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Transkript

00:03

Familiengeschichte vs beruflicher Werdegang Rita, bitte.

00:09

Noch einen?Bitte.Ich komme nicht ran!

00:18

Ein Kompass!Wie läuft das also?So,wir müssen den mit den ausrichten.

00:25

Na gut, ich habe so eins in meinem Notfallkoffer.Falls Sie noch keins haben, empfehle ich ein Notfallkoffer vorzubereiten.

00:32

Gut, die Frage vom Kompass ist: "Wie hat Ihre Familiengeschichte Ihr Berufsleben beeinflusst?" Gute Frage.

00:44

Meine Familie stammt aus einfachen Verhältnissen in Serra das Minas.

00:47

Meine Eltern hatten jeweils zwei Jobs, um meiner Schwester und mir mehr Komfort zu schaffen.

00:52

Mein Vater war bänker und verkaufte Bücher vom "Círculo de Lectores".

00:56

Neulich war ich in einer Fakultät und musste der Jugend erklären was "Círculo de Lectores" überhaupt ist.

01:00

Also sagte ich dass es wie ein Fnac sei aber von Tür zu Tür.

01:03

Und sie verstanden es.Meine Mutter war in der Sonderpädagogik und verkaufte Modeschmuck.

01:07

Mein ganzes Leben, ging ich in öffentlichen Schulen und hörte von meinen Eltern dass es wichtig sei einen Job mit Zukunft zu haben, einen stabilen Job einen Job mit dem ich gut verdiene,einen Job der mir irgendwie ein stabiles Leben verschaffen könne.

01:22

Es war ungefähr in der zehnten Klasse als ich ein Fach hatte was T.O.E. hieß in der öffentlichen Mem Martins Schule. Mein Lehrer sagte mir, weil ich gute Noten hatte, also 19 von 20 Punkten, sagte er: "Rita, wenn dir das Spaß macht, solltest du die BWL-Prüfung machen weil du viel Arbeit haben wirst und viel Geld verdienen wirst." Diese Wörter ergaben total Sinn in meinem Kopf, weil sie sich anpassten an dem was meine Eltern mir zuhause sagten."Du musst einen Job mit Zukunft haben, mit stabilität." Das heißt, viel arbeiten.

01:51

Wir alle tuen es.Viel Geld zu verdienen fand ich eine fantastische Gelegenheit.

01:55

Diese Wörter von meinem Lehrer verwandelten sich also fast in meinen ersten Karriereplan.

02:01

Ohne damals zu wissen was ein Karriereplan überhaupt ist ohne einen strukturierten Plan.

02:05

Also ging ich in die einzige Fakultät in Lisboa wo die eine Hochschulbildung für die BWL-Prüfung anboten, der ISCAL.

02:12

Ich war die erste in meiner Familie die zu Uni ging, also konnten mir meine Eltern nicht helfen zu entscheiden welche die bessere Fakultät wäre.

02:19

Ich ging aber zu ISCAL, die einzige Fakultät die eine solche Ausbildung anbot Nach dem Abschluss im ISCAL, kam ich in die Deloitte rein, so wie mein Lehrer es mir sagte, arbeitete ich ganz viel.

02:29

Viel Geld zu verdienen war relativ, Man verdiente nicht mal Tausend Euro.

02:33

Damals waren das 175 Tausend portugiesische Escudos.

02:36

Die Geschichte meiner Familie hatte also einen großen Einfluss.

02:42

Meine Eltern fingen an sehr jung zu arbeiten. Meine Mutter kam aus Guarda nach Lisboa um bei ihrer Patin im Haus zu arbeiten und parallel zu studieren.

02:52

Ich weiss von meinen Eltern was es heißt Opfer zu bringen um die eigenen Ziele die ich hatte, zu erreichen. Ich hatte immer Wille und Lust meine Eltern stolz zu machen, mehr zu erreichen, über mich hinaus zu wachsen, und daher war ich immer eine gute Schülerin, und wollte schon immer meine Träume verfolgen um sie irgendwie zu verwicklichen. Stolz zu sein und dass sich meine Eltern daran erfreuen meinen Werdegang zu verfolgen und sie froh waren dass ich meine Träume verwickliche und versuche weiter voranzukommen und meine Ziele erreiche.

03:28

Ich habe viel meinen Eltern zu verdanken: die Resilienz, die Anpassungsfähigkeit diesen unermüdlichen Willen weiterzukommen, dass sie mir nie die Flügel gestutzt haben wie wir in Portugal sagen, und dass sie mich immer darin unterstütz haben, alles zu verfolgen, was ich mir vorgenommen habe.