Wenn Sie nach Alternativen zu Intune suchen, haben Sie es wahrscheinlich nicht selbst ausgewählt. Es kam mit Microsoft 365, wurde zum Standard-MDM, und niemand hat es groß hinterfragt. Es ist einfach das Tool, das da ist.
Das Problem zeigt sich, wenn die Flotte wächst, wenn Macs dazukommen. Die macOS-Verwaltung ist deutlich schwächer, und unter Linux ist der Support kaum vorhanden. Und für alles, was über die Verwaltung von Geräterichtlinien hinausgeht (Gerätebeschaffung, Onboarding, Offboarding, SaaS-Lizenzverwaltung), braucht man drei oder vier zusätzliche Tools.
Warum IT-Teams nach Alternativen zu Intune suchen
Intune erfüllt seinen Zweck in einem sehr spezifischen Kontext: Unternehmen mit 100 % Windows-Flotten, IT-Teams mit Microsoft-Zertifizierungen und Budgets, die die Kosten von Business Premium ohne Weiteres tragen.
Die Multi-OS-Erfahrung ist ungleichmäßig
Unter Windows ist Intune tiefgreifend. Richtlinien, Konfigurationen, Autopilot, Compliance: alles nativ, alles granular. Wechselt man zu macOS, sinkt das Niveau. Es gibt Optionen, ja, aber mit weniger Kontrolle und mehr Einschränkungen. Unter Linux ist der Support bestenfalls symbolisch. Unter iOS und Android funktional, aber ohne die gleiche Feinheit.
Für ein durchschnittliches deutsches Unternehmen im Mittelstand 2026 (wo macOS bereits 25 bis 30 % der Firmengeräte in vielen Branchen ausmacht) bedeutet das: entweder ein weiteres Tool für das hinzufügen, was Intune nicht abdeckt, oder akzeptieren, dass ein Teil der Flotte nur halbherzig verwaltet wird. Die übliche Antwort ist, Jamf als Alternative für die Macs hinzuzufügen, aber das erzeugt ein weiteres Silo mit weiteren Kosten.
Die Konfiguration ist ein Projekt für sich
Intune lässt sich nicht an einem Nachmittag ausrollen. Autopilot, Conditional Access, Compliance-Profile und dynamische Gruppen einzurichten erfordert spezialisiertes technisches Wissen. Wenn kein zertifizierter Microsoft Endpoint Manager-Ingenieur im Team ist (und bei den meisten KMU ist das nicht der Fall), endet man bei einem externen Dienstleister oder einer halb konfigurierten Lösung.
Kein Lifecycle-Management
Intune greift erst, wenn das Gerät bereits eingerichtet ist. Alles davor (Gerät beschaffen, versenden, Enrollment beim Onboarding) und alles danach (Laptop beim Offboarding einsammeln, neu zuweisen) liegt außerhalb des Funktionsumfangs.
Null Transparenz beim SaaS
Ihr Unternehmen nutzt 30, 50, vielleicht 80 SaaS-Anwendungen. Wer hat Zugriff auf was? Wie viele Figma-Lizenzen zahlen Sie, die niemand nutzt? Was passiert mit den Zugängen einer Person, die vor drei Monaten gegangen ist? Intune beantwortet keine dieser Fragen.
Die wichtigsten Intune-Alternativen 2026
1. Factorial IT
Factorial IT ist die Intune-Alternative, die am besten zu Unternehmen passt, die gemischte Flotten verwalten, ohne unnötige Komplexität hinzuzufügen. Im Gegensatz zu traditionellen MDM-Tools, die als rein technische Lösungen entstanden sind, ist Factorial IT von Anfang an als Plattform konzipiert, die Geräteverwaltung mit HR-Prozessen verbindet: Onboarding, Offboarding, Rollenwechsel und regulatorische Compliance werden von einem einzigen Ort aus gesteuert.
Ideal für: KMU und Mittelständler, die gemischte Flotten verwalten und eine Plattform suchen, die den IT-Alltag vereinfacht, ohne hochspezialisierte Profile zu erfordern.

