Kennen Sie das: Ein erster Eindruck ist so stark, dass er sich kaum korrigieren lässt? Oder dass Sie sich an die letzten Worte eines Gesprächs besonders gut erinnern? Das ist kein Zufall. Dahinter steckt der Primacy-Recency-Effekt, ein gut belegtes wahrnehmungspsychologisches Phänomen.
In diesem Artikel erklären wir, was es damit auf sich hat und wie dieser Effekt unser Verhalten im beruflichen Kontext beeinflusst.
Wichtige Fakten
- Der Primacy-Recency-Effekt ist ein wahrnehmungspsychologisches Phänomen, das beschreibt, wie unser Gedächtnis Informationen in Abhängigkeit von ihrer Position in einer Sequenz speichert. Informationen am Anfang und am Ende einer Reihe werden am zuverlässigsten erinnert.
- Eine peer-reviewte Studie der Ohio State University (Yoo et al., 2025) bestätigt, dass Primacy- und Recency-Effekte konsistent über verschiedene Urteilstypen hinweg auftreten – einschließlich der Bewertung von Mitarbeiterkompetenz.
- Der Primacy-Recency-Effekt kann zu Beurteilungsfehlern am Arbeitsplatz führen, aber auch aktiv für eigene Zwecke wie Präsentationen und Verhandlungen genutzt werden.
Was ist der Primacy-Recency-Effekt?
Der Primacy-Recency-Effekt ist ein wahrnehmungspsychologisches Phänomen. Er setzt sich aus zwei voneinander unabhängigen, aber eng miteinander verbundenen Wahrnehmungsphänomenen zusammen: dem Primacy-Effekt und dem Recency-Effekt.
Die Kombination der beiden Effekte beschreibt einen psychologischen Vorgang, wie unser Gedächtnis Informationen verarbeitet und speichert, die uns in einer bestimmten Reihenfolge präsentiert werden. Dabei erinnern wir uns am besten an das, was am Anfang und am Ende einer Sequenz steht. Aus diesem Grund wird der Primacy-Recency-Effekt oft auch Reihenfolgeeffekt oder Positionseffekt genannt.
Der Effekt wurde erstmals durch den deutschen Psychologen Hermann Ebbinghaus beschrieben und 1962 von Bennet Murdock in einem einflussreichen Experiment mit Wortlisten quantifiziert. Murdock präsentierte Versuchspersonen Listen von 10 bis 40 Wörtern und stellte fest, dass die Erinnerungsleistung einer charakteristischen U-Kurve folgt. Eine 2025 im Fachjournal Cognitive, Affective, & Behavioral Neuroscience veröffentlichte Studie von Yoo et al. Gemäß Ncbi, bestätigt, dass Primacy- und Recency-Effekte nicht nur bei Gedächtnisaufgaben, sondern auch bei wertbasierten Urteilen – etwa der Einschätzung von Mitarbeiterkompetenz – konsistent auftreten.
Wie wirkt der Primacy-Effekt – und warum zählt der erste Eindruck?
Die ersten Eindrücke einer Serie, einer Liste oder eines Gesprächs prägen unser Gedächtnis so stark, dass sie einen überproportionalen Einfluss auf unsere Wahrnehmung ausüben und diese verzerren können.
Dieser Effekt gilt nicht nur für Informationen, sondern auch für Situationen und Eindrücke. So beschreibt der Primacy-Effekt die Tatsache, dass der erste Eindruck am stärksten in unserem Gedächtnis haften bleibt und sozusagen den Gesamteindruck bestimmt. Dabei kann die Gesamtbeurteilung je nach Eindruck negativ oder positiv verzerrt werden.
Der Primacy-Effekt geht auf die Forschungen des deutschen Psychologen Hermann Ebbinghaus zurück. Er fand heraus, dass Menschen sich an die ersten Elemente einer Liste besser erinnern können. Später wurde der Effekt vom amerikanisch-polnischen Psychologen Solomon Asch weiterentwickelt. Dieser zeigte, dass frühe Informationen bzw. der erste Eindruck über eine Person entscheidend für den Gesamteindruck sind. Die APA-Datenbank PsycNet dokumentiert Aschs Forschung als Grundlagenwerk zur kognitiven Komplexität bei der Eindrucksbildung.
