{"id":92309,"date":"2026-08-11T17:25:24","date_gmt":"2026-08-11T15:25:24","guid":{"rendered":"https:\/\/factorialhr.com\/blog\/?p=92309"},"modified":"2026-08-12T14:57:39","modified_gmt":"2026-08-12T12:57:39","slug":"bewirtungsbeleg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/bewirtungsbeleg\/","title":{"rendered":"Bewirtungsbeleg: aktuelle Regelungen in 2026"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/geschaeftsessen-mit-mitarbeitenden\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Gesch\u00e4ftsessen<\/a> sind in vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Wichtige Verhandlungen und Besprechungen lassen sich oftmals besser bei einem guten Essen als an einem B\u00fcrotisch f\u00fchren. Gesch\u00e4ftsessen werden dabei h\u00e4ufig \u00fcber den sogenannten <strong>Bewirtungsbeleg<\/strong> <strong>steuerlich abgesetzt.<\/strong><\/p>\n<p>Kennen Sie den Unterschied zwischen einer betrieblichen und gesch\u00e4ftlichen Bewirtung? Und wissen Sie, worauf Sie beim Ausf\u00fcllen des Belegs achten sollten?<\/p>\n<p>F\u00fcr den <strong>Bewirtungsbeleg<\/strong> gelten seit dem 1. Januar 2025 versch\u00e4rfte Anforderungen, die das Bundesministerium der Finanzen mit dem BMF-Schreiben vom 19. November 2025 (Az. IV C 6 \u2013 S 2145\/00026\/005\/033) umfassend neu geregelt hat. Worauf Unternehmen und F\u00fchrungskr\u00e4fte f\u00fcr eine korrekte Erstellung achten m\u00fcssen, erfahren Sie im folgenden Artikel.<\/p>\n<h2>Wichtige Fakten<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>Was ist ein Bewirtungsbeleg?<\/strong> Ein Bewirtungsbeleg ist das steuerrechtlich vorgeschriebene Nachweisdokument f\u00fcr gesch\u00e4ftlich veranlasste Bewirtungen. Ohne vollst\u00e4ndigen und korrekten Beleg entf\u00e4llt der Betriebsausgabenabzug vollst\u00e4ndig.<\/li>\n<li><strong>Absetzbarkeit:<\/strong> Gesch\u00e4ftliche Bewirtungskosten sind gem\u00e4\u00df \u00a7 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG zu 70 Prozent als Betriebsausgaben abzugsf\u00e4hig. Die enthaltene Umsatzsteuer kann zu 100 Prozent als Vorsteuer geltend gemacht werden.<\/li>\n<li><strong>Neue Regelungen seit 2025:<\/strong> Das BMF-Schreiben vom 19. November 2025 ersetzt die bisherigen Vorgaben aus dem Jahr 2021 und gilt f\u00fcr alle Bewirtungen ab dem <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Downloads\/BMF_Schreiben\/Steuerarten\/Einkommensteuer\/2025-11-19-bewirtungskosten-als-betriebsausgaben.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1. Januar 2025<\/a>. Handschriftliche Belege werden seither ausdr\u00fccklich nicht mehr anerkannt.<\/li>\n<li><strong>Umsatzsteuer in der Gastronomie:<\/strong> Seit dem 1. Januar 2026 gilt f\u00fcr Speisen in der Gastronomie dauerhaft der erm\u00e4\u00dfigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent. F\u00fcr Getr\u00e4nke verbleibt es beim Regelsteuersatz von 19 Prozent. Dies gilt gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/steueraenderungsgesetz-bundesrat-2383684\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Steuer\u00e4nderungsgesetz 2025<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"factorial-banner inline-banner banner-freebie category-unternehmensvorschriften-gesetze\"\n    data-banner-id=\"164329\"\n    data-banner-type=\"freebie\"\n    data-category=\"Unternehmensvorschriften &amp; Gesetze\">\n    <div class=\"banner-content\">\n        <div class=\"banner-text\">\n                            <h4>Excel: Verpflegungspauschale 2025<\/h4>\n            \n                            <p>Sind Sie dieses Jahr auf Gesch\u00e4ftsreise?