Jahrelang war die Wahl eines MDM im Grunde eine Frage von „Wie viele Geräte habe ich und was kostet mich deren Verwaltung?“. Im Jahr 2026 greift diese Frage zu kurz. Das Inkrafttreten von NIS2 hat Tausende von mittelständischen Unternehmen dazu gezwungen, Cybersicherheitsstandards zu erfüllen, die zuvor nur von großen Konzernen verlangt wurden. Endpunkt-Rückverfolgbarkeit, Zugangskontrollen, Reaktion auf Vorfälle und vor allem die Fähigkeit, dies mit Nachweisen zu belegen. Hinzu kommt das europäische KI-Gesetz (AI Act), dessen Verpflichtungen für Hochrisikosysteme diesen Sommer in Kraft treten und viele „intelligente“ Funktionen, die MDMs bereits standardmäßig mitbringen, direkt betreffen.
In diesem Artikel analysieren wir die besten MDM-Lösungen des Jahres 2026, damit Sie diejenige finden, die am besten zu Ihrem Unternehmen passt – sowohl in Bezug auf die Funktionalität als auch auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Wichtige Fakten
- Die beste MDM-Software integriert die Geräteverwaltung (MDM/UEM) nativ mit dem HR-Informationssystem (HRIS), um den gesamten Lebenszyklus von Geräten und Zugriffen bei Ein- und Austritten zu automatisieren.
- Laut Bitkom Research waren 45 % der deutschen Unternehmen in den letzten zwölf Monaten von der Sabotage von IT-Systemen oder Betriebs- und Produktionsabläufen betroffen, was die Notwendigkeit einer sicheren Endpunktverwaltung unterstreicht.
- Die Umsetzung der NIS2-Richtlinie verpflichtet Tausende mittelständische Unternehmen in Deutschland erstmals zu umfassenden Cybersicherheitsmaßnahmen, die laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ohne eine zentrale Geräteverwaltung kaum nachweisbar sind.
- Durch die Automatisierung von IT-Prozessen wie dem Onboarding können Unternehmen den Zeitaufwand für die Geräteeinrichtung um bis zu 75 % reduzieren und gleichzeitig die Compliance vom ersten Tag an sicherstellen.
Welche MDM-Software ist die richtige für Ihr Unternehmen? Ein Vergleich
| Software | Am besten für | Plattform | Zero-Touch | BYOD | HRIS | SaaS-Management | Daten |
| Factorial IT | Gemischte Flotten mit IT-HR-Lebenszyklus | macOS, Windows, Linux, iOS, Android | ✅Ja | ✅Ja | ✅Nativ | ✅Ja | EU |
| Microsoft Intune | Microsoft 365-Ökosystem | Windows, macOS, iOS, Android, Linux | ✅Ja (Autopilot) | ✅Ja | ⚠️Über Azure AD | ❌Nein | EU-Region verfügbar |
| Jamf | 100% Apple-Flotten | macOS, iOS, iPadOS, tvOS | ✅Ja (ABM) | ✅Ja | ⚠️Eingeschränkt | ❌Nein | EU-Region verfügbar |
| Hexnode UEM | Gemischte Flotten mit Vorlagen | Windows, macOS, iOS, Android, ChromeOS | ✅Ja | ✅Ja | ⚠️Eingeschränkt | ❌Nein | EU-Region verfügbar |
| NinjaOne | IT-Teams mit bestehendem RMM | Windows, macOS, Linux, iOS, Android | ✅Ja | ✅Ja | ❌Nein | ❌Nein | EU-Region verfügbar |
| Mosyle | Apple-first-Unternehmen und Bildungswesen | macOS, iOS, iPadOS, tvOS | ✅Ja (ABM) | ✅Ja | ❌Nein | ❌Nein | Hauptsächlich USA |
| Scalefusion | Kioske, POS und Außendienstgeräte | Windows, macOS, iOS, Android, Linux | ✅Ja | ✅Ja | ❌Nein | ❌Nein | Hauptsächlich USA |
| Rippling IT | Unternehmen, die bereits Rippling HRIS nutzen | macOS, Windows, iOS, iPadOS | ✅Ja | ✅Ja | ✅Nativ | ✅Ja | Hauptsächlich USA |
| Iru (früher Kandji) | Apple-first mit deklarativer Konfiguration | macOS, iOS, iPadOS, tvOS | ✅Ja (ABM) | ✅Ja | ⚠️Eingeschränkt | ❌Nein | Hauptsächlich USA |
| Miradore | Sehr knappes Budget | iOS, Android, Windows, macOS | ⚠️Teilweise | ✅Ja | ❌Nein | ❌Nein | EU-Region verfügbar |
1. Factorial IT: Die Wahl der Redaktion für integriertes IT-HR-Management

Am besten für: IT-Teams in wachsenden und mittelständischen europäischen Unternehmen, die gemischte Flotten (macOS, Windows, Linux, iOS, Android) verwalten und die Bereitstellung sowie die Entziehung von Endpunkten und Zugängen basierend auf Änderungen im HRIS automatisieren möchten.
Factorial IT kombiniert Geräteverwaltung, SaaS-Zugriffskontrolle und die Bereitstellung des Lebenszyklus von Mitarbeitenden auf derselben Plattform. Was es von herkömmlichen MDMs unterscheidet, ist nicht so sehr die Endpunktverwaltung (die es auch bietet), sondern die Tatsache, dass der Lebenszyklus des Geräts von Anfang an mit dem HRIS verbunden ist: Wenn eine Neueinstellung, ein Abteilungswechsel oder ein Austritt im HR-System registriert wird, stößt die IT-Abteilung die Bereitstellung oder Entziehung des Geräts, der SaaS-Lizenzen und der Zugriffsberechtigungen an, ohne ein halbes Dutzend verschiedener Systeme bedienen zu müssen. Daten und Support in Europa.