Typische Beispiele für den Primacy-Effekt
Beispiel 1
Ein typisches Beispiel für den Primacy-Effekt sind Bewerbungsgespräche. Der erste Eindruck ist oft der wichtigste. Stellen wir uns vor:
Bewerberin X kommt mit einem positiven Erscheinungsbild, einer offenen Haltung und einem zugänglichen Wesen zum Vorstellungsgespräch. Sie wirkt selbstbewusst und versteht sich offensichtlich gut mit allen Gesprächsbeteiligten. Im weiteren Verlauf des Gesprächs stellt sich jedoch heraus, dass einige ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten nicht wirklich zur Stelle passen. Dennoch wird sie schließlich eingestellt, da sie einen positiven ersten Eindruck hinterlassen hat.
Bewerber Y hingegen ist etwas schüchterner, seine Körperhaltung ist schlaff, er schaut den Personalverantwortlichen nicht in die Augen und antwortet nur ausweichend und vage auf Fragen. Erst gegen Mitte des Gesprächs wirkt er aufgewärmt und kann etwas über seine Qualifikationen erzählen. Obwohl Bewerber Y über bessere und geeignetere Qualifikationen verfügt, wird diese Person aufgrund des negativen Ersteindrucks nicht für die Stelle ausgewählt.
Beispiel 2
Ein weiteres Beispiel für den Primacy-Effekt findet sich häufig bei Präsentationen. Auch hier ist der erste Eindruck entscheidend. Beginnt die Präsentation jedoch spannend und rhetorisch gewandt, hören wir zu und bewerten den Vortrag positiv.
Dasselbe gilt für Informationen. Die Informationen, die uns in einer Präsentation zuerst gegeben werden, behalten wir auch am besten. Das ist wichtig, denn es bedeutet, dass auch Sie bei Präsentationen die wichtigsten Informationen immer zu Beginn an Ihr Team, Ihre Zuhörenden etc. weitergeben sollten.
Was beschreibt der Recency-Effekt – und warum bleibt der letzte Eindruck?
Bei diesem Gedächtnisphänomen geht es darum, dass Menschen sich besonders gut an die zuletzt vermittelte Information erinnern und diese behalten können. Der Recency-Effekt beschreibt also, dass der letzte Eindruck einer Sache oder einer Person besonders stark in Erinnerung bleibt.
Neuropsychologisch lässt sich der Recency-Effekt auf das Arbeitsgedächtnis zurückführen. Zuletzt aufgenommene Informationen sind noch aktiv im Kurzzeitgedächtnis verfügbar und daher leichter abrufbar. Wird jedoch eine Ablenkungsaufgabe zwischen Informationsaufnahme und Abruf geschaltet, verschwindet der Recency-Effekt nahezu vollständig.
Typische Beispiele für den Recency-Effekt
Beispiel 1
Ein klassisches Beispiel ist folgende Situation: Ein Unternehmen unterhält mit seinem Kunden X seit Langem gute Geschäftsbeziehungen. Zahlungen und Lieferungen erfolgen immer pünktlich. Unerwartet gerät der Kunde in Zahlungsschwierigkeiten und kann viele Bestellungen nicht mehr bezahlen. Das Schlimme daran ist, dass die Kommunikation des Kunden fatal ist. Er bricht die Geschäftsbeziehung abrupt ab und meldet sich nie wieder. Die bisher positive Geschäftsbeziehung wird im Nachhinein als negativ empfunden und bewertet.
Beispiel 2
Das Gedächtnisphänomen des Recency-Effekts ist auch bei Leistungsbeurteilungen häufig anzutreffen. Das bedeutet, dass die jüngsten Leistungen von Beschäftigten die Beurteilung tendenziell stärker beeinflussen als länger zurückliegende Leistungen. Person X, die kurz vor der Beurteilung besonders gute Leistungen erbracht hat, kann aufgrund dieser jüngsten Erfolge besser beurteilt werden. Und dies, obwohl das Arbeitsverhalten in den letzten Jahren eher durchschnittlich war.
