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IT-Management

Die 7 besten Jamf-Alternativen im Jahr 2026

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5 Minuten Lesezeit
HR auf der einen Seite, IT auf der anderen?
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Jamf gehört zu den bekanntesten Lösungen für das Management von Apple-Geräten. Das 2002 gegründete Unternehmen ist seit über zwei Jahrzehnten auf das Apple-Ökosystem spezialisiert. Die native Integration mit Apple Business Manager, der Day-one-Support für neue macOS- und iOS-Versionen sowie Funktionen wie Declarative Device Management (DDM) machen Jamf zur Referenzlösung für Unternehmen mit einer reinen Apple-Flotte.

Das Problem: Genau diese Spezialisierung ist auch die größte Einschränkung. Die meisten IT-Teams verwalten heute hybride Umgebungen mit macOS, Windows, Linux, iOS und Android. Eine Apple-only-Lösung zwingt sie dazu, zusätzliche Tools einzuführen, was den operativen Aufwand erhöht und die Gesamtkosten in die Höhe treibt.

Warum IT-Teams nach Alternativen zu Jamf suchen

Neben dem Multi-OS-Thema gibt es meist sehr konkrete operative Gründe, warum Unternehmen beginnen, andere Lösungen zu evaluieren.

Kosten und Preismodell

Jamf Pro startet bei rund 3,67 € pro Gerät und Monat für iOS und 7,89 € für macOS. Der Business-Plan liegt bei etwa 13,65 € pro Gerät. Wer eine gemischte Flotte betreibt, zahlt damit einen Premiumpreis für ein Tool, das nur einen Teil der Geräte abdeckt. Hinzu kommt: Nutzer berichten zunehmend von Preiserhöhungen bei Vertragsverlängerungen, was die Budgetplanung erschwert.

Steile Lernkurve

Jamf ist leistungsstark, setzt aber erhebliches technisches Know-how voraus. Allein die Einrichtung von Jamf Connect erfordert App-seitige Konfigurationen im Identity Provider, das Erfassen von Client Credentials, Rollenzuweisungen und das Management von Konfigurationsprofilen. Das ist eher etwas für erfahrene Administratoren als für kleine oder generalistische IT-Teams.

Eingeschränkte Flexibilität bei der Bereitstellung

Neuere Funktionen wie DDM sind ausschließlich in Jamf Cloud verfügbar. Unternehmen, die On-Premise- oder hybride Bereitstellungen benötigen, stoßen damit zunehmend an Grenzen.

Overhead bei grundlegenden Workflows

Viele IT-Teams brauchen schlicht eine Lösung, um Geräte auszurollen, Sicherheitsrichtlinien anzuwenden, Apps bereitzustellen und den Bestand im Blick zu behalten. Jamf kann das alles, bringt aber mehr Setup- und Pflegeaufwand mit, als diese Anwendungsfälle in der Regel erfordern.

Die wichtigsten Jamf-Konkurrenten im Überblick

  1. Factorial IT

  2. JumpCloud

  3. Hexnode

  4. NinjaOne

  5. ManageEngine

  6. Ivanti

  7. Atera

1. Factorial IT

Factorial IT ist die stärkste Alternative für Unternehmen, die gemischte Geräteflotten verwalten wollen, ohne zusätzliche Komplexität einzuführen. Im Gegensatz zu klassischen MDM-Lösungen, die rein technisch gedacht sind, verbindet Factorial IT das Gerätemanagement mit HR- und Mitarbeiterprozessen. Onboarding, Offboarding, Rollenwechsel und Compliance lassen sich an einem Ort steuern.

Ideal für: KMU und Mid-Market-Unternehmen mit gemischten Flotten, die den IT-Alltag vereinfachen wollen, ohne auf hochspezialisierte Admin-Profile angewiesen zu sein.