Wichtigste Vorteile
- Echte Multi-OS-Verwaltung aus einer einzigen Konsole: macOS, Windows, Linux, iOS und Android mit Echtzeit-Inventar, Gerätezustand und einheitlichen Remote-Aktionen.
- Zero-Touch-Enrollment über Apple Business Manager und Windows Autopilot, sodass vorkonfigurierte Geräte direkt an Mitarbeitende versendet werden können, ohne manuellen IT-Eingriff.
- Dynamische Richtlinien, die sich automatisch nach Rolle, Team, Betriebssystem oder Sicherheitsstatus anwenden und aktualisieren, wenn jemand die Position wechselt oder das Unternehmen verlässt.
- Automatisierte Compliance für Rahmenwerke wie SOC 2, ISO 27001, DSGVO und NIS2, mit zentralisierten Logs und Nachweisen.
- Integrierte AI Agents, die bei der Lösung häufiger IT-Vorfälle helfen und die operative Belastung reduzieren.
- Native HR-Anbindung (+40 HRIS), sodass Eintritte, Austritte oder Abteilungswechsel automatisch in der Gerätekonfiguration abgebildet werden.
- Direkter, persönlicher Support, ohne den Umweg über Reseller.
Wichtigste Nachteile
- Für reine Windows-Umgebungen, die das tiefste Maß an Spezialisierung in diesem Ökosystem erfordern (erweitertes Autopilot, Conditional Access mit Entra ID, granulare Compliance), bietet Intune weiterhin eine native technische Tiefe, die schwer zu erreichen ist.
- Organisationen mit sehr spezifischen Integrationsanforderungen an den Microsoft-Stack (Defender, Purview) finden möglicherweise eine breitere Abdeckung in der nativen Suite.
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2. NinjaOne
NinjaOne stammt aus der RMM-Welt, und sein Ansatz spiegelt dieses Erbe wider. Es ist das Tool der Wahl für viele MSPs und interne IT-Teams, die Remote-Monitoring, automatisiertes Patching und Incident Management in einer einzigen Konsole benötigen.
Ideal für: IT-Teams, deren Priorität die technische Sichtbarkeit über jeden Endpoint ist (ausstehende Patches, Performance, Alerts) bei Windows-, macOS- und Linux-Flotten.

Wichtigste Vorteile
- Deutlich schnellere Implementierung als Intune. Übersichtliche Oberfläche, bei der Administratoren keine wochenlange Einarbeitung brauchen.
- Solides automatisiertes Patching für alle drei Desktop-Betriebssysteme mit Echtzeit-Monitoring.
- Aggressives Preismodell pro Gerät mit Mengenrabatten.
Wichtigste Nachteile
- Der Mobile-Support ist eingeschränkt: iOS und Android sind nicht auf dem gleichen Niveau wie Windows, macOS und Linux.
- Verwaltet weder Identitäten noch SSO. Wenn Verzeichnis und Geräte in einem Tool konsolidiert werden sollen, reicht NinjaOne allein nicht aus.
- Deckt keine Lifecycle-Prozesse wie Onboarding, Offboarding oder mitarbeiterbezogene Automatisierung ab.
3. JumpCloud
JumpCloud richtet sich an Unternehmen, die Active Directory on-premise abschaffen und Identitätsverzeichnis, SSO, MFA und MDM in einem einzigen cloud-nativen Produkt konsolidieren möchten.
Ideal für: Verteilte Unternehmen mit Remote-Mitarbeitenden in mehreren Ländern, die Identität und Geräteverwaltung vereinheitlichen wollen, ohne vom Microsoft-Ökosystem abhängig zu sein.