Umgekehrt wird bei Beschäftigten, die jahrelang gute Leistungen erbracht haben und plötzlich einen Fehler machen, dieser Fehler kurz vor der Leistungsbeurteilung tendenziell stärker in die Beurteilung einbezogen.
Woran liegt das?
Grund für diese beiden Verzerrungen unserer Wahrnehmung ist meistens Folgendes:
Die ersten Informationen (Primacy-Effekt) haben mehr Zeit, ins Langzeitgedächtnis zu gelangen, bevor neue hinzukommen und sie überlagern. Gedächtnisforschung fand zudem heraus, dass die ersten Informationen als Anker für nachfolgende Informationen dienen.
Die Informationen, die uns zuletzt erreichen (Recency-Effekt), gelangen hingegen ins Kurzzeitgedächtnis. Hier sind sie noch frisch und somit leichter abrufbar.
Fazit: Insgesamt hat der Primacy-Recency-Effekt zur Folge, dass Informationen, die in der Mitte liegen, am ehesten vergessen oder nicht beachtet werden. Primacy- und Recency-Effekt widersprechen sich also nicht.
| Merkmal | Primacy-Effekt | Recency-Effekt |
|---|---|---|
| Position in der Sequenz | Anfang | Ende |
| Gedächtnisspeicher | Langzeitgedächtnis | Kurzzeitgedächtnis |
| Wirkungsdauer | Langfristig stabil | Kurzfristig, störanfällig |
| Anfälligkeit für Ablenkung | Gering | Hoch (Ablenkungsaufgabe eliminiert den Effekt) |
| Typischer Beurteilungsfehler | Übergewichtung des ersten Eindrucks | Übergewichtung jüngster Ereignisse |
Positionseffekt
Beim Primacy-Recency-Effekt geht es im Grunde darum, dass die Position Einfluss darauf hat, wie wir etwas wahrnehmen. Darum wird dieses Phänomen auch serieller Positionseffekt genannt. Unsere Erinnerungsleistung folgt dabei einer U-Kurve beziehungsweise U-Form.
Die Kurve zeigt in Studien eine erhöhte Erinnerungsgenauigkeit für Informationseinheiten am Anfang und am Ende einer Liste mit einem Abfall in der Mitte. Diese Kurvenform ist eine visuelle Darstellung des seriellen Positionseffekts.
Primacy-Recency-Effekt: Beispiel
Bei Präsentationen ist es in der Regel nicht so wichtig, was in der Mitte gesagt wird. Entscheidend ist, was am Ende und am Anfang stattfindet. Die Zuhörenden merken sich besonders den ersten Teil der Präsentation (hier sollten also die wichtigsten Inhalte stehen) und den Schluss, der für eine Handlungsaufforderung oder Ähnliches genutzt werden kann.
Welche Probleme entstehen durch den Primacy-Recency-Effekt?
Worin besteht das Problem bei diesen Gedächtnisphänomenen?
Wahrnehmungsverzerrung
Der Primacy-Recency-Effekt ist eine kognitive Verzerrung, die objektive Urteile systematisch verzerrt. Er kann dazu führen, dass wir ein verzerrtes Bild von einer Person, einer Situation oder einem Sachverhalt erhalten. Beispielsweise können wir aufgrund des ersten Eindrucks voreilige Schlüsse ziehen und spätere, widersprüchliche Informationen ignorieren. Die Wahrnehmung ist damit nicht objektiv und unter Umständen ungerecht.
Beurteilungsfehler
Die Folge dieser Wahrnehmungsverzerrung sind gerade im Arbeitskontext häufig Beurteilungsfehler, die Personalverantwortlichen unterlaufen können. So können Beschäftigte falsch, also beispielsweise zu positiv oder zu negativ, bewertet und eingeschätzt werden. Die Beurteilung stimmt in diesem Fall aufgrund des Primacy-Recency-Effekts nicht mit der Realität überein.
Manipulation
Der Effekt spielt im Marketing eine große Rolle und kann bewusst zur Manipulation von Menschen genutzt werden. Wichtige Informationen werden an den Anfang oder an das Ende eines Spots gestellt, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass diese Informationen im Gedächtnis bleiben.
