Transkript
Ist es der richtige Weg zum Erfolg, das Geld nicht an erste Stelle zu setzen?
Für mich ja oder für uns, bei Karl Anders, auf jeden Fall.
Geld verdienen ist ein Ergebnis von erfolgreicher Arbeit.
Das sollte nie das Ziel sein, weil es den Prozess behindert.
Es steht dem Prozess einfach nicht wirklich gut zur Verfügung, wenn das Geld verdienen an erster Stelle steht.
Geld verdienen muss immer am Ende ein Ergebnis sein.
Bei einem erfolgreichen Projekt ist das auch so in aller Regel,wobei man den Erfolg eines Projektes aus unserer Sicht nicht immer auch am schnöden Mammon, irgendwie am Geld festmachen kann, sondern ein Projekt ist für uns aus vielerlei Perspektive erfolgreich oder lukrativ, wenn es eben etwas Großes bewirkt, wenn wir Menschen helfen können, wenn wir Aufgaben lösen können, mit dem, was wir tun, wenn Contemporary Branding dafür hilft, Marken zukunftsfähig zu machen, Unternehmen zu transformieren, Branchen zu transformieren, dann ist das für uns mindestens genauso wichtig wie das Geldverdienen.
Manchmal gibt es Projekte und Cases, die wir machen,wo wir originär erst mal kein Geld verdienen, die sich aber später irgendwann auszahlen,auch in einem monetären Sinne, weil sie ein Folgeprojekt nach sich ziehen, weil es von uns aus ein Investment ist, vielleicht in eine Branche, in der wir noch nie gearbeitet haben, zum Beispiel, dass wir sagen, okay, wir sind Newcomer in einem bestimmten Feld, sagen wir mal, Food oder FMCG ist jetzt etwas, was wir noch nicht so häufig gemacht haben.
Da sind wir gerade in einer Zusammenarbeit mit einem Kunden, in die wir auf jeden Fall investieren, auch weil wir uns davon versprechen, dass daraus Folgeaufträge entstehen und dementsprechend steht jetzt in diesem Moment das Geldverdienen nicht an erster Stelle.
Das kommt irgendwann später, wenn wir uns diese Branche ein bisschen mehr erschlossen haben und weitere Cases haben.
Und das heißt, für uns sind Projekte auch immer Investmentmöglichkeiten.
Als Agentur hat man nicht so wahnsinnig viele Möglichkeiten, zu investieren.
Wir können in Infrastruktur investieren, wir können in Menschen investieren und wir können in Projekte und Ideen investieren.
Und all das führt im Idealfall dazu, dass irgendwann aus diesen Investments dann auch wieder Erträge entstehen.
Welche Rolle spielen Werte bei Entscheidungen, die ihr trefft?
Grundsätzlich sind Claudia und ich in der Geschäftsführung … Also Claudia ist meine kongeniale Partnerin, genauso wie ich auch eine Grenzgängerin und auch eine Grenzsprengerin, wenn es sein muss.
Die hat die gleiche Philosophie auch von der Art und Weise, wie Ideen entstehen,wie der Organismus eines Unternehmens sein muss.
Und wir teilen die gleichen Werte.Deswegen arbeiten wir seit vielen, vielen Jahren erfolgreich zusammen.
Das ist das, was uns zusammengebracht hat.Und wir entscheiden eben auf Basis unseres Wertesystems.
Also wir definieren uns als Wertegemeinschaft.Wir haben einen klaren Kompass, was diese Werte angeht, und der leitet uns auch in schwierigen Zeiten immer zu den richtigen Entscheidungen.
Und insbesondere, wenn es um solche Themen wie Investments geht,um die finanziellen Rahmenbedingungen der Agentur, um die Idee davon, wie man weiter wachsen möchte, wohin man wachsen möchte, mit wem man wachsen möchte.