Herausragende MDM-Funktionen
- Plattformübergreifendes Zero-Touch-Enrollment: Integration mit Apple Business Manager und Automated Device Enrollment für macOS, iOS und iPadOS. Windows Autopilot für Windows-Geräte. Die Geräte werden beim ersten Start automatisch mit bereits angewendeten Profilen, Anwendungen und Unternehmensanmeldeinformationen konfiguriert.
- Konfigurationsprofile: Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien, Einschränkungen, Zertifikaten, WLAN- und VPN-Profilen über die Konsole. Compliance, die mit gängigen Sicherheits-Frameworks abgeglichen ist.
- Festplattenverschlüsselung mit Schlüsselhinterlegung: Aktivierung und erzwungene Durchsetzung von FileVault unter macOS und BitLocker unter Windows, mit zentralisiertem Escrow von Wiederherstellungsschlüsseln, damit das IT-Team den Zugriff ohne Datenverlust wiederherstellen kann.
- Update- und Patch-Management: Erzwungene Betriebssystem-Updates, konfigurierbare Wartungsfenster und Überwachung des Patch-Status der gesamten Flotte.
- Echtzeit-Inventar: Sichtbarkeit darüber, welche Anwendungen installiert sind, welche Versionen ausgeführt werden, über welche Hardware jedes Gerät verfügt und welchen Compliance-Status es aufweist, ohne auf geplante Berichte angewiesen zu sein.
- Schwachstellenüberwachung (CVE): Automatische Korrelation zwischen der in der Flotte installierten Software und öffentlichen Schwachstellendatenbanken, um Endpunkte zu erkennen, die bekannten CVEs ausgesetzt sind.
- Anwendungsbereitstellung: Apple VPP für macOS und iOS, Managed Google Play für Android sowie MSI/PKG-Pakete für Windows. Zuweisung basierend auf Anwender- oder Gerätegruppen.
- Remote-Befehle: Sperren, Löschen, Orten, Neustarten und Ausführen von benutzerdefinierten Skripten auf macOS, Windows und Linux über die Konsole.
- IT-HRIS-Automatisierung: Neueinstellungen, Änderungen oder Austritte im HRIS lösen die Bereitstellung oder Deprovisionierung des Endpunkts, der SaaS-Lizenzen und der Unternehmenszugänge aus, ganz ohne manuelle Tickets.
- Integrierte Verwaltung von SaaS-Anwendungen: Sichtbarkeit und Kontrolle von SaaS-Lizenzen über dieselbe Plattform, die auch die Endpunkte verwaltet.
- Plattform und Daten aus Europa betrieben: Inklusive Support zu europäischen Geschäftszeiten.
Was es besonders macht
Die meisten MDM betrachten das Gerät als eine von der Person, die es nutzt, getrennte Einheit. Factorial IT kehrt diesen Ansatz um, denn der Endpunkt ist nur ein weiteres Attribut des Personaldatensatzes, genau wie dessen E-Mail-Adresse oder Rolle. Wenn HR diesen Datensatz aktualisiert, erhält die IT kein Ticket, sondern den neuen Status, der bereits auf das Gerät, die Lizenzen und die Zugänge angewendet wurde. Für ein IT-Team, das diesen Zyklus bisher manuell über drei oder vier Konsolen steuern musste, ist diese Änderung von operativer und nicht nur kosmetischer Natur.
Einschränkungen
- Unterstützt kein ChromeOS. Wenn Sie Chromebooks in der Flotte haben, müssen Sie ein weiteres Tool ergänzen.
- Der Katalog an Integrationen mit Ticketing-, SIEM- und anderen Drittsystemen wächst, ist aber immer noch kleiner als der von Intune oder Jamf. Bei einem sehr spezifischen Stack lohnt es sich, vorher zu prüfen, welche Konnektoren bereits existieren.
- Der volle Mehrwert der Plattform entfaltet sich im Zusammenspiel mit dem Factorial HRIS. Als eigenständiges MDM ist die Lösung funktional, jedoch wird ihr Potenzial zur Prozessautomatisierung nicht ausgeschöpft.
2. Microsoft Intune

Am besten für: Organisationen, die bereits im Microsoft 365-Ökosystem arbeiten und die Endpunktverwaltung konsolidieren möchten, ohne einen weiteren Anbieter in ihren Stack aufzunehmen.
Intune ist Microsofts Antwort auf Unified Endpoint Management und für jedes Unternehmen mit E3- oder E5-Lizenzen der Weg des geringsten Aufwands. Die Stärke liegt in der nativen Integration mit Azure AD, Microsoft 365, Defender for Endpoint und Windows Autopilot. Sind diese Komponenten bereits in Ihrer Architektur vorhanden integriert sich Intune nahezu von selbst. Der Nachteil besteht darin, dass es Zeit braucht, um den sicheren Umgang mit der Konsole zu beherrschen.
Herausragende MDM-Funktionen
- Windows Autopilot Zero-Touch: Automatisierte Bereitstellung auf Windows-Geräten mit Enrollment-Profilen, die das Gerät beim ersten Start ohne Eingreifen von Anwendenden konfigurieren.
- Richtlinien für bedingten Zugriff mit Azure AD: Regeln, die Gerätestatus, Standort und Compliance kombinieren, um den Zugriff auf Unternehmensressourcen zuzulassen oder zu blockieren. Zum Beispiel erhält ein Mitglied des Vertriebsteams, der versucht, SharePoint von einem Laptop ohne aktiviertes BitLocker zu öffnen, solange keinen Zugriff, bis die Verschlüsselung der Richtlinie entspricht.