Wichtigste Vorteile
- Offenes Verzeichnis, das Identitäten aus Google Workspace, Azure AD, Okta oder anderen Anbietern aufnimmt, ohne sich an ein einziges Ökosystem zu binden.
- Multi-OS-MDM (Windows, macOS, Linux, iOS und Android) mit Compliance-Richtlinien, Patching und App-Verwaltung.
- Konsolidiert Identität + Zugriff + Geräte in einem einzigen Produkt, was die Anzahl der Tools reduziert.
Wichtigste Nachteile
- Die Lernkurve ist steil. Verzeichnis, MDM und SSO zu konsolidieren bedeutet, erheblich mehr zu konfigurieren als ein traditionelles MDM.
- Kommerzielle Präsenz in Deutschland begrenzt. Wer Support auf Deutsch mit garantierten Reaktionszeiten braucht, sollte das vor Vertragsabschluss prüfen.
- Der Preis kann mit steigender Nutzerzahl schnell skalieren.
4. Scalefusion
Scalefusion hat eine klare Nische: dedizierte Geräte. Wer Kiosksysteme, POS-Terminals, Außendienst-Tablets oder Shared Devices verwaltet, findet hier eine der besten Optionen am Markt. Der erweiterte Kiosk-Modus ist das eigentliche Differenzierungsmerkmal.
Ideal für: Einzelhandel, Logistik, Gastronomie, Gesundheitswesen … jede Branche, in der Geräte keine Mitarbeiter-Laptops sind, sondern feste oder geteilte Arbeitsmittel.

Wichtigste Vorteile
- Erweiterter Kiosk-Modus, optimiert für dedizierte und geteilte Geräte.
- Breiter Support: Windows, macOS, Linux, iOS, Android und ChromeOS. Zero-Touch-Enrollment mit Apple Business Manager und Android Enterprise.
Wichtigste Nachteile
- Auf dedizierte Geräte optimiert, und das merkt man, wenn man es für Standard-Laptops von Mitarbeitenden einsetzt.
- Die Funktionen zur Verwaltung von Unternehmensnutzern sind grundlegender als bei Plattformen, die für diesen Anwendungsfall konzipiert wurden.
5. Hexnode
Hexnode positioniert sich über den Preis und die Breite des Supports. Es deckt Windows, macOS, Linux, iOS, Android, ChromeOS, tvOS, FireOS und Android TV ab, wahrscheinlich die längste Liste in diesem Vergleich. Wer eine heterogene Flotte mit ungewöhnlichen Geräten hat, findet bei Hexnode alles abgedeckt.
Ideal für: KMU mit knappem Budget, die ein funktionales UEM brauchen, ohne Enterprise-Preise zu zahlen.

Wichtigste Vorteile
- Der breiteste Geräte-Support in diesem Vergleich, einschließlich Smart TVs, günstiger Android-Tablets und Chromebooks.
- Unkompliziertes Enrollment, funktionaler Kiosk-Modus, Geofencing für Außendienst-Flotten und APIs zur Integration.
- Gut bewerteter technischer Support im KMU-Segment. 14-tägige kostenlose Testversion.
Wichtigste Nachteile
- Die Breite des Supports hat ihren Preis: Die Oberfläche ist dicht und die Lernkurve für neue Administratoren steiler als erwartet.
- Technischer Support zentralisiert, ohne lokale Teams in Deutschland. Das kann ein relevanter Faktor sein für Unternehmen mit Anforderungen an Support zu deutschen Geschäftszeiten oder in deutscher Sprache.
- Deckt weder Lifecycle-Management noch SaaS-Verwaltung ab.
6. Rippling
Rippling ist eine modulare Plattform, die HR, Gehaltsabrechnung, Benefits und Geräteverwaltung in einem einzigen Produkt kombiniert. Das Device-Management-Modul ist deutlich gereift: Es deckt macOS, Windows, iOS und iPadOS über eine einheitliche Konsole ab, mit Sicherheitsrichtlinien auf Basis hunderter Nutzer- und Geräteattribute.
Ideal für: Unternehmen, die Personen- und Geräteverwaltung in einer einzigen Plattform vereinen möchten, insbesondere wenn sie bereits mit dem vollständigen Rippling-Ökosystem arbeiten oder dies planen.

