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IT-Management

Die 7 besten Alternativen zu Mosyle im Jahr 2026

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12 Minuten Lesezeit
HR auf der einen Seite, IT auf der anderen?
Verwalten Sie Geräte, Lizenzen und Sicherheit an einem Ort. Synchronisiert mit den Ein- und Austritten Ihres Teams. Entdecken Sie Factorial IT
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Mosyle ist ein Cloud-natives MDM, das 2012 von ehemaligen Jamf-Mitarbeitern gegründet wurde und sich ausschließlich auf das Apple-Ökosystem konzentriert. Es deckt Mac, iPad, iPhone und Apple TV ab, mit einem kostenlosen Plan für bis zu 30 Geräte und drei kostenpflichtigen Tarifen, die nach und nach Sicherheits-, Identitäts- und Datenschutzfunktionen ergänzen. Man trifft es vor allem in KMU und Apple-first-Bildungseinrichtungen an.

Das eigentliche Problem zeigt sich, sobald die Lage komplexer wird. Die Geräteflotte umfasst plötzlich auch Windows-Laptops oder Android-Tablets, das Unternehmen geht in einen NIS2-Compliance-Prozess (in Deutschland durch das NIS-2-Umsetzungsgesetz transponiert), das IT-Team muss die Geräteverwaltung mit der Personalabteilung verknüpfen oder, schlicht und einfach, die benötigten Sicherheits- und Datenschutzfunktionen liegen erst in den höheren Tarifen. In jedem dieser Szenarien lohnt es sich, einen Blick auf die Alternativen am Markt zu werfen.

Warum suchen IT-Teams nach Alternativen zu Mosyle?

Mosyle ist ein solides Tool innerhalb seiner Nische. Aber diese Nische ist sehr konkret, und sobald eine Organisation aus ihr heraustritt, kommen die Grenzen schnell zum Vorschein. Das sind die häufigsten Gründe, weshalb IT-Teams beginnen, Alternativen zu evaluieren:

  • Ausschließliche Abdeckung des Apple-Ökosystems: Mosyle verwaltet nur Mac, iPad, iPhone und Apple TV. Sobald die Flotte Windows-, Android- oder Linux-Geräte aufnimmt, braucht es ein zweites MDM parallel.
  • Sicherheits- und Datenschutzfunktionen erst in den höheren Tarifen: Der kostenlose Plan und das Business-Basispaket decken das MDM ab, aber EDR, Identität und erweiterte Privatsphäre stecken in Mosyle Fuse – und das treibt die Kosten in die Höhe, sobald die Sicherheitsanforderungen wachsen.
  • Keine Verbindung zum Mitarbeiterlebenszyklus: Mosyle deckt weder Beschaffung, Versand, Onboarding, Offboarding noch Neuzuweisung der Geräte ab, und die native Integration mit HR-Systemen ist begrenzt.
  • Stark ausgeprägte Bildungssektor-DNA: Ein großer Teil des Produkts wurde mit Blick auf den Schulbereich entwickelt, und das merkt man an Workflows und Begrifflichkeiten, die für Corporate-Teams weniger natürlich wirken können.
  • Zentralisierter Support außerhalb Europas: Ohne lokale Niederlassungen in europäischen Zeitzonen und mit überwiegend englischsprachigem Support können sich die Antwortzeiten für deutsche Unternehmen mit Support-Bedarf in MEZ verlängern.
  • Eingeschränkte Anpassbarkeit für komplexe Umgebungen: Die Schlichtheitsphilosophie, die Mosyle attraktiv macht, wird zur Einschränkung, sobald eine Organisation sehr granulare Policies, maßgeschneiderte Workflows oder tiefe Integrationen mit SIEM- und ITSM-Tools benötigt.
  • Keine Transparenz über das SaaS-Portfolio: Die Plattform verwaltet das Gerät, aber nicht die Anwendungen, Lizenzen oder Zugänge, die der Mitarbeiter von dort aus nutzt.

Was sind die besten Mosyle-Alternativen?

  1. Factorial IT
  2. JumpCloud
  3. Microsoft Intune
  4. Iru (ehemals Kandji)
  5. ManageEngine
  6. Scalefusion
  7. Miradore

1. Factorial IT

Factorial-IT-Oberfläche

Ideal für: europäische KMU und Mid-Market-Unternehmen mit gemischten Geräteflotten, die eine einzige Plattform für Geräte, Sicherheit und Mitarbeiterlebenszyklus möchten – ohne pro Betriebssystem ein eigenes MDM pflegen zu müssen.