- Verwaltung von Win32-Anwendungen: Paketierung im.intunewin-Format mit Anforderungserkennung, Abhängigkeitsregeln und Zuweisung nach Anwender- oder Gerätegruppen.
- Configuration Service Providers (CSP): Die deklarative Programmierschnittstelle, die Microsoft bereitstellt, um Windows-Einstellungen von einem MDM aus anzuwenden, ohne auf Gruppenrichtlinien zurückgreifen zu müssen. Deckt nahezu jeden konfigurierbaren Parameter im System ab.
- BitLocker-Management mit Schlüsselhinterlegung: Erzwungene Aktivierung der Festplattenverschlüsselung mit Escrow der Wiederherstellungsschlüssel in Azure AD und Compliance-Berichten.
- Update-Ringe für Windows Update for Business: Gestaffelte Patches durch Bereitstellungsringe mit konfigurierbaren Wartungsfenstern und Fristen.
- App-Schutzrichtlinien für BYOD: Schutz von Unternehmensdaten auf Privatgeräten ohne die Notwendigkeit eines vollständigen Device-Enrollments.
- Proaktive Fehlerbehebungen: PowerShell-Skripte, die Konfigurationsabweichungen automatisch und ohne manuelles Eingreifen erkennen und korrigieren.
- Multi-OS-Unterstützung: Verwaltung von Windows-, macOS-, iOS-, Android- und Linux-Geräten über dieselbe Konsole.
- Plan 1 in Microsoft 365 enthalten: Zugriff auf das Basis-MDM mit E3-, E5-, F1-, F3- und Business Premium-Lizenzen ohne zusätzliche Kosten.
Was es besonders macht
Die Leistungsfähigkeit der Richtlinien für bedingten Zugriff in Kombination mit der Identitätsverwaltung. Eine Regel wie „Nur verschlüsselte und gepatchte Geräte dürfen von außerhalb des Büros auf SharePoint zugreifen“ lässt sich in Intune sehr einfach konfigurieren. diese Verteidigungsebene ist insbesondere in hybriden Umgebungen, in denen Azure AD bereits existiert, von hohem Nutzen.
Einschränkungen
- Steile Lernkurve. Das Intune Admin Center ist umfangreich und wenig intuitiv für IT-Teams, die sich nicht ausschließlich damit befassen. Es erfordert spezifische Erfahrung.
- Die Verwaltung von Apple- und Android-Geräten ist zwar funktional, bleibt aber hinsichtlich der Kontrolltiefe hinter spezialisierten Lösungen zurück.
- Add-ons (Plan 2, Intune Suite) erhöhen die Kosten für den Zugriff auf Remote Help, Advanced Analytics oder die Verwaltung spezialisierter Geräte erheblich.
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Wann ist eine Alternative zu Intune sinnvoll?
Eine Alternative zu Intune ist dann eine Überlegung wert, wenn Ihr Unternehmen keine reine Microsoft-Umgebung nutzt, eine intuitivere Benutzeroberfläche benötigt oder eine tiefere Integration zwischen IT- und HR-Prozessen anstrebt. Lösungen wie Factorial IT sind speziell dafür konzipiert, den gesamten Lebenszyklus von Beschäftigten – vom Onboarding bis zum Offboarding – über Systemgrenzen hinweg zu automatisieren, was über die reine Geräteverwaltung von Intune hinausgeht.
3. Jamf

Am besten für: Unternehmen mit einer reinen Apple-Flotte, die die tiefgreifendste Kontrolle über macOS, iOS, iPadOS und tvOS wünschen.
Jamf positioniert sich seit Jahren als eine der Referenzen in der Apple-Geräteverwaltung. Die Integration mit dem Apple Business Manager funktioniert zuverlässig, der Konfigurationskatalog ist umfangreich und deckt Aspekte ab, die andere Plattformen nicht immer berücksichtigen. Es gibt zudem eine aktive technische Community, die bei der Lösung alltäglicher Fragen unterstützt. Die Lösung ist jedoch kostenintensiv, aufwendig zu verwalten und nicht geeignet, wenn der Gerätepark über Apple-Geräte hinausgeht.
Herausragende MDM-Funktionen
- PreStage Enrollments via Apple Business Manager: Zero-Touch-Provisioning ab dem Auspacken, wobei Profile und Anwendungen beim ersten Start des Geräts automatisch angewendet werden.
- Dynamische Smart Groups: Automatische Gruppierung von Geräten nach Inventarkriterien, die Richtlinien ohne manuelles Eingreifen auslösen. Zum Beispiel löst eine Gruppe, die „alle MacBook Pros mit einer macOS-Version älter als 14.0 und ohne aktiviertem FileVault“ enthält, automatisch den Patch und die Verschlüsselung aus, sobald ein Gerät diese Bedingungen erfüllt.
- Jamf Composer: Werkzeug zur Paketierung benutzerdefinierter Anwendungen und Konfigurationen als PKG-Pakete, bereit zur Bereitstellung in der Flotte.
- Self-Service für Unternehmen: Portal, in dem Endanwendende von der IT genehmigte Anwendungen installieren können, ohne Tickets zu eröffnen oder auf das Technikteam angewiesen zu sein.
- Erweiterte Konfigurationsprofile: Granulare Kontrolle über fast jede native Einstellung von macOS und iOS, einschließlich Systemerweiterungen und Kernel-Erweiterungen.
- Automatisiertes Patch-Management: Versionsverfolgung und Bereitstellung von Updates für gängige Drittanbieter-Apps ohne manuellen Aufwand.
- Jamf Protect und Jamf Connect (Add-ons): Protect bietet native Endpunkt-Bedrohungserkennung für macOS und Connect verwaltet Identitäten sowie Unternehmenspasswörter.