Wichtigste Vorteile
- Native HR-Geräte-Verbindung: Wenn ein Mitarbeitender eintritt, wird ein Gerät mit den Richtlinien seiner Rolle zugewiesen. Beim Austritt wird das Gerät gesperrt und Zugänge werden entzogen.
- Funktioniert gut als Teil des gesamten Rippling-Ökosystems (Gehaltsabrechnung, Benefits, HR, IT).
- Unterstützung für Apple Declarative Device Management (DDM), das es Geräten ermöglicht, Richtlinien autonom anzuwenden, ohne ständige Serverkommunikation.
Wichtigste Nachteile
- Kein Linux-Support, was es für Unternehmen mit Entwicklern oder technischen Teams mit Linux-Geräten in der Flotte ausschließt.
- In Deutschland weist die Lokalisierung noch Lücken bei der sprachlichen Anpassung und der Konformität mit Regulierungen wie NIS2 auf.
- Wenn nur das MDM-Modul benötigt wird, rechtfertigen sich Kosten und Komplexität des gesamten Ökosystems möglicherweise nicht.
7. ManageEngine
ManageEngine Endpoint Central (ehemals Desktop Central) ist die UEM-Lösung des Zoho-Konzerns. Eine ausgereifre Plattform mit über einem Jahrzehnt am Markt, die Endpoint-Management, Patching, Asset-Inventar, Remote-Steuerung und Sicherheit in einer einzigen Konsole vereint. Ihren Ursprung hat sie in Windows-Umgebungen, aber der Multi-OS-Support hat sich deutlich verbessert.
Ideal für: IT-Teams in mittelständischen und großen Unternehmen, die eine vollständige UEM-Plattform mit On-Premise-Option suchen, insbesondere wenn sie bereits andere ManageEngine-Produkte nutzen (ServiceDesk Plus, ADManager etc.).

Wichtigste Vorteile
- Robustes automatisiertes Patching für Windows, macOS, Linux und über 850 Drittanbieter-Anwendungen.
- Flexibles Deployment: Cloud oder On-Premise (für Unternehmen mit Anforderungen an die Datensouveränität).
- Breites ManageEngine-Ökosystem. Native Integration mit ServiceDesk Plus, ADManager und weiteren Stack-Tools, was die Konsolidierung des IT-Betriebs ohne Drittanbieterabhängigkeit ermöglicht.
- Kostenloser Plan für bis zu 25 Endpoints. 30-tägige Testversion ohne Gerätelimit.
Wichtigste Nachteile
- Das Preismodell ist unübersichtlich. Abgerechnet wird pro Techniker + Endpoints + Add-ons (Sicherheit, DEX, CMDB …), und die tatsächlichen Kosten können deutlich über dem veröffentlichten Basispreis liegen.
- Die Oberfläche ist nicht modern. Administratoren, die von cloud-nativen Tools kommen, werden eine dichtere, weniger intuitive Benutzererfahrung bemerken.
- Deckt weder den Geräte-Lifecycle (Beschaffung, Versand, Onboarding/Offboarding) noch SaaS-Lizenzverwaltung ab. Es bleibt ein klassisches UEM, keine IT-Operations-Plattform.
Vergleichstabelle der Intune-Alternativen
| Lösung | Ideal für | Unterstützte OS | Lifecycle | SaaS-Verwaltung |
|---|---|---|---|---|
| Factorial IT | Deutsche KMU mit gemischten Flotten | Windows, macOS, Linux, iOS, Android | Vollständig | Ja |
| NinjaOne | MSPs und technische IT-Teams | Windows, macOS, Linux | Nein | Nein |
| JumpCloud | Unternehmen, die Verzeichnis + MDM konsolidieren | Windows, macOS, Linux, iOS, Android | Teilweise | Teilweise |
| Scalefusion | Dedizierte Geräte und Kiosksysteme | Windows, macOS, Linux, iOS, Android, ChromeOS | Nein | Nein |
| Hexnode | KMU mit knappem Budget | Windows, macOS, Linux, iOS, Android, ChromeOS | Nein | Nein |
| Rippling | Rippling-HR-Nutzer | Windows, macOS, iOS | Teilweise | Teilweise |
| ManageEngine | Unternehmen mit ManageEngine-Stack | Windows, macOS, Linux, iOS, Android, ChromeOS | Nein | Nein |
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