{"id":52916,"date":"2025-02-27T11:37:35","date_gmt":"2025-02-27T09:37:35","guid":{"rendered":"https:\/\/factorialhr.com\/blog\/?p=52916"},"modified":"2025-07-02T15:19:58","modified_gmt":"2025-07-02T13:19:58","slug":"lohnfortzahlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/lohnfortzahlung\/","title":{"rendered":"Wissenswertes zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ob Grippe, Burnout oder ein gebrochenes Bein \u2013 die Zahl an Krankmeldungen in Deutschland steigt stetig an. Im Regelfall werden Arbeitnehmende im Krankheitsfall weiterhin bis zu sechs Wochen von ihrem Arbeitgebenden verg\u00fctet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Doch wie hoch ist die <strong>Lohnfortzahlung<\/strong> genau, was passiert nach diesen sechs Wochen und welche Sonderregelungen gilt es zu beachten?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In diesem Artikel fassen wir alles Wissenswerte zur <strong>Lohnfortzahlung im Krankheitsfall<\/strong> f\u00fcr Sie zusammen.<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#definition\"> LFK: Definition <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#anspruch\">Wer hat einen Anspruch auf Lohnfortzahlung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#meldung\">Melde-und Nachweispflichten <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#dauer\">Dauer der Lohnfortzahlung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h\u00f6he\">H\u00f6he der Lohnfortzahlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#ausnahmen\">Ausnahmen und Sonderregelungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#kind\">Kind krank: Lohnfortzahlung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#fragen\">H\u00e4ufig gestellte Fragen und Antworten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><!--HubSpot Call-to-Action Code --><span id=\"hs-cta-wrapper-f63ccfe3-6a36-4cb8-a0cd-f947fbb32ae4\" class=\"hs-cta-wrapper\"><span id=\"hs-cta-f63ccfe3-6a36-4cb8-a0cd-f947fbb32ae4\" class=\"hs-cta-node hs-cta-f63ccfe3-6a36-4cb8-a0cd-f947fbb32ae4\"><!-- [if lte IE 8]>\n\n\n<div id=\"hs-cta-ie-element\"><\/div>\n\n\n<![endif]--><a href=\"https:\/\/cta-redirect.hubspot.com\/cta\/redirect\/4960096\/f63ccfe3-6a36-4cb8-a0cd-f947fbb32ae4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" id=\"hs-cta-img-f63ccfe3-6a36-4cb8-a0cd-f947fbb32ae4\" class=\"hs-cta-img\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/no-cache.hubspot.com\/cta\/default\/4960096\/f63ccfe3-6a36-4cb8-a0cd-f947fbb32ae4.png\" alt=\"Download Checkliste Mentale Gesundheit \" \/><\/a><\/span><script charset=\"utf-8\" src=\"https:\/\/js.hscta.net\/cta\/current.js\"><\/script><script type=\"text\/javascript\"> hbspt.cta.load(4960096, 'f63ccfe3-6a36-4cb8-a0cd-f947fbb32ae4', {\"useNewLoader\":\"true\",\"region\":\"na1\"}); <\/script><\/span><!-- end HubSpot Call-to-Action Code --><br \/>\n<a name=\"definition\"><\/a><\/p>\n<h2><strong>LFK: Definition<\/strong><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die <strong>Lohnfortzahlung<\/strong> (auch Entgeltfortzahlung) ist eine gesetzliche Regelung zum Schutz der Arbeitnehmenden. Sie besagt, dass Angestellte bei krankheitsbedingter Arbeitsunf\u00e4higkeit weiter verg\u00fctet werden. Und das ist in Deutschland sogar gesetzlich vorgeschrieben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Unternehmen sind gem\u00e4\u00df dem<\/span><a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/entgfg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> <span style=\"font-weight: 400;\">Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG)<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> dazu verpflichtet, das volle Arbeitsentgelt im Krankheitsfall des Arbeitnehmendens f\u00fcr eine Dauer von sechs Wochen auszuzahlen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><strong>Das Ziel dahinter:<\/strong> Besch\u00e4ftigte m\u00fcssen bei Krankheit keine finanziellen Sorgen f\u00fcrchten und sind abgesichert. Sie k\u00f6nnen sich voll und ganz der Genesung der Krankheit widmen.<\/span><\/p>\n<p><a name=\"anspruch\"><\/a><\/p>\n<h2><strong>Wer hat einen Anspruch auf Lohnfortzahlung?