- FileVault-Management mit Schlüsselhinterlegung: Aktivierung und Kontrolle der Festplattenverschlüsselung mit institutionellem Escrow von Wiederherstellungsschlüsseln.
- Aktive Community (Jamf Nation): Ein Repository von Ressourcen, Skripten und Automatisierungsvorlagen, das von der Community von Administrierenden gepflegt wird.
Was es besonders macht
Der Detailgrad bei macOS-spezifischen Richtlinien überzeugt. Viele komplexe Bereitstellungsworkflows, die auf anderen Plattformen Skripte erfordern würden, sind in Jamf oft durch einfache Konfigurationsoptionen umsetzbar. Wer ausschließlich Macs und iPads nutzt, findet in Jamf spezifische Lösungen, die in anderen Tools fehlen.
Einschränkungen
- Nur Apple. Verwaltet weder Windows, Android noch Linux. Unternehmen mit gemischten Flotten benötigen ein weiteres MDM.
- Hoher Preis im Vergleich zu plattformübergreifenden Alternativen, besonders für Teams mit weniger als 200 Geräten.
- Komplexität: erfordert Administrierende mit spezifischer Jamf-Erfahrung, was die operativen Gesamtkosten erhöht.
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4. Hexnode UEM

Am besten für: IT-Teams, die plattformübergreifende Flotten verwalten und vordefinierte Vorlagen benötigen, um schnell und ohne komplexe Konfigurationen bereitzustellen.
Hexnode ist kompatibel mit Windows, macOS, iOS, Android, tvOS, Fire OS und ChromeOS. Was den Anbieter hervorhebt, ist weniger diese Abdeckung – auch andere Wettbewerber bieten sie – sondern die Bibliothek mit vorgefertigten Richtlinienvorlagen. Für Teams mit begrenzten Ressourcen ermöglicht es erhebliche Zeitersparnis, von Vorlage wie „BYOD Android“ oder „iPad-Kiosk“ auszugehen und nur Details anzupassen, anstatt die gesamte Konfiguration neu zu erstellen. Dadurch verkürzen sich Bereitstellungszeiten, und Einführungen verlaufen mit weniger Reibung.
Herausragende MDM-Funktionen
- Plattformübergreifendes Zero-Touch-Enrollment: Integration mit Apple Business Manager, Android Zero-Touch, Samsung Knox und Windows Autopilot, damit sich die Geräte beim ersten Start automatisch konfigurieren.
- Vordefinierte Richtlinienvorlagen: Fertige Konfigurationen für gängige Anwendungsfälle wie Kiosk, BYOD, gemeinsam genutzte Geräte und COPE, welche die Bereitstellungszeit verkürzen und Fehler minimieren.
- Vollständiges Android Enterprise: Unterstützung für Work Profile, Fully Managed und Dedicated Device Modes, womit der gesamte Bereich von BYOD bis hin zu Geräten für den spezialisierten Geräten abdeckt wird.
- Erweitertes Kiosk-Lockdown: Sperrung im Single-App- oder Multi-App-Modus mit gefiltertem Webbrowser und Hardwarebeschränkungen wie Kamera, USB und physischen Tasten.
- Verwaltung von Unternehmensinhalten: Verteilung von Dokumenten an Geräte mit Anzeigebeschränkungen und Kontrolle darüber, wer auf was zugreift.
- Geofencing und standortbasierte Richtlinien: Automatische Anwendung von Konfigurationen und Einschränkungen je nach physischem Standort des Geräts.
- Bereitstellung von Unternehmensanwendungen: Verteilung über Managed Google Play, Apple VPP und MSI/EXE-Pakete unter Windows, mit Zuweisung nach Anwender- oder Gerätegruppen.
- Remote View und Remote Control: Unterstützung der Endanwendenden direkt aus der Konsole, ohne dass Drittanbieter-Tools nötig sind.
- ChromeOS-Unterstützung: Verwaltung von Chromebook-Geräten, eine Kompatibilität, die viele Wettbewerber auf dieser Liste nicht bieten.
- Fünf Preispläne: Flexible Struktur, mit der sich die Ausgaben an den Bedarf jedes Teams anpassen lassen.
Was es besonders macht
Die Bibliothek an vorgefertigten Vorlagen ist besonders für Teams relevant, die nicht ausschließlich auf Endpunktverwaltung spezialisiert sind. So dauert die Konfiguration einer Android-Work-Profile-Richtlinie in Hexnode nur wenige Minuten. Diese Agilität entscheidet darüber, ob ein Deployment noch am selben Tag oder erst Wochen später live geht.
Einschränkungen
- Die erweiterten Sicherheitsfunktionen (Zertifikatsverwaltung, Per-App-VPN, granulare Anwendungskontrolle) sind nur in den Enterprise- und Ultra-Plänen verfügbar.
- Die Integrationen mit HRIS und IT-Service-Management-Tools sind im Vergleich zu umfassenderen Plattformen begrenzt.
- Der Support kann in den Einstiegsplänen langsam sein, besonders während der europäischen Geschäftszeiten.
5. NinjaOne

Am besten für: Interne IT-Teams und Dienstleistende, die NinjaOne bereits als RMM nutzen und die Verwaltung auf mobile Geräte ausweiten möchten, ohne ein weiteres Tool zu benötigen.
NinjaOne entstand als RMM-Tool (Fernwartung von Servern und Windows-Endpunkten) und hat im Laufe der Zeit seine Fähigkeiten in Richtung MDM mit Unterstützung für Android, iOS, macOS und Linux ausgebaut. Wer NinjaOne bereits zur Serverüberwachung einsetzt, kann die Verwaltung mobiler Endgeräte nahtlos in dieselbe Plattform integrieren. Für ressourcenknappe IT-Teams ist die Bündelung sämtlicher Aufgaben in nur einer Oberfläche häufig die effektivste Option, um Abläufe effizient zu halten.