Factorial IT ist eine All-in-One-Plattform, die Beschaffung und Logistik der Geräte, MDM, Sicherheit und SaaS-Lizenzverwaltung in einem Tool zusammenführt. Während die meisten MDMs das Gerät als isolierte technische Einheit behandeln, versteht Factorial IT es als weiteres Attribut des Mitarbeiters. Sobald die Personalabteilung eine Einstellung, einen Austritt oder einen Abteilungswechsel erfasst, passen sich Policies, Anwendungen und Zugänge des Geräts automatisch an – ohne dass das IT-Team eingreifen muss.

Hauptfunktionen

  • Einheitliches MDM für Windows, macOS, Linux, iOS und Android: eine einzige Konsole mit Echtzeit-Inventar und Remote-Aktionen (Sperren, Löschen, Neustart), die über Betriebssysteme hinweg konsistent funktionieren.
  • Provisioning ab dem ersten Einschalten: Kompatibilität mit Apple Business Manager und Windows Autopilot, damit der Mitarbeiter das Gerät einsatzbereit erhält – ohne vorherigen Umweg über die IT.
  • Regeln, die dem Mitarbeiter folgen, nicht dem Gerät: Policies werden pro Person, Rolle oder Team zugewiesen und aktualisieren sich automatisch bei jeder organisatorischen Veränderung.
  • Festplattenverschlüsselung mit zentralem Escrow: verpflichtende Aktivierung von FileVault und BitLocker über die Konsole, mit Wiederherstellungsschlüsseln, die zentral verwahrt und ausschließlich der IT zugänglich sind.
  • Auditfähige Compliance-Nachweise: automatisches Mapping der Kontrollen für NIS2, BSI C5, SOC 2, ISO 27001 und DSGVO, mit zentralisierten Logs, die den manuellen Aufwand des Teams reduzieren.
  • Bidirektionale Synchronisation mit HR: Factorial und über 40 weitere HRIS lösen automatisch Onboarding-, Rollenwechsel- und Offboarding-Workflows auf dem Gerät des Mitarbeiters aus.
  • Komplette Verwaltung des physischen Assets: Beschaffung über den Katalog, internationaler Versand, Zuweisung, Rückgabe und Neuzuweisung – alles aus derselben Plattform heraus.
  • Inventar und Kontrolle der SaaS-Lizenzen: Übersicht über die Anwendungen jedes Mitarbeiters, Alerts zu nicht genutzten Lizenzen und automatische Entziehung der Zugänge beim Offboarding.
  • SentinelOne als optionales Modul: EDR für Organisationen, die Detection- und Response-Funktionen über das klassische MDM hinaus benötigen.
  • Aus der EU betrieben: europäische Infrastruktur und menschlicher Support auf Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Englisch innerhalb der MEZ-Geschäftszeiten.

Hauptnachteile

  • tvOS außerhalb des Scopes: Flotten mit Apple TVs im Unternehmen müssen ein ergänzendes Tool für deren Verwaltung im Einsatz halten.
  • Konnektor-Ökosystem noch im Aufbau: Die Integrationen mit externen SIEM- und ITSM-Tools wachsen schnell, erreichen aber noch nicht die Bandbreite von Plattformen mit längerer Marktpräsenz in diesem Bereich.
  • Der eigentliche Mehrwert entfaltet sich mit dem Factorial-HRIS: Als eigenständiges MDM funktioniert das Produkt, aber die vollständige Automatisierung des Lebenszyklus – der eigentliche Kernnutzen – erfordert beide Tools im Zusammenspiel.

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2. JumpCloud

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Ideal für: KMU und Mid-Market-Unternehmen mit Multi-OS-Flotten, die Identitätsverzeichnis, MDM, SSO und MFA in einer einzigen Plattform konsolidieren möchten, ohne separat für ein Okta oder Microsoft Entra ID und ein eigenständiges MDM zu zahlen.