<\/strong><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Im Prinzip hat jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Dazu z\u00e4hlen u.a.:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Arbeitnehmende in Vollzeit<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Arbeitnehmende in Teilzeit<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Auszubildende<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Minijobber*innen<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Werkstudierende<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Saisonarbeiter*innen<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dar\u00fcber hinaus gelten folgende Kriterien:<\/span><\/p>\n<h3><strong>Besch\u00e4ftigungsdauer<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der oder die Mitarbeitende muss mindestens vier Wochen im Unternehmen besch\u00e4ftigt sein. Im Einzelfall k\u00f6nnen diese vier Wochen durch einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung verk\u00fcrzt werden.<\/span><\/p>\n<h3><strong>Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eine Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung muss vorliegen. Das bedeutet: Der Arbeitnehmende ist nicht mehr in der Lage, seiner beruflichen T\u00e4tigkeit nachzukommen.<\/span><\/p>\n<h3><strong>Unverschuldete Krankheit<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Krankheit muss unverschuldet sein. Der Arbeitnehmende darf sich die Krankheit nicht absichtlich zugezogen haben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><strong>Das bedeutet im Klartext:<\/strong> W\u00e4hrend eine Erk\u00e4ltung durchaus ein Grund sein kann, sich krankzumelden und f\u00fcr die Fehltage entsprechend weiter bezahlt zu werden, ist ein Kater am Morgen nach der wilden Geburtstagsparty das eigene Verschulden des Angestellten.\u00a0<\/span><\/p>\n<h3><a style=\"font-size: 16px;\" name=\"meldung\"><\/a><\/h3>\n<h2><strong>Melde- und Nachweispflichten<\/strong><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Halten wir also fest: Ein oder eine Mitarbeiter*in, der bereits seit mehr als einem Monat im Unternehmen angestellt ist, ist unverschuldet krank geworden, sodass er nicht mehr in der Lage ist, zur Arbeit zu erscheinen und seiner T\u00e4tigkeit nachzukommen. Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wie geht es jetzt weiter?<\/span><\/p>\n<h3><strong>Meldepflicht des Arbeitnehmenden<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Zun\u00e4chst ist es wichtig, dass der betroffene Arbeitnehmende seinen Arbeitgebenden umgehend \u00fcber die Erkrankung informiert. In der Regel wendet er sich daf\u00fcr am ersten Tag der Krankheit telefonisch an die Personalabteilung oder an den direkten Vorgesetzten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Gem\u00e4\u00df Entgeltfortzahlungsgesetz<\/span><a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/entgfg\/__5.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> <span style=\"font-weight: 400;\">\u00a7 5 Anzeige- und Nachweispflichten<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> ist dabei auch die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunf\u00e4higkeit zu nennen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><strong>Wichtig:<\/strong> Informiert der Mitarbeiter das Unternehmen nicht oder zu sp\u00e4t, haben das Unternehmen das Recht, ihn abzumahnen oder sogar au\u00dferordentlich zu k\u00fcndigen. Es ist die Pflicht des Besch\u00e4ftigten, die Erkrankung unverz\u00fcglich zu melden.<\/span><\/p>\n<h3><strong>Braucht der Arbeitnehmende ein \u00e4rztliches Attest?\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Antwort lautet, wie so oft: Es kommt darauf an. F\u00e4llt der Mitarbeitende nur kurzfristig aus, braucht er kein Attest. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Aber: Ist er l\u00e4nger als drei Kalendertage krank, muss ein <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/aerztliches-attest\/\">\u00e4rztliches Attest<\/a> vorgelegt werden. So schreibt es das Gesetz (<\/span><a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/entgfg\/__5.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Entgeltfortzahlungsgesetz \u00a7 5 Abs. 1 Satz 2<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">) vor.