Herausragende MDM-Funktionen
- Plattformübergreifendes automatisiertes Patching: Aktualisierung von Windows, macOS und Linux mit granularen Richtlinien über Bereitstellungsringe und konfigurierbare Wartungsfenster.
- Software-Deployment: Bereitstellung von MSI-, EXE-, PKG-Paketen und benutzerdefinierten Skripten mit automatischen Wiederholungsversuchen und Installationsprüfung.
- Erweitertes Scripting, geerbt vom RMM-Modul: Ausführung von PowerShell-, Bash- und anderen Skripten über die gesamte Flotte, mit Planung und Automatisierung wiederkehrender Aufgaben.
- Echtzeit-Überwachung: Anpassbare Warnmeldungen zum Hardware-, Software- und Sicherheitsstatus jedes Geräts in der Flotte.
- Integrierter Fernzugriff (NinjaOne Remote): Remote-Support direkt aus der Konsole, ohne externe Tools wie TeamViewer oder AnyDesk nutzen zu müssen.
- Verwaltung von MDM-Richtlinien für iOS und Android: Enrollment, Konfigurationsprofile und Remote-Befehle für mobile Geräte über dieselbe Plattform.
- Automatisches Hard- und Software-Inventar: Vollständige Sichtbarkeit der auf jedem Gerät installierten Komponenten mit Änderungshistorie.
- Integriertes Backup (Add-on): Endpunkt-Backups, die direkt über die Konsole konfiguriert werden können.
- Pay-per-Device-Preismodell: Flexible Struktur mit Zahlung pro Gerät und Mengenrabatten.
Was es besonders macht
Für viele IT-Teams, die zwischen Patch-Management bei Windows-Servern und Problemen mit Anwendungen auf mobilen Geräten wechseln, ist es von Vorteil, alle Verwaltungsprozesse in einer Oberfläche zu bündeln. die Benutzeroberfläche für häufige Nutzungsszenarien gut konzipiert. Sie zählt vielleicht nicht zu den modernsten ihrer Art, zählt aber der schnellsten, wenn es um gezielte Aufgaben geht.
Einschränkungen
- Die mobilen MDM-Funktionen sind neuer und weniger ausgereift als die der klassischen Endpunktverwaltung.
- Bietet keine SaaS-Verwaltung oder Zugriffsbereitstellung. Es ist eine reine Geräteverwaltungs-Tool.
- Die Preise sind nicht öffentlich und erfordern Kontakt mit dem Vertrieb, was den Vergleich in der Evaluierungsphase erschwert.
6. Mosyle

Am besten für: Apple-First-Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die eine Alternative zu Jamf mit attraktiven Preisen und einem Gesamtpaket suchen.
Mosyle hat sich als eine der stärksten Alternativen für die ausschließliche Verwaltung von Apple-Geräten etabliert. Der größte Vorteil gegenüber anderen Anbietern ist das einheitliche Plattformkonzept. Wo andere Anbieter separate Module (Anti-Malware, Identitätsmanagement, DNS-Filterung) zusätzlich berechnen, bietet Mosyle dies im selben Tarif und zu einem günstigeren Preis ein. Ursprünglich im Bildungssektor beheimatet, richten sich die Pläne Business Premium und Fuse aber gezielt an kleine und mittlere Unternehmen mit Mac-Flotten.
Herausragende MDM-Funktionen
- Automated Device Enrollment via Apple Business Manager: Zero-Touch-Provisioning mit vereinfachten Abläufen, damit die Geräte ab dem ersten Start vorkonfiguriert ankommen.
- Mosyle Fuse als einheitliche Plattform: Ein einziges Produkt für MDM, Endpunktschutz (Anti-Malware), Identitätsmanagement (Unified Login) und DNS-Filterung ohne Zusatzmodule vereint.
- AutoPatch für Drittanbieter-Anwendungen: Automatische Aktualisierung von mehr als 200 gängigen macOS-Anwendungen ohne Eingreifen des IT-Teams.
- Vollständige Konfigurationsprofile: Granulare Verwaltung von macOS, iOS und iPadOS mit nativer Unterstützung aktueller Apple-Silicon-Geräte.
- Mosyle Hardening: Anwendung von CIS-Benchmarks auf macOS-Geräte mit nur einem Klick, um Sicherheitsstandards ohne manuelle Konfiguration zu erfüllen.
- Anwendungsverwaltung via Apple VPP: Zentraler Einkauf und Bereitstellung von Apps aus dem App Store mit Zuweisung nach Person oder Gerät.
- FileVault mit Schlüsselhinterlegung: Aktivierung der Festplattenverschlüsselung und institutioneller Escrow von Wiederherstellungsschlüsseln.
- Kostenloser Plan für bis zu 30 Apple-Geräte: Option für kleine Teams, die die Plattform testen möchten.
- Spezifische Tools für den Bildungsbereich: Funktionen, die speziell für die Verwaltung von Geräten in Klassenraum- und Schulumgebungen entwickelt wurden.
Was es besonders macht
Hier ist der Funktionsumfang im Preis inbegriffen ist. Während andere MDMs Anti-Malware, Identitätsmanagement und DNS-Filterung zusätzlich bepreisen, integriert Mosyle alles in einem Plan. Für ein Unternehmen mit punktuellem Apple-Schwerpunkt und überschaubarer Flotte bedeutet dies einen klaren Vorteil bei Kosten und Betriebsaufwand.
Einschränkungen
- Nur Apple. Keine Unterstützung für Windows, Android oder Linux.
- Der Fokus auf den Bildungsbereich dass einige Unternehmensfunktionen weniger ausgereift sind als bei Jamf Pro.
