferdem die zust\u00e4ndige Berufsgenossenschaft dar\u00fcber in Kenntnis setzen.\"\n    }\n  },{\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Wann m\u00fcssen verunfallte Arbeitnehmende nicht zu Durchgangs\u00e4rzt*innen?\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n      \"@type\": \"Answer\",\n      \"text\": \"Von der Pflicht zum Besuch bei Durchgangs\u00e4rzt*innen gibt es Ausnahmen:<\/p>\n<p>Bagatellverletzungen: Wenn die Verletzung nicht \u00fcber den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunf\u00e4higkeit f\u00fchrt und die Behandlung voraussichtlich unter einer Woche dauert, k\u00f6nnen auch Haus\u00e4rzt*innen behandeln.\nIsolierte Augenverletzungen: Bei ausschlie\u00dflichen Augenverletzungen k\u00f6nnen auch direkt Augen\u00e4rzt*innen aufgesucht werden.\nHNO-Verletzungen: Bei isolierten Hals-, Nasen- oder Ohrenverletzungen sind HNO-Fach\u00e4rzt*innen die richtige Ansprechpartner*innen.\nNotf\u00e4lle: Bei schweren Verletzungen gilt: Im Notfall darf jede*r \u00c4rzt*in oder das n\u00e4chstgelegene Krankenhaus aufgesucht werden. Die \u00dcberweisung zu D-\u00c4rzt*in erfolgt dann anschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich empfiehlt es sich jedoch, im Zweifelsfall immer Durchgangs\u00e4rzt*innen aufzusuchen, um den Versicherungsschutz nicht zu gef\u00e4hrden.\"\n    }\n  },{\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Arbeitsunfall: Droht eine K\u00fcndigung?\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n      \"@type\": \"Answer\",\n      \"text\": \"Kann nach einem Arbeitsunfall und l\u00e4ngerem Ausfall eines Besch\u00e4ftigten die K\u00fcndigung drohen? Viele Arbeitnehmende bef\u00fcrchten das, da sie nach einem l\u00e4ngeren Ausfall unter Umst\u00e4nden auch ihrer T\u00e4tigkeit nicht mehr wie gewohnt nachgehen k\u00f6nnen. Unm\u00f6glich ist das nicht. Vorgesetzte k\u00f6nnen das Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis nach dem Arbeitsunfall unter Angabe von konkreten Gr\u00fcnden beenden. Zu solchen Gr\u00fcnden z\u00e4hlen beispielsweise ein langer Arbeitsausfall und damit einhergehende Verluste. Gegen die K\u00fcndigung k\u00f6nnen Arbeitnehmende jedoch gerichtlich vorgehen.\"\n    }\n  },{\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Wird man bei einem Arbeitsunfall bezahlt? - Lohnfortzahlung bei einem Arbeitsunfall\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n      \"@type\": \"Answer\",\n      \"text\": \"In jedem Fall sind Arbeitgebende dazu verpflichtet, die verletzten oder erkrankten Mitarbeitende bis zu sechs Wochen ihr volles regul\u00e4res Gehalt zu zahlen. Einzige Voraussetzung f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Lohnfortzahlung ist die Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung und dass die Mitarbeitenden mindestens seit vier Wochen im Unternehmen besch\u00e4ftigt ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fehltage \u00fcber diese sechs Wochen hinaus erhalten Arbeitnehmende Verletztengeld vom zust\u00e4ndigen Unfallversicherungstr\u00e4ger, wie zum Beispiel die BGHW (Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik), falls Ihr Unternehmen dort Mitglied ist. Dieses betr\u00e4gt 80 % des Regelentgelts, berechnet auf Basis der letzten vier Wochen vor dem Unfall. Handelt es sich nicht um einen Arbeitsunfall, \u00fcbernimmt die Krankenkasse das Krankengeld. Allerdings betr\u00e4gt das Krankengeld dann nur 70 % des regul\u00e4ren Gehalts.<\/p>\n<p>Erleidet ein Kind unter zw\u00f6lf Jahren einen Unfall im Kindergarten, in der Schule, auf Klassenfahrt oder auf dem Schulweg, muss es gepflegt und betreut werden. Hierzu kann sich ein Elternteil freistellen lassen. Als pflegender Angeh\u00f6riger erh\u00e4lt das Elternteil Verletztengeld f\u00fcrs Kind. Auch hier braucht man eine \u00e4rztliche Bescheinigung zur Pflegebed\u00fcrftigkeit des Kindes.\"\n    }\n  },{\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Wie l\u00e4uft es bei einem Arbeitsunfall ab?: Checkliste f\u00fcr Arbeitgebende\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n      \"@type\": \"Answer\",\n      \"text\": \"Rufen Sie den Rettungsdienst oder den Notarzt und leisten Sie erste Hilfe. Verungl\u00fccken Mitarbeitende t\u00f6dlich, muss selbstverst\u00e4ndlich auch die Polizei benachrichtigt werden.\u00a0Tragen Sie davon getragene leichte Verletzungen ins Verbandbuch ein. Das ist wichtig f\u00fcr eventuelle sp\u00e4tere Unfallfolgen.\nSchalten Sie ein*e Durchgangs\u00e4rzt*in ein.\nMelden Sie den Unfall innerhalb von drei Tagen der zust\u00e4ndigen Berufsgenossenschaft, wenn die Arbeitsunf\u00e4higkeit mehr als drei Kalendertage betr\u00e4gt. Achtung: Der Unfalltag selbst z\u00e4hlt nicht mit, Wochenenden und Feiertage jedoch schon. Bei schweren Arbeitsunf\u00e4llen m\u00fcssen Arbeitgebende auch die Gewerbeaufsicht oder die zust\u00e4ndige Aufsichtsbeh\u00f6rde verst\u00e4ndigen.\nErstellen Sie eine Unfallanzeige f\u00fcr den Unfallversicherungstr\u00e4ger und die Berufsgenossenschaft\nVerteilen Sie Kopien an den Betriebsrat, f\u00fcr die Dokumentation im eigenen Unternehmen, den*die Betriebs\u00e4rzt*in, die Fachkraft f\u00fcr Arbeitssicherheit und f\u00fcr die verungl\u00fcckten Mitarbeitenden (falls diese eine Kopie verlangen). Musterformulare gibt es bei der DGUV oder auf der Homepage Ihrer Berufsgenossenschaft.\nUntersuchen Sie die Ursachen des Unfalls und \u00fcberpr\u00fcfen Sie die Schutzma\u00dfnahmen.\"\n    }\n  }]\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2024 wurden in Deutschland laut DGUV 712.257 meldepflichtige Arbeitsunf\u00e4lle registriert. 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