<\/span><\/p>\n<p><a name=\"dauer\"><\/a><\/p>\n<h2><strong>Dauer der Lohnfortzahlung<\/strong><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Besonders bei l\u00e4ngeren Krankschreibungen fragen sich Arbeitgebende oft, wie lange sie dazu verpflichtet sind, das Gehalt weiter auszuzahlen. Wir kl\u00e4ren die wichtigsten Fragen:<\/span><\/p>\n<h3><strong>Wie lange muss ich meinen erkrankten Mitarbeitenden weiterhin Gehalt zahlen?<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In Deutschland ist das ganz klar geregelt: Arbeitnehmende k\u00f6nnen im Krankheitsfall mit 42 Kalendertagen, also sechs Wochen Entgeltfortzahlung rechnen.<\/span><\/p>\n<h3><strong>Was passiert, wenn der oder die betroffene Besch\u00e4ftigte l\u00e4nger als sechs Wochen krank ist?\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Besonders bei psychischen Krankheiten wie Depressionen oder Burnout ist es nahezu unm\u00f6glich, eine schnellere Genesung zu gew\u00e4hrleisten. M\u00fcssen Arbeitgebende erkrankten Angestellten dann \u00fcber diese sechs Wochen hinaus ein Kranken-Gehalt oder eine andere Form von Entsch\u00e4digung zahlen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nein, nach den sechs Wochen (nach Ablauf der 42 Kalendertage) springt die Krankenkasse ein. Sie zahlt jedoch nicht das volle Gehalt, sondern ein <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/krankengeld-berechnen\/\">Krankengeld<\/a>.<\/span><\/p>\n<h3><strong>Haben alle Mitarbeitende Anspruch auf Krankengeld?\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Anspruch hat grunds\u00e4tzlich jede Person, f\u00fcr die eins der folgenden Kriterien gilt:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Die Arbeitsunf\u00e4higkeit dauert l\u00e4nger als sechs Wochen (42 Kalendertage).<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Der Arbeitnehmende wird im Krankenhaus oder in einer Reha-Einrichtung station\u00e4r behandelt.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Das Arbeitsverh\u00e4ltnis besteht noch keine vier Wochen: Statt der Entgeltfortzahlung kann hier Recht auf Krankengeld bestehen.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Die erkrankte Person bezieht Arbeitslosengeld I. Nach sechs Wochen wird statt des Arbeitslosengelds ein Krankengeld ausgezahlt.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Hinsichtlich Ihrer Besch\u00e4ftigten sollten Sie allerdings beachten, dass privat versicherte Arbeitnehmende in manchen F\u00e4llen eine eigene Krankentagegeldversicherung abschlie\u00dfen. Gegebenenfalls gelten dann abweichende Konditionen.<\/span><\/p>\n<h3><strong>Muss ich das Krankengeld f\u00fcr meine Mitarbeiter bei der Krankenkasse beantragen?<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nein, das Krankengeld muss nicht beantragt werden. Die entsprechende Krankenkasse ist informiert und leitet die n\u00f6tigen Schritte f\u00fcr die gesetzlich versicherten Angestellten von allein ein.<\/span><\/p>\n<h3><strong>Gibt es eine maximale Dauer, wie lange Arbeitnehmende Krankengeld erhalten k\u00f6nnen?<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Arbeitnehmende k\u00f6nnen in drei Jahren bis zu 78 Wochen Krankengeld einfordern. Diese Regelung gilt jedoch nur, wenn die Arbeitsunf\u00e4higkeit ohne Unterbrechung andauert.<\/span><\/p>\n<p><iframe title=\"Work-Life-Balance - Vorteile &amp; Ma\u00dfnahmen in Unternehmen \u2728 #2\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Hz67I3m4dnw?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><a name=\"h\u00f6he\"><\/a><\/p>\n<h2><strong>H\u00f6he der Lohnfortzahlung<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Wie hoch ist der Betrag, den ich meinen erkrankten Mitarbeitenden im Rahmen der Lohnfortzahlung auszahle?\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hrend der ersten sechs Wochen <strong>Lohnfortzahlung<\/strong> wird der<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">Lohn<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> oder das Gehalt ganz normal weiter ausbezahlt. Es handelt sich dabei um den gleichen Betrag, den der oder die Arbeitnehmende auch im gesunden Zustand erhalten h\u00e4tte.