- Daten werden vorwiegend auf US-Infrastruktur gehostet, was die Compliance europäische Unternehmen mit Sicherheitsanforderungen erschweren kann.
7. Scalefusion

Am besten für: Unternehmen, die dedizierte Geräte wie Kioske, Kassenterminals, Außendienstgeräte oder gemeinsam genutzte Mobilgeräte verwalten.
Scalefusion hebt sich durch Verwaltungsfunktionen für dedizierte Geräte hervor – etwa Tablets im Einzelhandel, Terminals im Lager oder die Ausstattung von Personal im Außendienst. Stärken sind Fernzugriff, Remote-Terminal, Sitzungsaufzeichnung und Dateiübertragung in Echtzeit. Das Gesamtkonzept ist auf Szenarien ausgerichtet, in denen das IT-Team keinen direkten Zugriff auf die Geräte hat.
Herausragende MDM-Funktionen
- Echtzeit-Fernsteuerung: Geräte-Streaming, Remote-Terminal mit Sitzungsaufzeichnung und Dateiübertragung zur Behebung von Vorfällen ohne physischen Zugriff.
- Erweiterter Kiosk-Modus: Single-App- und Multi-App-Sperre unter Android, iOS und Windows mit granularer Kontrolle über die sichtbaren Elemente der Benutzeroberfläche.
- Scalefusion DeepDive: Ferndiagnose von Android-Geräten mit detaillierten Informationen zu Hardware, Netzwerk und Leistung über die Konsole.
- Geofencing und Standortverfolgung: Flottenverfolgung im Außendienst mit automatischen Warnmeldungen, wenn ein Gerät seinen zugewiesenen Bereich verlässt.
- Bereitstellung von Unternehmensanwendungen: Verteilung von Apps und APK-Sideloading unter Android mit Optionen zur stillen Aktualisierung ohne Eingriff durch Anwendende.
- Konfigurationsprofile und Sicherheitsrichtlinien: Zentrale Verwaltung von Passwörtern, WLAN, VPN, E-Mail und Geräteeinschränkungen.
- Content Management: Verteilung von Dokumenten an Geräte mit Druck- und Freigabebeschränkungen zum Schutz sensibler Informationen.
- ProSurf (verwalteter Browser): Browser mit Whitelisting zulässiger URLs, konzipiert für Kiosk-Anwendungsfälle und öffentlich zugängliche Geräte.
- Integration mit Azure AD: Automatisiertes Enrollment von Geräten über das Azure Active Directory.
Was es besonders macht
Das Remote-Terminal mit Sitzungsaufzeichnung erfüllt die Anforderungen von Support-Teams, die Außendienstmitarbeitende betreuen und jede Intervention für Audits vollständig dokumentieren müssen. Die die standardmäßige Sitzungsaufzeichnung ist in diesem Fall keine Zusatzfunktion, sondern Grundvoraussetzung für Compliance und Nachvollziehbarkeit.
Einschränkungen
- Bietet keine Self-Service-Funktionen für Endanwendende. Die gesamte Verwaltung verbleibt beim IT-Team.
- Die Administrationsoberfläche ist aufgrund der vielen Optionen unübersichtlich und nicht die ideale Wahl, wenn Sie Wert auf einfache Bedienung legen.
- Die Integrationen mit HRIS und Tools für den Lebenszyklus von Mitarbeitenden sind minimal.
8. Rippling IT

Am besten für: Unternehmen, die Rippling bereits als HRIS nutzen und die Automatisierung des Lebenszyklus von Mitarbeitenden auf die Geräteverwaltung erweitern möchten.
Rippling vereint HRIS, Gehaltsabrechnung, IT und Finanzen in einer Plattform. Das IT-Modul verfolgt konsequent diesen Ansatz und verknüpft die Geräteverwaltung direkt mit dem Personaldatensatz. Erfolgt eine Einstellung, kann Rippling Geräte aus dem eigenen Lager verschicken, sie passend zur Funktion vorkonfigurieren und die benötigten SaaS-Zugänge zuteilen. Verlässt die Person das Unternehmen, kehrt sich der Prozess um. Dieses Angebot entfaltet am meisten Potenzial, wenn Rippling bereits die zentrale Plattform im Unternehmen ist.
Herausragende MDM-Funktionen
- Personengebundenes Zero-Touch-Enrollment: Integration mit Apple Business Manager und Windows Autopilot, direkt mit dem Personaldatensatz in Rippling verknüpft, für eine automatisierte Bereitstellung ab erstmaligem Zugang.
- Automatische rollenbasierte Richtlinien: Sicherheits- und Zugriffskonfigurationen, die je nach Abteilung, Standort oder Position des der mitarbeitenden Person automatisch angewendet werden.
- Erzwungene Festplattenverschlüsselung mit Schlüsselhinterlegung: Automatische Aktivierung von FileVault und BitLocker mit zentralisiertem Escrow der Wiederherstellungsschlüssel.
- Rollenbasierte Anwendungsbereitstellung: Stille Softwareinstallation, gekoppelt an die Funktion des Mitarbeitenden, ohne dass Anfragen oder Tickets notwendig werden.
- Remote-Befehle: Sperren, Löschen und Orten verlorener oder gestohlener Geräte über die Konsole.
- Verwaltete Hardware-Logistik: Lagerung, Versand, Rückholung und Aufbereitung von Geräten über die eigene Infrastruktur von Rippling (gegen Aufpreis pro Service).
- Integrierte SaaS-Zugangsverwaltung: Automatische Zuweisung und Widerrufung von SaaS-Lizenzen über die gleiche Plattform beim Ein- oder Austritt eines Mitarbeitenden.
- Vereinheitlichte Onboarding-Workflows: Prozesse, die IT, HR und Finanzen in einem einzigen Automatisierungsablauf bündeln.