Wichtigste Vorteile

  • Echtes Multi-OS-Management über eine zentrale Konsole für macOS, Windows, Linux, iOS und Android, inklusive Echtzeit-Inventar, Gerätestatus und Remote-Aktionen
  • Zero-touch Enrollment via Apple Business Manager und Windows Autopilot, sodass vorkonfigurierte Geräte direkt an Mitarbeitende verschickt werden können
  • Dynamische Richtlinien, die automatisch nach Rolle, Team, Betriebssystem oder Sicherheitsstatus greifen und sich bei Positionswechseln oder Austritten selbst aktualisieren
  • Automatisierte Compliance für SOC 2, ISO 27001 und DSGVO mit zentralisierten Logs und Nachweisen
  • Integrierte AI Agents zur Entlastung des IT-Teams bei häufigen Anfragen und Routineaufgaben
  • Native HR-Anbindung, sodass Eintritte, Austritte oder Abteilungswechsel automatisch in die Gerätekonfiguration einfließen
  • Direkter Support ohne Umweg über Reseller

Wichtigste Nachteile

  • Für Unternehmen mit reiner Apple-Flotte und sehr spezifischen Anforderungen bleibt Jamf in der Tiefe des Apple-nativen Managements weiterhin sehr stark
  • Spezialfälle wie Apple TV oder Education-Umgebungen sind bei Apple-first-Lösungen besser abgedeckt

2. JumpCloud

Gerätemanagement in einem Tool vereint. Das ist besonders interessant für Unternehmen, die mehrere Ebenen ihres IT-Stacks konsolidieren wollen, vor allem in verteilten Arbeitsumgebungen.

Ideal für: Cloud-first-Unternehmen, die Verzeichnisdienst, Zugriff und grundlegendes Gerätemanagement zusammenführen wollen.

Wichtigste Vorteile

  • Vereint Identität, Zugriff und Gerätemanagement in einer Plattform
  • Unterstützt mehrere Betriebssysteme einschließlich Linux
  • Hilft dabei, Teile des IT-Stacks zu konsolidieren

Wichtigste Nachteile

  • Die Kosten können mit steigender Nutzerzahl schnell wachsen
  • Das Device Management ist nicht immer so tiefgehend wie bei fokussierteren Lösungen
  • Reporting und Audit-Funktionen sind für anspruchsvollere Anforderungen oft begrenzt

3. Hexnode

Hexnode ist eine UEM-Lösung mit breiter Unterstützung für unterschiedliche Betriebssysteme und Gerätetypen. Die Plattform eignet sich besonders dort, wo Unternehmen vielseitige Umgebungen verwalten müssen, ohne direkt in schwere Enterprise-Lösungen zu wechseln.

Ideal für: Unternehmen mit heterogenen Flotten, die ein flexibles und vergleichsweise zugängliches Tool suchen.

Wichtigste Vorteile

  • Breite Betriebssystem- und Geräteunterstützung
  • Gut geeignet für Mobility- und Kiosk-Szenarien
  • Oft preislich wettbewerbsfähig im Vergleich zu anderen UEM-Lösungen

Wichtigste Nachteile

  • Einige fortgeschrittene Funktionen sind nur in höheren Tarifen verfügbar
  • Die Desktop-Erfahrung ist nicht immer so ausgereift wie im mobilen Bereich
  • Schwächer, wenn tiefere Automatisierungen oder strategische Prozesse gefragt sind

4. NinjaOne

NinjaOne ist eine cloud-native Plattform mit Fokus auf IT Operations und Endpoint Management. Zwar deckt sie Teile des Gerätemanagements ab, ihre eigentliche Stärke liegt aber eher in Monitoring, Patching und technischer Automatisierung als im klassischen MDM.

Ideal für: IT-Teams oder MSPs, die Endpoint Operations und technische Wartung priorisieren.

Wichtigste Vorteile

  • Sehr stark in Patching, Monitoring und operativen IT-Aufgaben
  • Übersichtliche Oberfläche, vergleichsweise schnell einzuführen
  • Gute Wahl zur Zentralisierung technischer IT-Prozesse

Wichtigste Nachteile

  • Fokus steht
  • MDM ist nicht die Kernstärke der Plattform
  • Wenig Fokus auf Onboarding, Offboarding oder mitarbeiterbezogene Lifecycle-Prozesse

5. ManageEngine

ManageEngine Endpoint Central ist eine funktionsreiche Endpoint-Management-Suite, die Patching, Softwareverteilung, Fernzugriff, Inventarisierung und Compliance-Funktionen abdeckt. Eine solide Option für Unternehmen mit breiten Anforderungen an die IT-Administration.