<\/span><\/p>\n<p><strong>Dazu geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Zuschl\u00e4ge jeglicher Art (z.B. Nacht-, Feiertags- oder Sonntags Zusch\u00fcsse)<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/vermoegenswirksame-leistungen-arbeitgeber\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Verm\u00f6genswirksame Leistungen<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Dazu geh\u00f6ren nicht:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Verg\u00fctung von \u00dcberstunden<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Leistungen f\u00fcr Aufwendungen des Mitarbeitenden (wie z.B. <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/fahrtkostenzuschuss\/\">Fahrtkostenzusch\u00fcsse<\/a>)<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h3>H\u00f6he des Krankengeldes<\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Krankheit ist fortschreitend und sechs Wochen sind vergangen. Die Krankenkasse \u00fcbernimmt ab jetzt und zahlt den betroffenen Mitarbeitenden ihr Krankengeld aus. Aber wie erh\u00e4lt es der oder die Angestellte?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die H\u00f6he des Krankengeldes ist in Deutschland genau festgelegt. Das<\/span><a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/sgb_5\/__47.html#:~:text=%C2%A7%2047%20H%C3%B6he%20und%20Berechnung,der%20Beitragsberechnung%20unterliegt%20(Regelentgelt).&amp;text=Das%20Krankengeld%20wird%20f%C3%BCr%20Kalendertage%20gezahlt.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> <span style=\"font-weight: 400;\">Sozialgesetzbuch (\u00a7 47 SGB V)<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> legt Folgendes fest: Erkrankte Mitarbeitende erhalten<strong> 70 % des Bruttoentgelts<\/strong>, jedoch nicht mehr als <strong>90 % des Nettoeinkommens<\/strong>. Anfallende Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge werden dabei automatisch ber\u00fccksichtigt und vor Auszahlung an den Arbeitnehmenden abgezogen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p data-start=\"535\" data-end=\"590\"><strong data-start=\"535\" data-end=\"590\">Aufstockung des Krankengeldes durch den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"592\" data-end=\"1038\">In manchen F\u00e4llen stockt der Arbeitgebende das Krankengeld freiwillig oder auf Basis tariflicher, betrieblicher oder arbeitsvertraglicher Regelungen auf. Das bedeutet: Arbeitnehmende erhalten \u00fcber das gesetzliche Krankengeld hinaus einen Zuschuss, sodass die finanzielle L\u00fccke teilweise oder sogar vollst\u00e4ndig geschlossen wird. Diese sogenannte \u201eKrankengeld-Aufstockung\u201c ist jedoch keine gesetzliche Pflicht und muss klar vertraglich geregelt sein.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Weitere Faktoren, die die Berechnung des Krankengeldes beeinflussen, sind:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Monatliches Festgehalt oder Bezahlung auf Stundenbasis<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Alter<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Kinder (ja\/ nein)<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h3>Beispiel-Berechnung des Krankengeldes<\/h3>\n<p>Frau Simone Gruber arbeitet f\u00fcr das Unternehmen Musterfirma. Sie erh\u00e4lt ein monatliches Festgehalt von 3.900 \u20ac brutto.<\/p>\n<p>Sie ist 27 Jahre alt, hat keine Kinder, und erh\u00e4lt keine Einmalzahlungen.<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 161px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 23px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\"><strong>Monatliches Bruttogehalt<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\"><strong>3.900,00 \u20ac<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 23px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\">Monatliches Nettogehalt (Lohnsteuer\u00a0Klasse I, kinderlos)<\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\">2.434,29 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 23px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\">70 % des Bruttogehalts<\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\">2.739,00 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 23px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\">90 % des Nettogehalts<\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\">2.190,86 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 23px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\"><strong> Monatliches Brutto-Krankengeld<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\"><strong> 