Was es besonders macht
Die vollständige Automatisierung des Onboardings. Von der HR-Anmeldung bis zur Zustellung des fertig eingerichteten Laptops kann ohne manuelle Eingriffe erfolgen. Gerade für Unternehmen mit verteilten Teams und höherer Fluktuation bedeutet dies deutlich weniger administrativen Aufwand in der IT-Abteilung.
Einschränkungen
- Deutlich höherer Preis als bei reinen MDMs. Das Geräteverwaltungsmodul startet ab ~8 $/Benutzer/Monat.
- Der volle Nutzen besteht nur, wenn Rippling als HRIS genutzt wird. Als Einzel-MDM ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schwächer.
- Geringere Tiefe bei der Gerätekonfiguration im Vergleich zu als bei spezialisierten MDMs.
- Begrenzte Präsenz in Europa: Fehlender Support in mehreren europäischen Sprachen und geringe Abdeckung lokaler Vorschriften.
9. Kandji (jetzt Iru)

Am besten für: IT-Teams in Apple-Only-Unternehmen, die eine fortschrittliche Automatisierung auf Basis von Konfigurationsvorlagen suchen, um Gerätezustände selbstständig aufrechterhält.
Iru ist der neue Name von Kandji. Das Rebranding ist noch frisch und viele Teams kennen das Tool noch unter dem früheren Namen. Die wichtigsten Funktionen sind die „Blueprints“: Vorlagen, die Profile, Skripte, Anwendungen und Compliance-Kontrollen in einem Workflow bündeln. Dieses Konzept ist deklarativ: Statt Arbeitsschritten wird der gewünschte Endzustand definiert. Die Plattform überwacht diesen Zustand und korrigiert automatisch Abweichungen.
Herausragende MDM-Funktionen
- Blueprints (deklarative Vorlagen): Wiederverwendbare Workflows, die Profile, Skripte, Anwendungen und Compliance-Kontrollen in einer einzigen Konfiguration kombinieren. Ein Blueprint namens „Design“ kann beispielsweise festlegen, dass macOS auf die neueste Version aktualisiert ist, FileVault aktiviert ist, Figma und Adobe Creative Cloud installiert sind und nicht genehmigte Browser blockiert werden. Werden Vorgaben umgangen – etwa durch Deinstallation einer App –, wird die Vorgabe automatisch wiederhergestellt.
- Liftoff (geführtes Onboarding): Erster Start für den Endanwendende mit visueller Schritt-für-Schritt-Begleitung, ohne dass das IT-Team eingreifen muss.
- Auto Apps: Automatische Aktualisierung von über 200 gängigen Drittanbieter-Anwendungen unter macOS, ohne dass der Administrierende Versionen manuell verwalten müssen.
- Bibliothek vorkonfigurierter Sicherheitskontrollen: Über 150 Kontrollen, die auf CIS Benchmarks und NIST basieren und direkt einsetzbar sind.
- Passport (Identitätsmanagement): Passwörtersynchronisierung zwischen dem Verzeichnis und dem lokalen Gerätekonto, um den konsistente Zugangskontrolle.
- Automatische Compliance-Remediation: Autonome Korrektur, wenn ein Gerät vom in seinem Blueprint definierten Soll-Zustand abweicht.
- Natives EDR (Add-on): Endpoint-Bedrohungserkennung und -reaktion als Zusatzmodul in derselben Plattform integriert.
- Device Harmony: Übersicht zum Sicherheitsstatus der gesamten Apple-Flotte über ein Dashboard.
Was es besonders macht
Die Blueprints. Sie definieren, wie jedes Gerät konfiguriert sein muss, und die Plattform sorgt dafür, dass dies so bleibt. Ändert sich etwas oder weicht ab, korrigiert sie sich selbst. Probleme nach dem Muster „Dieser Mac entspricht nicht der Richtlinie“ lösen sich so oftmals, bevor die IT benachrichtigt wird.
Einschränkungen
- Nur Apple. Keine Verwaltung von Windows, Android oder Linux-Geräten.
- Höherer Preis als bei anderen Apple-only MDMs wie Mosyle, insbesondere für macOS.
- Das Rebranding von Kandji zu Iru führt zu Verwirrung auf dem Markt. Teile der Dokumentation befinden sich noch im Übergang.
10. Miradore

Am besten für: IT-Teams mit knappem Budget, die ein funktionales MDM ohne Enterprise-Komplexität wünschen.
Miradore bietet einen kostenlosen Plan mit vollem Funktionsumfang und eine einfache Benutzeroberfläche. Das macht es zu einem Einstiegswerkzeug für Unternehmen, die bisher keine zentrale Geräteverwaltung genutzt haben. Die wichtigsten Abläufe lassen sich somit automatisieren. Ab dem Bedarf an erweiterten Sicherheitsmerkmalen oder Integrationen mit dem bestehenden IT-Stack werden jedoch die Grenzen sichtbar. Alles, was an Lizenzkosten gespart wird, kann bei steigenden Anforderungen durch manuellen Aufwand wieder aufgezehrt werden.
Herausragende MDM-Funktionen
- Plattformübergreifendes Enrollment: Registrierung von Geräten via Apple Business Manager, Android Enterprise und Windows, sowohl manuell als auch programmgesteuert.
- Grundlegende Konfigurationsprofile: Passwortrichtlinien, WLAN, VPN, E-Mail und Geräteeinschränkungen über die Konsole verwaltet.
- Essentielle Remote-Befehle: Sperren, vollständiges Löschen, selektives Löschen (nur Unternehmensdaten) und Orten von Geräten.
- Festplattenverschlüsselung mit Schlüsselhinterlegung: Aktivierung von FileVault und BitLocker mit zentralisiertem Escrow der Wiederherstellungsschlüssel, verfügbar im Premium+ Plan.
