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Transkript

00:13

Kreative Ideen zu haben, ist das eine – wie managt man es, sie auch wirklich umzusetzen?

00:21

Da gibt es aus meiner Sicht ganz, ganz, ganz viele Ansätze.

00:25

Ich bin schon ein Fan davon, mit dem weißen Blatt Papier zu starten und hier bedarf es einfach einem anderen Setting.

00:34

Es ist notwendig, Teams aus dem Daily-Business und dem normalen Environment hinauszunehmen, ein anderes Setting zu schaffen, vielleicht in die Natur zu gehen oder was auch immer und hier natürlich den kreativen Raum zu öffnen.

00:50

Das ist das eine.Und vor allem auch motivieren zum Großdenken.

00:54

Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt.Wenn ich solche Prozesse starte oder in der Vergangenheit gestartet habe, dann sage ich immer: „Es gibt keine Vorgaben, es gibt keine Limitationen, der Kopf soll völlig frei sein und es geht jetzt wirklich nur mal darum, groß zu denken und diese großen Gedanken auf Papier zu bringen.“ Ich glaube, das ist einmal wirklich der erste Schritt, hier sehr, sehr groß aufzumachen und mit dem weißen Blatt Papier zu starten und entsprechend das Setting so zu gestalten, dass man völlig raus aus dem Alltag ist und völlig frei sein kann in seinem Tun und Schaffen.

01:30

Ja, und wie managt man das dann auch wirklich umzusetzen?

01:33

Im nächsten Schritt natürlich wesentlich, das auf Praktikabilität zu überprüfen und da braucht es natürlich jetzt einen Prozess.

01:41

Da gibt es auch viele Projektmanagementprozesse, wo man sich dann anschaut, mit Prototypen und so weiter, ist das etwas, was umsetzbar ist?

01:52

Und ich bin ein großer Fan von Trial and Error.Das heißt tatsächlich auch einmal ausprobieren, in die Umsetzung zu gehen,nicht im Vorfeld schon zu sagen, etwas geht nicht, sondern Test-Balons zu starten.

02:06

Ich bin ein wahnsinnig großer Fan von Pilotprojekten, wo man wirklich schaut, im kleinen Setting, im in einem kleinen Rahmen, wie kann man solche Dinge ausprobieren?

02:18

Das ist auch, glaube ich, der Innovationsansatz heutzutage, den große Unternehmen gehen, hier die Räume zu schaffen und sich aber auch einzugestehen Ideen immer entlang des Prozesses zu evaluieren: Wie schaut es aus mit der Machbarkeit?

02:33

Wie schaut es aus mit der Umsetzbarkeit?Und wenn die nicht gegeben ist, einen Schritt zurück und optimieren und reoptimieren oder adaptieren.

02:41

Und für diesen Prozess muss es einfach Raum geben.

02:45

Der muss geschaffen werden, dafür muss es Strukturen geben und dafür muss es natürlich auch Support vom Management geben.

02:53

Hier sowohl Ressource als auch Mindset freizumachen machen,dass dieser Prozess möglich ist.

03:02

Du hast auch über Dialog als Mittel zur Ideenimplementierung gesprochen.

03:09

Ich glaube, es ist wahnsinnig wichtig, einfach im ständigen Dialog zu sein und die Perspektive zu wechseln.

03:18

Und mit Perspektive wechseln meine ich, einfach aus dem Unternehmensumfeld raus auf die andere Seite, sei es jetzt auf eine Kundenseite,auf eine Stakeholder-Gruppenseite, um viele,viele unterschiedliche Perspektiven mit einzubringen und hier den Dialog zu suchen und dieses Zielgruppen-Management dann zu nutzen, um das bestmögliche Resultat zu schaffen.

03:48

Weil am Ende geht es ja immer das Endprodukt, egal in welchem Setting.

03:54

Und hier ist es einfach wichtig, nicht aus der Perspektive des Unternehmens drauf zu schauen, sondern aus der Perspektive desjenigen, der dieses Produkt dann letztlich nutzt.

04:03

Und da ist es einfach notwendig, ständig im Austausch und im Dialog zu sein, mit Peer-Groups zu arbeiten, Dialog-Gruppen,mit diversen anderen Stakeholder-Gruppen,um hier möglichst den Prozess zu komplementieren.