2.190,86 \u20ac<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 23px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\">Abz\u00fcge:<\/p>\n<p>Rentenversicherung (9,3 %)<\/p>\n<p>Arbeitslosenversicherung (1,2 %)<\/p>\n<p>Pflegeversicherung (1,525 %)<\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\">&nbsp;<\/p>\n<p>&#8211; 203,75 \u20ac<\/p>\n<p>&#8211; 26,29 \u20ac<\/p>\n<p>&#8211; 33,41 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 23px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\"><strong> Monatliches Netto-Krankengeld<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 23px;\"><strong> 1.927,41 \u20ac<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Simone Gruber erh\u00e4lt demzufolge monatlich 2.190,90 \u20ac Krankengeld (netto) von ihrer Krankenkasse.<\/p>\n<p><a name=\"ausnahmen\"><\/a><\/p>\n<h2><strong>Ausnahmen und Sonderregelungen<\/strong><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei der <strong>Lohnfortzahlung im Krankheitsfall<\/strong> sollten Sie einige Ausnahmen und Sonderregelungen beachten.<\/span><\/p>\n<h3><strong>(1) Besch\u00e4ftigte in Elternzeit<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Arbeitnehmende, die sich in Elternzeit befinden und erkranken, haben kein Anrecht auf<strong> Lohnfortzahlung<\/strong>. Zu dieser Zeit \u201epausiert\u201c das Arbeitsverh\u00e4ltnis und der Anspruch entf\u00e4llt.<\/span><\/p>\n<h3><strong>(2) Fortsetzungskrankheit<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ihr Arbeitnehmer oder Ihre Arbeitnehmerin ist wieder gesund und zur\u00fcck auf den Beinen. Kurze Zeit sp\u00e4ter jedoch erkrankt er oder sie erneut &#8211; und zwar an derselben Krankheit. Dann handelt es sich um eine \u201eFortsetzungskrankheit\u201c und die <strong>Lohnfortzahlung<\/strong> durch Arbeitgeberseite ist nicht erforderlich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wichtig dabei ist auch, dass seit dem Startdatum der ersten Arbeitsunf\u00e4higkeit des Arbeitnehmenden eine Frist von zw\u00f6lf Monaten zu ber\u00fccksichtigen ist. Das ist besonders bei chronischen Erkrankungen von Bedeutung. Erst, wenn zw\u00f6lf Monate abgelaufen sind, erneuert sich der Anspruch auf eine <strong>Lohnfortzahlung<\/strong> derselben Erkrankung.<\/span><\/p>\n<h3><strong>(3) Krank im Urlaub<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Anspruch auf <strong>Lohnfortzahlung<\/strong> <strong>bei Krankheit<\/strong> gilt auch im Urlaub. Dabei gilt wie bei einer Erkrankung au\u00dferhalb des Urlaubs auch: Der Arbeitnehmende hat den Arbeitgebenden unverz\u00fcglich \u00fcber die Erkrankung zu informieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">H\u00e4lt sich der oder die Mitarbeiter*in zum Zeitpunkt der Erkrankung im Ausland auf, muss ab dem ersten Tag ein \u00e4rztliches Attest mit Hinweis auf die voraussichtliche Dauer der Krankheit vorgelegt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen Kontaktdaten wie die tempor\u00e4re Anschrift am Urlaubsort sowie die private Telefonnummer angegeben werden. Dadurch, dass der Arbeitnehmende eine offizielle Krankmeldung einreicht, verwandeln sich die genommenen <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/urlaubsanspruch-bei-krankheit\/\">Urlaubstage in Krankheitstage<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die verlorenen Urlaubstage k\u00f6nnen somit zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt nachgeholt werden. Diese Regelung gilt zugunsten des Angestellten.<\/span><\/p>\n<p><strong>Tipp:<\/strong> Mit einer <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/zeiterfassung-mitarbeiter\">Software zur Arbeitszeiterfassung<\/a> wie der von Factorial k\u00f6nnen Sie ganz einfach Abwesenheiten verwalten, Krankheitstage einsehen und stellen eine gesetzeskonforme Zeiterfassung in Ihrem Unternehmen sicher!<br \/>\n<a name=\"kind\"><\/a><\/p>\n<h2><strong>Kind krank: Lohnfortzahlung?<\/strong><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was passiert, wenn die Kinder von Besch\u00e4ftigten krank werden und die Angestellten aus diesem Grund zu Hause bleiben m\u00fcssen? Haben Arbeitnehmer*innen eigentlich einen Anspruch auf Kinderkrankengeld?