\r\n\r\nMit dieser Excel-Tabelle haben Sie den \u00dcberblick \u00fcber alle geltenden Pauschbetr\u00e4ge.<\/p>\n            \n                            <a href=\"https:\/\/4960096.fs1.hubspotusercontent-na1.net\/hubfs\/4960096\/DACH%20Marketing\/Factorial%20Verpflegungspauschale%20Deutschland%20NEW25.xlsx\"\n                    class=\"factorial-cta-button not-prose freebie\" data-cta=\"freebie\" data-cta-position=\"inline-banner\">\n                    Kostenlos herunterladen                <\/a>\n                    <\/div>\n\n        <div class=\"banner-image no-image\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/app\/plugins\/factorial-utilities\/assets\/images\/banners\/inline\/backgrounds\/default_image.svg\" class=\"not-prose\" \/>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<h2 id=\"definition\"><strong>Was ist ein Bewirtungsbeleg?<\/strong><\/h2>\n<p>Der <b>Bewirtungsbeleg<\/b> dient zur Dokumentation der im Rahmen einer gesch\u00e4ftlichen Bewirtung (z. B. Gesch\u00e4ftsessen) anfallenden Kosten. Auf dem<b> Bewirtungsbeleg<\/b> werden alle f\u00fcr die Buchhaltung und das Finanzamt relevanten Angaben notiert. Zweck ist die dadurch m\u00f6gliche steuerliche Absetzbarkeit der Bewirtung.<\/p>\n<p>Achtung: Eine normale Restaurantrechnung ist kein Bewirtungsbeleg. Seit dem 1. Januar 2025 muss der Bewirtungsbeleg zwingend maschinell erstellt und elektronisch aufgezeichnet sein. Handschriftliche Belege erkennt das Finanzamt nicht mehr an, wie das Bundesministerium der Finanzen betont.<\/p>\n<p><strong>Ein Bewirtungsbeleg ist eine spezielle Quittung, auf der zus\u00e4tzliche Angaben enthalten sind, die auf einer gew\u00f6hnlichen Rechnung fehlen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tipp:<\/strong> Bewirtungen im gesch\u00e4ftlichen Rahmen sind dann steuerlich absetzbar, wenn der <b>Bewirtungsbeleg<\/b> vollst\u00e4ndig und korrekt ausgef\u00fcllt ist. Mit dem <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/spesenmanagement\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Spesenmanagement<\/a> von Factorial k\u00f6nnen Ihre Mitarbeitenden direkt \u00fcber die mobile App ein Foto der Quittung hochladen, sodass entsprechende Zahlungen automatisch erfasst werden.<\/p>\n<h2 id=\"unterschied\"><strong>Was ist der Unterschied zwischen betrieblicher und gesch\u00e4ftlicher Bewirtung?<\/strong><\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich wird bei einem Essen, das Sie als Arbeitgeber ausrichten, zwischen einer <strong>betrieblichen und einer gesch\u00e4ftlichen Bewirtung<\/strong> unterschieden.<\/p>\n<h3><strong>Gesch\u00e4ftliche Bewirtung<\/strong><\/h3>\n<p>Zu dieser geh\u00f6rt das klassische Gesch\u00e4ftsessen. Voraussetzung ist, dass bei einem Gesch\u00e4ftsessen immer auch unternehmensfremde Personen anwesend sein m\u00fcssen. Zwar d\u00fcrfen auch eigene Mitarbeitende am Gesch\u00e4ftsessen teilnehmen, jedoch muss die Mindestanzahl von einer unternehmensfremden Person erf\u00fcllt sein.<\/p>\n<p>Die Bewirtung von Kundschaft oder Gesch\u00e4ftspersonen steht in diesem Fall im Vordergrund. Eine gesch\u00e4ftliche Bewirtung ist gem\u00e4\u00df \u00a7 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG zu 70 Prozent als Betriebsausgabe absetzbar, wenn diese in einem Restaurant stattfindet. Die enthaltene Umsatzsteuer kann dar\u00fcber hinaus zu 100 Prozent als Vorsteuer geltend gemacht werden.<\/p>\n<p>30 Prozent der Kosten gelten somit als private Kosten. Findet die Bewirtung im Betrieb der gastgebenden Person statt, ist sie bis zu 100 Prozent steuerlich absetzbar.