JumpCloud entstand 2012 mit einer sehr klaren Idee: eine Cloud-native Alternative zu Active Directory zu schaffen, gedacht für Unternehmen, die keine On-Premise-Server mehr pflegen wollen. Über ein Jahrzehnt später ist die Plattform zu dem geworden, was die Gründer selbst als „Open Directory“ bezeichnen – eine Kombination aus Identität, SSO, MFA und Geräteverwaltung für Windows, macOS und Linux aus einer einzigen Konsole. Das Versprechen lautet Konsolidierung: Was in anderen Stacks drei oder vier Tools verlangt, kommt hier unter eine einzige Lizenz.

Hauptfunktionen

  • Einheitliches Identitätsverzeichnis: moderne Alternative zu Active Directory mit Support für LDAP, RADIUS und SAML aus der Cloud.
  • SSO mit umfangreichem App-Katalog: vorkonfigurierte Integrationen mit hunderten SaaS-Anwendungen und SCIM-Support für das Provisioning von Nutzern.
  • MFA und JumpCloud Go: Multi-Faktor-Authentifizierung und passwordless-Option über hardwaregestützte Passkeys.
  • Cross-Platform MDM: Verwaltung von Windows, macOS und Linux mit einheitlichen Policies, dazu Support für iOS und – in eingeschränkterem Umfang – Android.
  • Patch- und Software-Management: Deployment von Anwendungen und Betriebssystem-Updates über die Konsole, mit Policies, die pro Gruppe konfigurierbar sind.
  • Conditional Access: Zugriffsrichtlinien für Anwendungen und Ressourcen abhängig von Gerätestatus, Standort und Risikolevel.
  • Cloud RADIUS und Cloud LDAP: Authentifizierung an Corporate-WLAN-Netzwerken und Legacy-Anwendungen ohne On-Premise-Server.
  • Kostenloser Plan für bis zu 10 Nutzer und 10 Geräte: eine vollständige Umgebung, um die Plattform vor dem Wechsel zu einem kostenpflichtigen Plan zu evaluieren.

Hauptnachteile

  • Eingeschränkte Mobile-Abdeckung: Das MDM für iOS funktioniert, aber Android ist deutlich weniger tiefgehend und erreicht nicht das Niveau von Plattformen, die für Mobile-Flotten konzipiert sind.
  • Weniger Tiefe als spezialisierte Tools: Bei SSO reicht es nicht an Okta heran, bei macOS-MDM nicht an Jamf. Die Stärke liegt in der Konsolidierung, nicht darin, in jeder Kategorie das Beste zu sein.
  • Keine Verwaltung des physischen Gerätelebenszyklus: Beschaffung, Versand oder Rückführung der Geräte werden nicht abgedeckt, und es gibt keine native Anbindung an HR-Systeme.
  • Komplexes gestaffeltes Pricing-Modell: Zwischen Paketen (Device Management, SSO, Core Directory, Platform) und Add-ons à la carte erfordert die Berechnung der tatsächlichen Kosten etwas Geduld.

3. Microsoft Intune

Microsoft-Intune-Oberfläche

Ideal für: Unternehmen mit überwiegend Windows-basierter Flotte, aktiven Microsoft 365 E3-, E5- oder Business Premium-Abonnements und einem IT-Team mit echter technischer Expertise im Microsoft-Ökosystem.

Intune ist die Cloud-native Endpoint-Management-Plattform von Microsoft. Sie ist heute Teil der Microsoft Intune Suite und in den Microsoft-365-Lizenzen E3, E5 und Business Premium enthalten, was sie zum Standard-MDM für einen Großteil des Mid-Market macht. Wirklich glänzen kann sie auf Windows, mit einem Maß an granularer Kontrolle, das keine andere Plattform erreicht. Die Abdeckung für macOS, iOS, Android und Linux existiert, kommt aber nicht an dieselbe Tiefe heran.