Abgrenzung zur Peak-End-Rule
Der Primacy-Recency-Effekt wird gelegentlich mit der Peak-End-Rule verwechselt. Beide Konzepte beschreiben, wie Erinnerungen geformt werden. Sie setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Während der Primacy-Recency-Effekt die Position von Informationen in einer Sequenz betont, bewertet die Peak-End-Rule eine Erfahrung rückblickend anhand ihres emotionalen Höhepunkts und ihres Endes. Im beruflichen Kontext bedeutet das: Ein Vorstellungsgespräch kann durch den Primacy-Recency-Effekt beeinflusst werden (erster und letzter Eindruck zählen), während die Gesamtbewertung eines Onboarding-Prozesses eher der Peak-End-Rule folgt (der intensivste Moment und der Abschluss prägen die Erinnerung).
Wie lässt sich der Primacy-Recency-Effekt bei Beurteilungen vermeiden?
Wie bei allen Wahrnehmungsverzerrungen gilt auch hier, dass unsere Wahrnehmung nie zu 100 % objektiv sein wird. Wir sollten unsere Urteile immer wieder überprüfen, besonders wenn wir mit Menschen zu tun haben.
Bei Bewerbungsgesprächen kann es hilfreich sein, wenn mehrere Personen an dem Gespräch teilnehmen. Jede Person nimmt die jeweiligen Bewerbenden anders wahr, denn jede Person hat andere Maßstäbe und Kriterien, die für wichtig gehalten werden. Eine Vielfalt an Meinungen führt zu mehr Objektivität.
Darüber hinaus sind Notizen hilfreich, insbesondere wenn es um die Beurteilung der Leistung von Mitarbeitenden geht. Machen Sie sich regelmäßig Notizen über die Performance und Entwicklung Ihrer Angestellten. Wenn es dann zu einem Mitarbeitergespräch oder einer Beurteilung kommt, können sie nicht so leicht durch ihre Wahrnehmung getäuscht werden.
Auch die Erstellung objektiver Kriterien kann hilfreich sein, um subjektive Verzerrungen zu vermeiden.
Von großer Bedeutung ist der zeitliche Abstand. Mit etwas Distanz sieht man die Dinge noch einmal ganz anders. Nehmen Sie sich also Zeit, halten Sie inne, bevor Sie ein vorschnelles Urteil fällen oder eine Entscheidung treffen.
Digitale HR-Lösungen können dabei unterstützen, den Primacy-Recency-Effekt bei Leistungsbeurteilungen strukturell zu reduzieren. Factorial ermöglicht es Führungskräften, Leistungsbeobachtungen kontinuierlich zu dokumentieren und bei der Beurteilung auf den gesamten Beurteilungszeitraum zurückzugreifen. So lässt sich die durch den seriellen Positionseffekt bedingte Wahrnehmungsverzerrung gezielt minimieren.
So wenden Sie den Primacy-Recency-Effekt richtig an
Der Primacy-Recency-Effekt kann auch an bestimmten Stellen, insbesondere im Arbeitskontext, für eigene Zwecke positiv genutzt werden.
Wie bereits erläutert, können Sie sich diesen Effekt beispielsweise bei Präsentationen zunutze machen, indem Sie wichtige Informationen gleich zu Beginn präsentieren und diese am Ende wiederholen oder mit einer Handlungsaufforderung verbinden.
Auch bei Verhandlungen mit der Kundschaft sollten Sie beachten, dass der erste Eindruck entscheidend ist. Beenden Sie das Gespräch mit einer klaren Zusammenfassung und einem positiven Ausblick. Es ist hilfreich, die wichtigsten Punkte zu wiederholen, damit sie den Gesprächsbeteiligten im Gedächtnis bleiben.
Der Primacy-Recency-Effekt kann auch zeitlich genutzt werden. Wichtige Gespräche mit der Kundschaft oder mit Mitarbeitenden sollten am Anfang der Woche oder am Anfang des Tages und immer gegen Ende der Woche geführt werden.
Damit Ihr Unternehmen nach außen einen guten Eindruck macht, sollten Sie Ihre Personalpolitik überprüfen. Kunden erinnern sich vor allem daran, mit wem sie den ersten und letzten Kontakt hatten. Angestellte auf diesen Positionen sollten daher besonders freundlich und zuvorkommend im Umgang mit der Kundschaft sein.