<\/p>\n<p><strong>Hinweis zur Umsatzsteuer:<\/strong> Seit dem 1. Januar 2026 gilt f\u00fcr Speisen in der Gastronomie dauerhaft der erm\u00e4\u00dfigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent. F\u00fcr Getr\u00e4nke bleibt es beim Regelsteuersatz von 19 Prozent. Dies gilt gem\u00e4\u00df Steuer\u00e4nderungsgesetz 2025, das der Bundesrat am 19. Dezember 2025 verabschiedet hat. Beim Pr\u00fcfen des Bewirtungsbelegs ist daher auf den korrekten Steuerausweis zu achten. Weist die Rechnung f\u00fcr Speisen noch 19 Prozent aus, kann das Finanzamt den Vorsteuerabzug f\u00fcr diesen Beleg versagen.<\/p>\n<p>Achtung: Auf <a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/geschaeftsreisen\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Gesch\u00e4ftsreisen<\/a> sollten die Bewirtungskosten nicht gemeinsam mit den Kosten der Gesch\u00e4ftsreise verrechnet werden.<\/p>\n<h3><strong>Betriebliche Bewirtung<\/strong><\/h3>\n<p>Handelt es sich um ein Essen, bei dem ausschlie\u00dflich Besch\u00e4ftigte des eigenen Unternehmens anwesend sind, liegt eine betriebliche Bewirtung vor. F\u00fcr diese Form der Bewirtung ist kein Bewirtungsbeleg im steuerrechtlichen Sinne erforderlich. Die Kosten sind als Betriebsausgaben zu 100 Prozent steuerlich absetzbar. Zu beachten ist, dass bei Betriebsveranstaltungen ein Freibetrag von 110 Euro pro teilnehmender Person gilt (\u00a7 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG). Dar\u00fcber hinausgehende Betr\u00e4ge sind als Arbeitslohn zu versteuern.<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr die betriebliche Bewirtung sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Weihnachtsfeiern,<\/li>\n<li>Betriebsfeiern,<\/li>\n<li>interne Fortbildungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><iframe src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/y1BY17rbLe4\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h2 id=\"abgrenzung\"><strong>Wann gilt eine Bewirtung als geringf\u00fcgige Aufmerksamkeit?<\/strong><\/h2>\n<p>Nicht alle Speisen und Getr\u00e4nke, die Sie als Arbeitgeber einem Gast anbieten, z\u00e4hlen als Bewirtung. Geringf\u00fcgige Aufmerksamkeiten k\u00f6nnen Sie bis zu 100 Prozent von der Steuer absetzen. Sie unterliegen keiner Aufzeichnungspflicht.<\/p>\n<p>Die Grenze zwischen Bewirtung und geringf\u00fcgiger Aufmerksamkeit ist nicht immer eindeutig. Entscheidend sind in der Regel <strong>Preis, Art und Umfang<\/strong>.<\/p>\n<ul>\n<li>Kaffee, Geb\u00e4ck und Wasser z\u00e4hlen z. B. eindeutig als geringf\u00fcgige Aufmerksamkeit.<\/li>\n<li>Der Ausschank von Alkohol im Rahmen von Besprechungen oder Verhandlungen wird nicht als geringf\u00fcgige Aufmerksamkeit angesehen. Diese Ausgaben k\u00f6nnen dementsprechend nicht als Betriebskosten abgesetzt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Finanzgericht M\u00fcnchen entschied folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p><em>Die von einer selbstst\u00e4ndigen Person steuerlich geltend gemachten Aufwendungen f\u00fcr Alkohol waren laut Finanzgericht nicht dem Anlass angemessen. Daher waren diese auch nicht als Betriebsausgaben anzusehen.\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Der Alkohol wurde als Bewirtung eingestuft und war damit nur noch bis zu 70 Prozent steuerlich absetzbar. H\u00f6chstrichterlich gibt es hier allerdings noch keine Entscheidung. Der Zusammenhang muss also stets betrachtet werden.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Wichtig! Ausschlaggebend f\u00fcr eine Bewirtung ist, dass das Essen bei einem Anlass im Vordergrund steht. Fingerfood kann also unter Umst\u00e4nden als Aufmerksamkeit angesehen werden. Ein Buffet w\u00fcrde ganz sicher als Bewirtung betrachtet werden.