Hauptfunktionen

  • Conditional Access mit Entra ID: adaptive Zugriffsrichtlinien, gekoppelt an den Compliance-Status des Geräts und das Risikolevel des Nutzers.
  • Windows Autopilot: Zero-Touch-Enrollment von Windows-Geräten direkt vom Hersteller, ohne Images oder manuelle Eingriffe.
  • Vollständiges Apple-MDM: Support für Apple Business Manager, supervisierten Modus und Declarative Device Management über Mac, iPad, iPhone und Apple TV.
  • App Protection Policies: Isolation von Unternehmensdaten innerhalb von Office, Outlook und Teams, ohne das Gerät im MDM enrollen zu müssen.
  • Defender for Endpoint integriert: Korrelation zwischen Sicherheitsposture und Zugriffsrichtlinien aus derselben Schicht des Microsoft-Stacks.
  • Endpoint Security Baselines: von Microsoft gepflegte Templates mit der empfohlenen Konfiguration für Windows, macOS und Defender, sofort anwendbar.
  • Microsoft Tunnel: Per-App-VPN, das aus der Konsole heraus verwaltet wird, ohne Drittanbieter-Software und an die Geräte-Compliance gekoppelt.

Hauptnachteile

  • Apple-Abdeckung unter dem Apple-first-Standard: macOS und iOS werden unterstützt, aber das Detaillevel reicht nicht an Apple-only-Plattformen heran.
  • Verzögerung beim Support neuer Apple-Funktionen: Die neuen APIs von iOS, iPadOS und macOS kommen nicht Day-One in Intune an, anders als bei Plattformen, die sie ab Release abdecken.
  • Manuelle Pflege des APN-Zertifikats: Es muss jedes Jahr über das Apple-Portal erneuert werden, und sein Ablauf trennt die gesamte verwaltete Apple-Flotte auf einen Schlag.
  • Kosten vervielfachen sich durch Abhängigkeiten vom Microsoft-Stack: Erweiterter Conditional Access, Defender, Cloud PKI und EPM erfordern zusätzliche Lizenzen außerhalb von Intune Plan 1.

➡️ Entdecken Sie die besten Alternativen zu Microsoft Intune.

4. Iru (ehemals Kandji)

Iru-Oberfläche

Ideal für: Apple-first-Organisationen, die fortgeschrittene Automatisierung mit einer ausgereifteren Oberfläche suchen und beginnen, Windows und Android in die Flotte aufzunehmen, ohne auf die Tiefe bei macOS verzichten zu wollen.

Kandji hat sich seinen Ruf damit erarbeitet, technische Tiefe mit einer Oberfläche zu kombinieren, die jeder Admin ohne Vorschulung bedienen kann. Im Oktober 2025 wurde aus dem Unternehmen Iru, und das Portfolio wurde in sechs Module reorganisiert, die von MDM über EDR bis hin zu Identität und Compliance reichen. Die DNA bleibt Apple, aber die Reichweite ist nicht mehr auf dieses Ökosystem beschränkt – die Plattform verwaltet jetzt auch Windows und, in jüngerer Zeit, Android.

Hauptfunktionen

  • Blueprints als visueller Policy-Editor: Jedes Template bündelt Profile, Apps und Restriktionen pro Mitarbeitertyp, mit Konfliktvalidierung vor dem Deployment.
  • Day-One-Adoption neuer Apple-Funktionen: Jede neue API und jeder neue MDM-Befehl wird ab Tag eins in die Plattform integriert, ohne auf den Release-Zyklus des Anbieters zu warten.
  • Auto Apps mit delegierter Pflege: Katalog mit über 300 Business-Anwendungen, die Iru automatisch installiert, konfiguriert und patcht.
  • Natives EDR mit automatischer Response: verhaltensbasierte Detection und autonome Isolation des betroffenen Geräts, ohne zusätzlichen Agent.
  • Workforce Identity mit Passkeys: passwordless-Authentifizierung, gekoppelt an den Secure Enclave des Geräts, phishing-resistent und in den Corporate-IdP integriert.
  • Liftoff für autonomes Onboarding: geführte Erfahrung beim ersten Start, die der Mitarbeiter ohne Helpdesk abschließt.
  • Compliance Automation mit vorgemapten Frameworks: Kontrollen für CIS Benchmarks, NIST, SOC 2 und ISO 27001, einsatzbereit und kontinuierlich auditierbar.
  • Iru Context Model als Entscheidungs-Engine: ein Echtzeit-Graph aus Nutzern, Geräten und Ereignissen, auf dessen Basis Iru AI automatische Remediations vorschlägt.