Eine Studie des BPM belegt, dass Bewerbende zunehmend mehr Entscheidungsmacht bei der Jobauswahl haben. Der erste und letzte Eindruck, den ein Unternehmen im Bewerbungsprozess hinterlässt, ist daher nicht nur eine Frage der Höflichkeit, sondern ein strategischer Wettbewerbsfaktor.
Häufige Fragen zum Primacy-Recency-Effekt
Was ist der Primacy-Recency-Effekt?
Der Primacy-Recency-Effekt ist ein wahrnehmungspsychologisches Phänomen, das beschreibt, wie unser Gedächtnis Informationen in Abhängigkeit von ihrer Position in einer Sequenz verarbeitet. Informationen am Anfang einer Reihe werden bevorzugt ins Langzeitgedächtnis überführt (Primacy-Effekt), während Informationen am Ende noch frisch im Kurzzeitgedächtnis verfügbar sind (Recency-Effekt). Informationen in der Mitte werden am häufigsten vergessen.
Wie kann man den Primacy-Recency-Effekt bei Beurteilungen vermeiden?
Der Primacy-Recency-Effekt lässt sich bei Leistungsbeurteilungen durch drei Maßnahmen reduzieren: erstens durch eine kontinuierliche Leistungsdokumentation über den gesamten Beurteilungszeitraum, zweitens durch die Nutzung strukturierter, kriterienbasierter Beurteilungsbögen, die alle Leistungsdimensionen gleichgewichtig erfassen, und drittens durch Kalibrierungsgespräche, bei denen mehrere Führungskräfte ihre Einschätzungen abgleichen. Auch ein zeitlicher Abstand vor der endgültigen Beurteilung hilft, den Einfluss des Primacy-Recency-Effekts zu verringern.
Welche Beispiele gibt es für den Primacy-Recency-Effekt im Arbeitskontext?
Im Arbeitskontext zeigt sich der Primacy-Recency-Effekt vor allem in drei Situationen: Bei Vorstellungsgesprächen prägt der erste Eindruck die Gesamtbewertung überproportional stark (Primacy-Effekt). Bei Leistungsbeurteilungen werden jüngste Ereignisse, etwa ein Fehler kurz vor dem Beurteilungsgespräch, stärker gewichtet als die Gesamtjahresleistung (Recency-Effekt). Bei Präsentationen erinnern sich Zuhörende am besten an Inhalte vom Anfang und vom Ende. Deshalb sollten die wichtigsten Botschaften dort platziert werden.
FAQ
Was ist der Primacy-Recency-Effekt?
Der Primacy-Recency-Effekt ist ein psychologisches Phänomen, das beschreibt, dass wir uns am besten an Informationen erinnern, die am Anfang und am Ende einer Reihe präsentiert werden.
Welche Beispiele gibt es für den Primacy-Recency-Effekt?
Typische Beispiele sind Bewerbungsgespräche, bei denen der erste Eindruck entscheidend ist, oder Präsentationen, bei denen die Anfangs- und Schlussbotschaften am besten im Gedächtnis bleiben. Auch bei Leistungsbeurteilungen beeinflussen die jüngsten Ereignisse oft die Gesamtbewertung überproportional.
Wie kann man den Primacy-Effekt vermeiden?
Um den Primacy-Effekt zu vermeiden, sollten Sie den ersten Eindruck aktiv hinterfragen und objektive Kriterien nutzen. Eine All-in-one-Unternehmenssoftware wie Factorial unterstützt dabei, Beurteilungen auf Basis kontinuierlicher Dokumentation statt nur des ersten Eindrucks durchzuführen.
Was sind der Halo-Effekt und der Primacy-Effekt?
Der Primacy-Effekt beschreibt, dass die erste Information über eine Person den Gesamteindruck dominiert. Der Halo-Effekt ist ein ähnlicher Beurteilungsfehler, bei dem ein einzelnes positives Merkmal die gesamte Wahrnehmung einer Person überstrahlt und zu einer undifferenzierten, positiven Bewertung führt.