<\/p>\n<p>Tipp: Ein Glas Sekt nach einem Projektabschluss kann sicherlich als geringf\u00fcgige Aufmerksamkeit abgegolten werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/spesenmanagement\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\ud83d\udc49 Spesen k\u00f6nnen automatisch als zus\u00e4tzliche Erg\u00e4nzung in der Lohnbuchhaltung widergespiegelt werden. Lernen Sie Factorial kennen.\u00a0<\/a><\/p>\n<h2 id=\"ausfuellen\"><strong>Wie f\u00fcllt man einen Bewirtungsbeleg korrekt aus?<\/strong><\/h2>\n<p>Worauf m\u00fcssen Sie achten, wenn Sie einen <b>Bewirtungsbeleg<\/b> ausf\u00fcllen?<\/p>\n<ul>\n<li>Der Beleg muss allen Anforderungen des <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/ustg_1980\/__14.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> \u00a7 14 des Umsatzsteuergesetzes zur Ausstellung von Rechnungen (UStG)<\/a> entsprechen.<\/li>\n<li>Die notwendigen Angaben unterscheiden sich dabei je nach H\u00f6he der Rechnung.<\/li>\n<li>Bei Gesch\u00e4ftsessen mit einer Rechnung bis 250 Euro sind die Regelungen etwas lockerer. Diese werden in der Gesetzgebung als sogenannte Kleinbetragsrechnungen betrachtet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Achtung: Diese Angaben beziehen sich auf Gesch\u00e4ftsessen in einem Restaurant. Findet die Bewirtung im eigenen Betrieb statt, sind die Regeln nicht ganz so streng.<\/p>\n<p>Einen<b> Bewirtungsbeleg <\/b>korrekt auszuf\u00fcllen, damit dieser vom Finanzamt anerkannt wird, ist nicht immer einfach. Folgende Inhalte sollten Sie beachten:<\/p>\n<p><strong>Wichtig:<\/strong> Das Bundesministerium der Finanzen hat mit dem BMF-Schreiben vom 19. November 2025 (Az. IV C 6 \u2013 S 2145\/00026\/005\/033) die Anforderungen an Bewirtungsbelege grundlegend neu geregelt. Dieses Schreiben ersetzt die bisherigen Vorgaben aus dem Jahr 2021 und gilt f\u00fcr alle Bewirtungen ab dem 1. Januar 2025. Nicht ordnungsgem\u00e4\u00df erstellte oder handschriftliche Belege werden ausdr\u00fccklich nicht mehr anerkannt und f\u00fchren zum vollst\u00e4ndigen Ausschluss des Betriebsausgabenabzugs.<\/p>\n<h3><strong>Vom Restaurant auszuf\u00fcllen:<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Name und Anschrift<\/strong> des Restaurants beziehungsweise Ort der Bewirtung (beispielsweise eigener Betrieb)<\/li>\n<li><strong>Getr\u00e4nke und Speisen:<\/strong> Die Getr\u00e4nke und Speisen m\u00fcssen genau aufgeschl\u00fcsselt werden. Eine allgemeine Notiz wie \u201e4 x Hauptspeise\u201c reicht nicht aus.<\/li>\n<li><strong>Nettobetrag und Datum<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Von der gastgebenden Person auszuf\u00fcllen:<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Anlass der Bewirtung:<\/strong> Es reicht nicht aus, lediglich \u201eGesch\u00e4ftsessen\u201c oder \u201egesch\u00e4ftliche Besprechung\u201c einzutragen. Der Anlass muss konkretisiert werden.<\/li>\n<li><strong>Namen und Firmenzugeh\u00f6rigkeit aller Teilnehmenden<\/strong>, einschlie\u00dflich des eigenen Namens. Bei gr\u00f6\u00dferen Gruppen reicht es allerdings aus, die Personengruppe zu benennen.<\/li>\n<li><strong>Trinkgeld:<\/strong> Das Trinkgeld z\u00e4hlt als Nebenleistung zur Bewirtung und kann zu 70 Prozent als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Ein Vorsteuerabzug ist auf Trinkgelder nicht m\u00f6glich, wie das Bundesministerium der Finanzen klarstellt. Idealerweise wird das Trinkgeld direkt beim Bezahlvorgang \u00fcber das Kassensystem erfasst, sodass es auf dem maschinellen TSE-Beleg ausgewiesen wird. Alternativ muss das Servicepersonal den Betrag handschriftlich auf dem Beleg best\u00e4tigen.