Hauptnachteile

  • Kein kostenloser Tarif: Im Gegensatz zu Mosyle gibt es keine kostenfreie Stufe, um die Plattform unverbindlich zu testen.
  • Verpflichtende Jahresbindung: Die Mindestlaufzeit beträgt ein volles Jahr, monatliche Abrechnung ist nicht möglich.
  • Apple-Reife stärker als Windows und Android: Die Multi-OS-Funktionen arbeiten zwar, aber die Produkttiefe im Apple-Ökosystem ist im Rest noch nicht repliziert.
  • Keine Linux-Abdeckung: Linux-Workstations und -Server bleiben außen vor, was in heterogenen Umgebungen ein zusätzliches MDM erforderlich macht.

5. ManageEngine

ManageEngine-Oberfläche

Ideal für: mittlere und große Organisationen mit hohen Compliance-Anforderungen (Banken, Gesundheitswesen, öffentlicher Sektor, Verteidigung), die eine UEM-Plattform mit On-Premise-Option und einem operativen Kontrolllevel jenseits des klassischen MDM benötigen.

ManageEngine ist die Enterprise-Software-Sparte der indischen Zoho-Gruppe, und das Angebot für Endpoint-Management heißt Endpoint Central. Mehr als ein MDM, ist es eine Enterprise-UEM-Plattform, die automatisiertes Patching, auditierbare Fernsteuerung, Vulnerability-Management und Endpoint Security in einer Architektur vereint. Die Möglichkeit eines On-Premise-Deployments, am Markt zunehmend selten, bleibt der Hauptgrund, weshalb viele regulierte Organisationen darauf setzen.

Hauptfunktionen

  • Patch-Management im Kern des Produkts: automatisiertes Patching des Betriebssystems und eines Katalogs von über 850 Drittanbieter-Anwendungen, mit konfigurierbaren Wartungsfenstern.
  • On-Premise-Deployment als Alleinstellungsmerkmal: Die Möglichkeit, die Plattform in der eigenen Infrastruktur zu betreiben, hebt ManageEngine von den meisten SaaS-UEMs ab – ein entscheidender Punkt in regulierten Branchen.
  • MDM Plus für die mobile Flotte: integriertes Modul für iOS, iPadOS, Android, ChromeOS und tvOS, mit Policies und App-Katalog, die mit dem Rest des UEM vereinheitlicht sind.
  • Fernsteuerung mit Audit Trail: aufzeichenbare Sessions, verschlüsselter Dateitransfer und Zusammenarbeit zwischen Technikern auf demselben Gerät.
  • Integriertes Vulnerability Management: kontinuierliche Schwachstellenanalyse der installierten Software, mit Priorisierung nach CVSS und Remediation über die Patching-Engine.
  • Verwaltung von BitLocker und FileVault aus der Konsole: Aktivierung, Monitoring und Hinterlegung der Wiederherstellungsschlüssel für Windows und macOS, ohne zusätzliche Tools.
  • Browser Security Plus als optionales Modul: Kontrolle der Unternehmensbrowser, Verwaltung von Erweiterungen und Tab-Isolation als dedizierte Schicht.
  • Kostenloser Plan für bis zu 25 Endpoints: dauerhafte Free-Version (kein limitiertes Trial), nützlich, um kleine Flotten zu betreiben oder die Plattform kostenfrei zu validieren.

Hauptnachteile

  • Wenig planbares Lizenzmodell: Die Mischung aus Abrechnung pro Techniker, Anzahl der Endpoints und Add-ons (Security Edition, DEX, CMDB) macht es schwer, die tatsächlichen Kosten vor dem Deployment zu schätzen.
  • Begrenzte Tiefe in der Apple-Verwaltung: macOS, iOS und iPadOS werden abgedeckt, aber das Detaillevel bleibt hinter dem von Apple-first-Plattformen zurück.
  • Verzögerung beim Support neuer Apple-Funktionen: Die neuen APIs und Konfigurationen für macOS und iOS kommen nicht Day-One ins Produkt, anders als bei Apple-first-Plattformen, die sie ab Release abdecken.
  • Keine Mitarbeiterprozesse: Das Produkt konzentriert sich auf das Gerät, orchestriert weder Beschaffung, Versand, Onboarding noch Offboarding, und es gibt keine native Anbindung an HRIS.