\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf eine <strong>Lohnfortzahlung<\/strong>, daher \u00fcbernimmt in diesem Fall die Krankenkasse, dies ist im Sozialgesetzbuch so festgelegt. Der oder die Arbeitgeber*in erh\u00e4lt f\u00fcr diese Tage 70 Prozent des regul\u00e4ren Bruttogehaltes.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Generell gilt pro Kind ein Anspruch auf Krankengeld von 10 Arbeitstagen bzw. 20 Arbeitstagen, wenn es sich bei dem Angestellten um einen alleinerziehenden Elternteil handelt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei mehreren Kindern hat der oder die Angestellte einen Anspruch auf Krankengeld f\u00fcr maximal 25 Arbeitstage; wenn er oder sie alleinerziehend ist, einen Anspruch auf Krankengeld f\u00fcr maximal 50 Arbeitstage. In <\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/sgb_5\/__45.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 45 Abs. 3 SGB V<\/a> steht, dass der Arbeitnehmende durch den Arbeitgebenden in dieser Zeit freigestellt werden muss.\u00a0<\/span><br \/>\n<a name=\"fragen\"><\/a><br \/>\n<script type=\"application\/ld+json\">\n    {\n      \"@context\": \"https:\/\/schema.org\",\n      \"@type\": \"FAQPage\",\n      \"mainEntity\": [{\n        \"@type\": \"Question\",\n        \"name\": \"Wer hat Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall?\",\n        \"acceptedAnswer\": {\n          \"@type\": \"Answer\",\n          \"text\": \"Im Prinzip hat jeder Mitarbeiter Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit. Dazu z\u00e4hlen u.a. 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Die entsprechende Krankenkasse ist informiert und leitet die n\u00f6tigen Schritte von alleine ein.\"}\n        }]\n    }\n<\/script><\/p>\n<h2>H\u00e4ufig gestellte Fragen und Antworten<\/h2>\n<p><strong>Wer hat Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall?<\/strong><\/p>\n<p>Im Prinzip hat jede*r Mitarbeiter*in Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit. Dazu z\u00e4hlen u.a. Arbeitnehmende in Vollzeit, Arbeitnehmende in Teilzeit, Auszubildende, Minijobber*innen, Werkstudierende und Saisonarbeiter*innen.<\/p>\n<p><strong>Braucht der Arbeitnehmende ein \u00e4rztliches Attest, wenn er krank ist?<\/strong><\/p>\n<p>Es kommt darauf an. F\u00e4llt der Mitarbeitende nur kurzfristig aus, braucht er kein Attest. Aber: Ist er l\u00e4nger als drei Kalendertage krank, muss ein \u00e4rztliches Attest vorgelegt werden. So schreibt es das Gesetz vor. Ausnahme: Bei Krankheit im Urlaub muss schon ab dem ersten Krankheitstag ein Attest vorgelegt werden.<\/p>\n<p><strong>Wie lange muss ich meinem Mitarbeitenden Gehalt zahlen, wenn er oder sie krank ist?<\/strong><\/p>\n<p>Arbeitnehmende k\u00f6nnen im Krankheitsfall mit 42 Kalendertagen, also sechs Wochen Entgeltfortzahlung, rechnen. Danach \u00fcbernimmt die Krankenkasse und zahlt ein Krankengeld aus.<\/p>\n<p><strong>Muss ich das Krankengeld f\u00fcr meine Mitarbeitenden bei der Krankenkasse beantragen?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, das Krankengeld muss nicht beantragt werden. Die entsprechende Krankenkasse ist informiert und leitet die n\u00f6tigen Schritte von allein ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob Grippe, Burnout oder ein gebrochenes Bein \u2013 die Zahl an Krankmeldungen in Deutschland steigt stetig an. Im Regelfall werden Arbeitnehmende im Krankheitsfall weiterhin bis zu sechs Wochen von ihrem Arbeitgebenden verg\u00fctet. Doch wie hoch ist die Lohnfortzahlung genau, was passiert nach diesen sechs Wochen und welche Sonderregelungen gilt es zu beachten? In diesem Artikel<a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/lohnfortzahlung\/\" class=\"read-more\"> [&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":67,"featured_media":152902,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[188],"tags":[],"class_list":["post-52916","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-urlaubsmanagement"],"acf":{"topics":"finance"},"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v21.5 (Yoast SEO v21.9.1) - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Wissenswertes zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall | Factorial<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Ein Mitarbeiter ist erkrankt. 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