<\/li>\n<li><strong>Eigene Unterschrift<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Finanzamt sieht solche Anl\u00e4sse im Rahmen eines Essens als gesch\u00e4ftlich an, bei denen beispielsweise:<\/p>\n<ul>\n<li>Vertr\u00e4ge abgeschlossen werden,<\/li>\n<li>Gesch\u00e4ftsbeziehungen gepflegt oder Handelsbeziehungen unterhalten werden,<\/li>\n<li>Gesch\u00e4fte gemacht werden oder<\/li>\n<li>\u00fcber gemeinsame Projekte gesprochen wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ist die Quittung nicht gro\u00df genug, um die Angaben einzutragen, m\u00fcssen Sie einen <strong>separaten <\/strong><b>Bewirtungsbeleg<\/b> ausf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Bei Rechnungen <strong>ab 250 Euro m\u00fcssen zus\u00e4tzliche Angaben<\/strong> auf dem Bewirtungsbeleg gemacht werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Steuernummer des Gastronomiebetriebs<\/li>\n<li>Fortlaufende Rechnungsnummer des Gastronomiebetriebs<\/li>\n<li>Netto- und Bruttobetrag, angewendeter Steuersatz<\/li>\n<li>Ab 250 Euro muss der Name der gastgebenden Person vom Gastronomiebetrieb eingetragen werden. Alles unter diesem Betrag gilt als <strong>Kleinbetragsrechnung<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"regelungen\"><strong>Aktuelle Regelungen 2026<\/strong><\/h2>\n<p>Welche aktuellen Bedingungen f\u00fcr die Erstellung eines <b>Bewirtungsbelegs<\/b> m\u00fcssen Sie beachten?<\/p>\n<p>Bewirtungsbelege m\u00fcssen \u2026<\/p>\n<ul>\n<li><strong>maschinell erstellt<\/strong> sein und den Namen und die Anschrift des Restaurants, das Datum, die genaue Auflistung der verzehrten Speisen und Getr\u00e4nke sowie den Rechnungsbetrag enthalten.<\/li>\n<li><strong>elektronisch aufgezeichnet<\/strong> sein. Aus dem Bewirtungsbeleg muss klar hervorgehen, welche <strong>technische Sicherheitseinrichtung (TSE)<\/strong> das Kassensystem verwendet. F\u00e4llt die TSE aus, akzeptiert das Finanzamt Belege ausnahmsweise auch ohne TSE-Angaben. Die \u00fcbrigen Pflichtangaben m\u00fcssen jedoch vollst\u00e4ndig vorhanden sein, so das Bundesministerium der Finanzen.<\/li>\n<li>die <strong>Transaktions- und Seriennummer<\/strong> enthalten.<\/li>\n<li>den<strong> Beginn und das Ende<\/strong> des Gesch\u00e4ftsessens enthalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Digitale Archivierung und Verkn\u00fcpfung:<\/strong> Bewirtungsbelege m\u00fcssen GoBD-konform revisionssicher archiviert werden. Ein digitaler oder digitalisierter Eigenbeleg muss digital mit der Bewirtungsrechnung oder dem Kassenbeleg verkn\u00fcpft sein. Dies erfolgt etwa \u00fcber eine eindeutige Belegnummer, einen Barcode oder ein Dokumentenmanagementsystem. Rechnung und Eigenbeleg m\u00fcssen jederzeit eindeutig einander zugeordnet werden k\u00f6nnen. Fehlt diese Verkn\u00fcpfung, versagt das Finanzamt den Betriebsausgabenabzug.<\/p>\n<p><strong>Aufbewahrungsfrist:<\/strong> Bewirtungsbelege als Buchungsbelege sind gem\u00e4\u00df \u00a7 147 AO in Verbindung mit dem B\u00fcrokratieentlastungsgesetz IV (BEG IV) acht Jahre aufzubewahren. Bis Ende 2024 galt eine Frist von zehn Jahren, wie die IHK Berlin best\u00e4tigt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/spesenmanagement\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\ud83d\udc49 Genehmigen und lehnen Sie Ausgaben sekundenschnell ab. Mit Factorial.