- Automatisches Hard- und Software-Inventar: Überblick was auf jedem Gerät installiert ist, mit Berichterstattung nach Zeitplan.
- Anwendungsbereitstellung: Verteilung aus dem App Store, Managed Google Play und MSI-Paketen für Windows mit Zuweisung nach Gruppen.
- Vordefinierte Business Policies: Direkt einsatzbereite Konfigurationsvorlagen auf Gerätegruppen.
- Kostenloser Plan ohne striktes Gerätelimit: Grundlegende MDM-Funktionen kostenlos für Unternehmen, die mit der zentralen Verwaltung neu starten.
- Kostenlose 14-tägige Testversion des Premium+ Plans: Zugriff auf alle erweiterten Funktionen, um die Plattform vor Vertragsabschluss zu evaluieren.
Was es besonders macht
Der kostenlose Plan ist tatsächlich nutzbar, nicht bloß eine Demo-Version wie es bei vielen anderen Free-Tiers der Branche der Fall ist. Wer die Verwaltung zentralisieren will, ohne sofort Kosten zu einzugehen, erhält mit Miradore einen sehr unkomplizierten Einstieg.
Einschränkungen
- Die erweiterten Funktionen (Integration mit Drittanbieter-Tools, nativer Remote-Support) sind nur im Premium+ Plan verfügbar.
- Es gibt keine Funktionen für SaaS-Management, Zugangsbereitstellung oder Lebenszyklusautomatisierung.
- Die Kontrolltiefe bleibt hinter Hexnode, Jamf oder Intune zurück. Für Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen ist das ungeeignet.
Worauf sollten Sie bei der Auswahl einer MDM-Software achten?
Die Wahl der richtigen MDM-Software richtet sich nach verschiedenen Kriterien. Durch sorgfältige Prüfung stellen Sie sicher, dass die Lösung nicht nur den aktuellen, sondern auch den künftigen Bedarf Ihres Unternehmens erfüllt:
- Unterstützte Plattformen: Prüfen Sie, dass die Lösung alle Betriebssysteme abdeckt, die in Ihrem Unternehmen im Einsatz sind (macOS, Windows, Linux, iOS, Android). Ein Produkt, das keine Mischflotten verwalten kann, führt zu Insellösungen und erhöhtem Verwaltungsaufwand.
- Integration mit HR-Systemen: Eine Verbindung zum HRIS ist für die Automatisierung wichtig. Es sollte möglich sein, dass Onboarding-, Offboarding- und Änderungsworkflows automatisch die Geräte- und Lizenzverwaltung anstoßen.
- Skalierbarkeit und Preismodell: Das Preismodell sollte transparent sein und mit dem Unternehmen wachsen können. Prüfen Sie, ob es versteckte Kosten für Zusatzfunktionen gibt.
- Sicherheits- und Compliance-Funktionen: Es müssen Funktionen wie Festplattenverschlüsselung (BitLocker, FileVault), Patch-Management und Sicherheitsrichtlinien vorhanden sein, um Compliance-Anforderungen wie NIS2 zu adressieren.
- Standort von Daten und Support: Unternehmen in der EU profitieren davon, wenn Daten und Support innerhalb Europas bereitgestellt werden. Das unterstützt die DSGVO-Konformität und Betreuung zu lokalen Geschäftszeiten.
Eine Plattform wie Factorial IT ist explizit dafür entwickelt worden, diese Ansprüche zu erfüllen. Sie verbindet plattformübergreifende Geräteverwaltung mit Tiefenintegration des HRIS und starkem Schwerpunkt auf europäische Compliance-Anforderungen.
Fazit: Die richtige MDM-Software verbindet IT und HR
Die Entscheidung für eine MDM-Software im Jahr 2026 geht über die reine Geräteverwaltung hinaus. Durch steigende regulatorische Anforderungen wie die NIS2-Richtlinie und den Wunsch nach automatisierten Abläufen ist eine Lösung nötig, die IT-Sicherheit und das Management des Lebenszyklus von Mitarbeitenden effektiv miteinander verbindet. Während spezialisierte Tools wie Jamf auf reine Apple-Umgebungen oder Intune auf das Microsoft-Ökosystem zugeschnitten sind, liegt der größte Mehrwert für wachsende Teams mit gemischten Geräteflotten oft in einer integrierten Plattform.
Factorial IT zeichnet sich hier durch die Verknüpfung der Endpunktverwaltung mit den HR-Prozessen aus. Die Integration ermöglicht eine Automatisierung über den gesamten Lebenszyklus von Mitarbeitenden, reduziert den manuellen Aufwand für IT-Teams deutlich und erleichtert die Compliance. Für mittelständische Unternehmen in Europa, die eine skalierbare, sichere und effiziente Verwaltung ihrer IT- und HR-Infrastruktur anstreben, ist das ein entscheidender Vorteil.
FAQ
Welche MDM-Software ist die beste?
Die beste MDM-Software ist die, die IT- und HR-Prozesse nahtlos verbindet. Eine All-in-one-Unternehmenssoftware wie Factorial ist hier ideal, da sie die Geräteverwaltung direkt mit dem Mitarbeiterlebenszyklus verknüpft und so Onboarding, Offboarding und Änderungen automatisch und sicher an einem zentralen Ort verwaltet.
Welche MDM-Systeme gibt es?
Es gibt zahlreiche MDM-Systeme, die auf verschiedene Anwendungsfälle spezialisiert sind. Dazu gehören Lösungen für reine Apple- oder Windows-Flotten, Systeme für Kiosk-Geräte oder Plattformen wie Factorial IT, die die Geräteverwaltung nativ mit HR-Prozessen verbinden, um den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus zu automatisieren.