Ideal für: Mittelgroße und große Unternehmen, die ein klassisches und funktionsreiches IT-Management-Tool suchen.

Wichtigste Vorteile

  • Breite funktionale Abdeckung im Endpoint Management
  • Auch als On-Premise-Lösung verfügbar
  • Nützliches Reporting für Compliance und Audits

Wichtigste Nachteile

  • Die Ersteinrichtung ist aufwendiger als bei cloud-nativen Alternativen
  • Die Benutzeroberfläche wirkt weniger modern und weniger agil
  • Für kleinere Teams oft umfangreicher als nötig

6. Ivanti

Ivanti richtet sich vor allem an Enterprise-Unternehmen, die Endpoint Management, Sicherheit und IT-Automatisierung in einer Plattform bündeln wollen. Die Lösung ist breit aufgestellt und leistungsfähig, bringt aber auch eine Komplexität mit, die nicht zu jedem Unternehmen passt.

Ideal für: Große Organisationen mit hohen Anforderungen an Sicherheit, Governance und Kontrolle.

Wichtigste Vorteile

  • Breite Funktionsabdeckung für Enterprise-Anforderungen
  • Starke Sicherheits- und Endpoint-Management-Funktionen
  • Gute Wahl für Unternehmen mit reifen IT-Prozessen

Wichtigste Nachteile

  • Einführung und Betrieb sind aufwendiger
  • Preislich meist im oberen Segment
  • Für viele KMU zu komplex, wenn es in erster Linie um die tägliche Verwaltung der Flotte geht

7. Atera

Atera kombiniert RMM, Ticketing, Helpdesk und Fernzugriff in einer Plattform. Das macht es besonders attraktiv für supportlastige IT-Teams, auch wenn die Lösung nicht so direkt mit Jamf konkurriert, wenn fortgeschrittenes Gerätemanagement gefragt ist.

Ideal für: Interne IT-Support-Teams oder MSPs, die Support und Betrieb in einer Lösung zusammenführen wollen.

Wichtigste Vorteile

  • Preismodell pro Techniker statt pro Gerät
  • Vereint Support und IT Operations in einer Plattform
  • Relativ schneller Einstieg

Wichtigste Nachteile

  • Weniger geeignet als direkter MDM-Ersatz für Jamf
  • Einige fortgeschrittene Funktionen erfordern höhere Tarife oder Add-ons
  • Eher auf IT-Support als auf ganzheitliches Device Lifecycle Management ausgerichtet

Vergleichstabelle: Die besten Jamf-Alternativen

Tool Ideal für Wichtigste Vorteile Wichtigste Nachteile
Factorial IT KMU und Mid-Market mit gemischten Flotten Multi-OS, Zero-touch Enrollment, automatisierte Compliance, native HR-Anbindung, AI Agents Weniger Apple-spezialisiert als Jamf in reinen Apple-Umgebungen
JumpCloud Identität, Verzeichnisdienst und Gerätemanagement Konsolidiert Identität und Zugriff, Linux-Support, cloud-native Kosten steigen schnell, Reporting begrenzt, weniger tief im Device Management
Hexnode Breites UEM für unterschiedliche Flotten Multi-OS, gut für Mobility und Kiosk, oft preislich attraktiv Erweiterte Funktionen in höheren Tarifen, je nach OS unterschiedlich stark
NinjaOne IT Operations und Patching Stark in Patching, Monitoring und Automatisierung Kein klassischer MDM-Ersatz, wenig Fokus auf Lifecycle-Prozesse
ManageEngine Umfangreiches UEM mit On-Premise-Option Funktionsreiche Suite, Compliance, klassische IT-Administration Komplexeres Setup, schwerfälligere Oberfläche
Ivanti Enterprise mit Security- und Governance-Fokus Breite Enterprise-Funktionen, starke Sicherheitsoptionen Hohe Komplexität, hoher Preis, für viele Mittelständler überdimensioniert
Atera IT-Support-Teams und MSPs Preis pro Techniker, Ticketing plus RMM, schneller Start Kein starker MDM-Ersatz, stärker supportorientiert
Passionate about helping companies simplify and modernize IT. I write about device management, SaaS, security, compliance, and the everyday challenges IT teams face.