\u00a0<\/a><br \/>\n<a title=\"Alle Vorteile von Factorial entdecken\" href=\"https:\/\/factorialhr.de\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Alle Vorteile von Factorial entdecken<\/a><\/p>\n<h2><strong>H\u00e4ufige Fehler beim Bewirtungsbeleg \u2013 und wie Sie sie vermeiden<\/strong><\/h2>\n<p>Folgende Fehler f\u00fchren in der Praxis am h\u00e4ufigsten zur Nichtanerkennung durch das Finanzamt:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Zu vager Anlass:<\/strong> Angaben wie \u201eGesch\u00e4ftsessen\u201c oder \u201eKundenpflege\u201c reichen nicht aus. Der Anlass muss so konkret formuliert sein, dass eine au\u00dfenstehende Person den betrieblichen Zusammenhang sofort erkennt \u2013 zum Beispiel: \u201eVertragsverhandlung Rahmenvertrag Lieferant XY\u201c oder \u201eBesprechung Projektplanung Produktlaunch Q3 2026\u201c.<\/li>\n<li><strong>Fehlende TSE-Angaben:<\/strong> Fehlen Transaktionsnummer oder TSE-Seriennummer auf dem Kassenbon, sollte dies direkt beim Servicepersonal reklamiert werden.<\/li>\n<li><strong>Handschriftliche Erg\u00e4nzungen bei Betr\u00e4gen \u00fcber 250 Euro:<\/strong> Bei Rechnungen \u00fcber 250 Euro muss der Name der bewirtenden Person maschinell durch das Restaurant auf den Beleg aufgedruckt werden. Nachtr\u00e4gliche handschriftliche Erg\u00e4nzungen reichen f\u00fcr den Vorsteuerabzug nicht aus.<\/li>\n<li><strong>Versp\u00e4tete Dokumentation:<\/strong> Die Pflichtangaben m\u00fcssen zeitnah nach der Bewirtung eingetragen werden. Nachtr\u00e4gliche Erg\u00e4nzungen werden vom Finanzamt kritisch beurteilt.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"vorlage\"><strong>Welche Vorlage eignet sich f\u00fcr den Bewirtungsbeleg?<\/strong><\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich stellen Restaurants eigene Vorlagen f\u00fcr den Bewirtungsbeleg bereit. Da seit dem 1. Januar 2025 ausschlie\u00dflich maschinell erstellte und elektronisch aufgezeichnete Belege steuerlich anerkannt werden, ist die Restaurantvorlage in der Regel die sicherste Wahl. Das Bundesministerium der Finanzen schreibt lediglich vor, welche Angaben der Beleg enthalten muss, nicht aber in welcher Form. Eine eigene Vorlage ist daher zul\u00e4ssig, sofern alle Pflichtangaben gem\u00e4\u00df \u00a7 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG enthalten sind.<\/p>\n<p>Da diese Belege meistens auf Thermopapier ausgestellt werden, das schnell verblasst, sollten Sie sichergehen, dass die <strong>Belege zeitnah digitalisiert<\/strong> werden.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df den GoBD-Anforderungen muss die digitale Kopie revisionssicher archiviert werden. Ein einfaches Foto im Smartphone-Ordner gen\u00fcgt nicht. Das Spesenmanagement von Factorial erm\u00f6glicht es Besch\u00e4ftigten, Belege direkt \u00fcber die mobile App zu fotografieren und GoBD-konform zu archivieren. Dadurch werden Rechnung und Eigenbeleg automatisch verkn\u00fcpft und f\u00fcr die Buchhaltung bereitgestellt.<\/p>\n<p>N\u00fctzlich kann eine eigene Vorlage eines Bewirtungsbelegs dann werden, wenn die Bewirtung bei Ihnen im Unternehmen selbst stattfindet.<\/p>\n<p>Im Internet gibt es zahlreiche Vorlagen, oft abgestimmt auf die jeweilige Branche. Das Handwerksmagazin bietet ein <a href=\"https:\/\/www.handwerk-magazin.de\/produkt\/bewirtungsbeleg-vordruck-228421\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bewirtungsbelegmuster<\/a> f\u00fcr kleinere Selbstst\u00e4ndige und Unternehmende an, das Sie kostenlos downloaden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2><strong>Bewirtungsbeleg im Ausland<\/strong><\/h2>\n<p>Auch bei Bewirtungen im Ausland m\u00fcssen die deutschen Nachweisanforderungen grunds\u00e4tzlich erf\u00fcllt werden. Das Bundesministerium der Finanzen weist im BMF-Schreiben vom 19. November 2025 darauf hin, dass bei Auslandsbewirtungen Ausnahmen m\u00f6glich sind, wenn im betreffenden Staat bestimmte Nachweiserfordernisse nicht gelten. In der Praxis empfiehlt es sich, auch bei Auslandsbewirtungen alle verf\u00fcgbaren Belege zu sammeln und zeitnah zu erg\u00e4nzen.