6. Scalefusion

Scalefusion-Oberfläche

Ideal für: Organisationen mit Frontline-Geräten (POS-Terminals, Verkaufstablets, Rugged-Smartphones, Digital Signage, medizinische Geräte), bei denen nicht die individuelle Produktivität des Mitarbeiters im Vordergrund steht, sondern die operative Kontrolle und Sicherheit des Assets selbst.

Wenn Ihr Anwendungsfall nicht im Management des Mitarbeiter-Laptops liegt, sondern in einem POS-Terminal, einem interaktiven Kiosk oder einem Rugged-Tablet, das von Schicht zu Schicht weitergegeben wird, dann gehört Scalefusion zu den Namen, die immer wieder auftauchen. Die Plattform wurde von Anfang an um das Konzept des „operativen Geräts“ herum aufgebaut – und genau deshalb übertrifft das, was sie bei Kiosk-Modus, Hardware-Restriktionen oder Geofencing leistet, das, was ein generalistisches MDM abdeckt, deutlich.

Hauptfunktionen

  • Kiosk-Modus mit granularem Hardware-Lockdown: Single-App und Multi-App, mit Kontrolle über Kamera, Bluetooth, AirDrop, gefilterten Browser und Sperre der physischen Tasten.
  • Breite Multi-OS-Abdeckung: Windows, macOS, Linux, iOS, iPadOS, Android, ChromeOS und tvOS, verwaltet aus einer Konsole heraus mit wiederverwendbaren Policies.
  • Automatisiertes Provisioning in den drei Ökosystemen: Integration mit Apple Business Manager, Android Enterprise und Windows Autopilot, damit Flotten vorkonfiguriert am Einsatzort ankommen.
  • Geofencing und geschwindigkeitsbasierte Restriktionen: bedingte Anwendung von Konfigurationen je nach Standort und automatische App-Sperre bei Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit – eine Fähigkeit, die außerhalb des Logistiksegments selten ist.
  • ProSurf, der Unternehmensbrowser: ein eigener Browser für Kiosk-Umgebungen, mit URL-Whitelisting, Tab-Kontrolle und zentral verwalteten Sicherheitseinstellungen.
  • Workflows mit bedingter Automatisierung: visuelle Erstellung von Abläufen, die Aktionen (Benachrichtigungen, Sperren, Deployments) abhängig vom Gerätezustand oder erkannten Ereignissen auslösen.
  • Integriertes Digital Signage: Veröffentlichung und Verwaltung von Inhalten auf Unternehmensbildschirmen aus derselben Konsole wie der Rest der Flotte.
  • OneIdP und Veltar als Enterprise-Module: Identitätsmanagement (SSO, MFA) und Endpoint Security (Zugangskontrolle, Detection) als optionale Schichten über dem MDM-Kern.

Hauptnachteile

  • Konzipiert für operative Geräte, nicht für Büroflotten: Wenn der Hauptanwendungsfall in persönlichen Laptops für Mitarbeiter liegt, bleiben die Vorzeigefunktionen des Produkts ungenutzt.
  • Apple-Tiefe unterhalb von Apple-first-Plattformen: Zwar werden macOS, iOS und iPadOS abgedeckt, aber das Detaillevel bleibt hinter dem von Apple-only-MDMs wie Mosyle oder Iru zurück.
  • Grundlegende Verwaltung von Corporate-Mitarbeitern: Die Schicht aus Nutzern, Rollen und individuellen Berechtigungen erreicht nicht das Niveau von Plattformen, die für Corporate-Personal-Flotten konzipiert sind.
  • Asset- und Mitarbeiterprozesse außerhalb des Scopes: Beschaffung, Versand oder Rückführung der Geräte werden nicht abgedeckt, und die Integration mit HRIS zur Automatisierung von Onboarding und Offboarding bleibt eingeschränkt.

7. Miradore

Miradore-Oberfläche

Ideal für: kleine IT-Teams, die ein Multi-OS-MDM ohne steile Lernkurve und ohne lange Vertragsbindungen benötigen, mit planbarem Pricing und einem kostenlosen Plan, mit dem sich loslegen lässt, ohne den Einkauf einbeziehen zu müssen.

Miradore ist seit mehr als zwanzig Jahren am Markt und gehört seit 2022 zu GoTo. Der Ansatz war immer derselbe: ein schlankes MDM anbieten, das gut funktioniert, ohne den Anspruch zu haben, mit Enterprise-UEM-Suiten zu konkurrieren. Der kostenlose Plan ohne Gerätelimit, die öffentlichen Preise und die schlichte Konsole haben es zu einer häufigen Wahl für KMU gemacht, die wenig Spielraum für vertragliche Komplikationen haben.