<\/p>\n<h2>FAQ<\/h2>\n<h3>Wie muss ein Bewirtungsbeleg \u00fcber 250 \u20ac aussehen?<\/h3>\n<p>Ein Bewirtungsbeleg \u00fcber 250 \u20ac muss zus\u00e4tzlich zu den Grundangaben die Steuernummer und eine fortlaufende Rechnungsnummer des Restaurants enthalten. Au\u00dferdem m\u00fcssen der Netto- und Bruttobetrag mit Steuersatz aufgef\u00fchrt und der Name des Gastgebers vom Gastwirt auf dem Beleg vermerkt sein.<\/p>\n<h3>Welche Regeln gelten f\u00fcr gesch\u00e4ftliche Bewirtungskosten?<\/h3>\n<p>Gesch\u00e4ftliche Bewirtungskosten sind steuerlich absetzbar, wenn externe Personen (z. B. Kund*innen) teilnehmen und der Anlass klar gesch\u00e4ftlich ist. Die Kosten sind in der Regel zu 70 % abzugsf\u00e4hig und erfordern einen l\u00fcckenlos ausgef\u00fcllten, maschinell erstellten Bewirtungsbeleg als Nachweis f\u00fcr das Finanzamt.<\/p>\n<h3>Wann sind Bewirtungskosten nur zu 70 abzugsf\u00e4hig?<\/h3>\n<p>Bewirtungskosten sind zu 70 % abzugsf\u00e4hig, wenn es sich um eine gesch\u00e4ftliche Bewirtung handelt, an der externe Personen wie Gesch\u00e4ftspartner*innen oder Kund*innen teilnehmen. Die restlichen 30 % werden als nicht abzugsf\u00e4hige Betriebsausgaben gewertet, die der privaten Lebensf\u00fchrung zugeordnet werden.<\/p>\n<h3>Wie muss ein korrekter Bewirtungsbeleg aussehen?<\/h3>\n<p>Ein korrekter Bewirtungsbeleg muss maschinell erstellt sein und Ort, Datum, alle Teilnehmer*innen sowie den genauen gesch\u00e4ftlichen Anlass auflisten. Zudem sind eine detaillierte Aufschl\u00fcsselung der Speisen und Getr\u00e4nke sowie seit 2023 Angaben zur elektronischen Aufzeichnung (TSE) des Kassensystems erforderlich.<\/p>\n<h3>Kann ich 150 Euro f\u00fcr ein Bewirtungsessen als Rechnung absetzen?<\/h3>\n<p>Ja, eine Rechnung \u00fcber 150 \u20ac f\u00fcr ein Gesch\u00e4ftsessen kann als Kleinbetragsrechnung abgesetzt werden, wobei 70 % der Kosten als Betriebsausgaben gelten. Wichtig ist ein korrekt ausgef\u00fcllter Bewirtungsbeleg. Mit einer All-in-one-Unternehmenssoftware wie Factorial k\u00f6nnen solche Belege einfach digital erfasst und verwaltet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesch\u00e4ftsessen sind in vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Wichtige Verhandlungen und Besprechungen lassen sich oftmals besser bei einem guten Essen als an einem B\u00fcrotisch f\u00fchren. Gesch\u00e4ftsessen werden dabei h\u00e4ufig \u00fcber den sogenannten Bewirtungsbeleg steuerlich abgesetzt. Kennen Sie den Unterschied zwischen einer betrieblichen und gesch\u00e4ftlichen Bewirtung? Und wissen Sie, worauf Sie beim Ausf\u00fcllen des Belegs achten<a href=\"https:\/\/factorialhr.de\/blog\/bewirtungsbeleg\/\" class=\"read-more\"> [&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":112,"featured_media":198464,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[393],"tags":[],"class_list":["post-92309","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unternehmensvorschriften-und-gesetze"],"acf":{"topics":"finance-expenses"},"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v21.5 (Yoast SEO v21.9.1) - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Bewirtungsbeleg: Definition, Regelungen und Vorlage | Factorial<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Der Bewirtungsbeleg dient zur Dokumentation der im Rahmen einer gesch\u00e4ftlichen Bewirtung anfallenden Kosten. 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