Hauptfunktionen

  • Dauerhaft kostenloser Plan ohne Gerätelimit: Die kostenfreie Version deckt Enrollment, Inventar und Remote-Befehle ohne Obergrenze bei der Anzahl verwalteter Geräte ab – das Tool lässt sich also im Produktivbetrieb nutzen, bevor man bezahlt.
  • Abdeckung von Windows, macOS, iOS und Android: die vier am weitesten verbreiteten Corporate-Betriebssysteme, mit plattformübergreifend geteilten Policies, um Doppelarbeit zu reduzieren.
  • Automatisiertes Enrollment in den drei Ökosystemen: Integration mit Apple Business Manager, Android Enterprise und Windows Autopilot, damit die Geräte einsatzbereit beim Mitarbeiter ankommen.
  • Standard-Sicherheitsrichtlinien: Festplattenverschlüsselung, Remote-Sperre und -Löschung, Passwort-Enforcement sowie nach Gruppen konfigurierbare Nutzungsbeschränkungen.
  • App-Distribution über VPP und Managed Google Play: Silent Deployment aus den offiziellen Apple- und Google-Stores, ergänzt um benutzerdefinierte Kataloge für Windows und macOS.
  • Geolokalisierung und Device Tracking: Echtzeit-Standort jedes Geräts, hilfreich für verteilte Flotten und für die Reaktion auf Verlust oder Diebstahl.
  • Multi-Tenant-MSP-Portal: Konsole, die für IT-Dienstleister konzipiert ist, die Flotten mehrerer Kunden aus demselben Account verwalten.
  • Reporting und anpassbare Dashboards: individuell zuschneidbare Ansichten mit Compliance-Kennzahlen, Gerätestatus und Inventartrends, exportierbar für Audit oder externe Analyse.

Hauptnachteile

  • Apple-Tiefe unterhalb von Apple-first-MDMs: macOS, iOS und iPadOS werden abgedeckt, aber das Detaillevel reicht nicht an spezialisierte Plattformen im Apple-Ökosystem wie Mosyle oder Iru heran.
  • Unvollständige OS-Abdeckung: Linux, ChromeOS und tvOS werden nicht verwaltet, was heterogene Umgebungen oder Flotten mit Apple TVs ausschließt (im Bildungsbereich häufig anzutreffen).
  • Keine Mitarbeiterprozesse: Die Plattform konzentriert sich auf das Gerät, automatisiert weder Onboarding, Offboarding noch organisatorische Veränderungen und bindet sich nicht nativ an HRIS an.
  • Konsole und Dokumentation nur auf Englisch: Weder die Oberfläche noch die offiziellen Handbücher sind ins Deutsche lokalisiert.

Vergleichstabelle der Mosyle-Alternativen

Lösung Ideal für Unterstützte Betriebssysteme Lebenszyklusmanagement SaaS-Verwaltung
Factorial IT Europäische KMU mit gemischten Flotten und nativer HR-Anbindung Windows, macOS, Linux, iOS, Android Vollständig Ja
JumpCloud Teams, die Identität, SSO und MDM in einer Plattform konsolidieren wollen Windows, macOS, Linux, iOS, Android Nein Teilweise
Microsoft Intune Windows-Flotten mit bereits implementiertem Microsoft 365 Windows, macOS, Linux, iOS, Android Nein Nein
Iru (ehemals Kandji) Apple-first-Umgebungen mit Erweiterung auf Windows und Android macOS, iOS, iPadOS, tvOS, Windows, Android Nein Teilweise
ManageEngine Unternehmen mit ManageEngine-Stack und On-Premise-Anforderungen Windows, macOS, Linux, iOS, Android, ChromeOS, tvOS Nein Nein
Scalefusion Dedizierte Geräte, Kiosk-Lösungen und Außendienstflotten Windows, macOS, Linux, iOS, Android, ChromeOS, tvOS Nein Nein
Miradore KMU mit gemischten Flotten, die Einfachheit und einen kostenlosen Plan priorisieren Windows, macOS, iOS, Android Nein Nein

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