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Recruiting Prozesse

Recruiting: So gewinnen Sie Top-Talente für Ihr Unternehmen

Neue qualifizierte Talente finden und somit den Unternehmenserfolg steigern – das ist es, was sich viele Unternehmen wünschen. Um das zu erreichen, ist es wichtig, für reibungslose Recruiting Prozesse zu sorgen.

Doch was gilt es beim Recruiting zu beachten und welche Methoden sind heutzutage hinsichtlich der Personalbeschaffung erfolgreich? In diesem Artikel fassen wir alles zusammen, was Sie wissen sollten, um Top-Talente für sich zu gewinnen.

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Recruiting: Definition

Bevor wir uns mit Maßnahmen und Trends der Personalbeschaffung auseinandersetzen, sollten wir klären, was der Begriff Recruiting eigentlich genau bedeutet.

Der Begriff Recruiting stammt aus dem Englischen und beschreibt den Prozess, qualifizierte Talente zu akquirieren und sie als Mitarbeiter für das Unternehmen oder die Organisation zu gewinnen. Vereinfacht geht es also schlichtweg darum, geeignete Fachkräfte zu finden, um offene Positionen im Unternehmen zu besetzen.

Recruiting (= Personalbeschaffung) gehört zum Bereich der Personalwirtschaft und geht mit dem Talent Management einher. Hauptziel ist es, den Personalbedarf eines Unternehmens zu decken. In Zeiten des War for Talents ist das keine leichte Aufgabe. Qualifizierte Fachkräfte sind hart umkämpft.

Der ideale Recruiting Prozess

Der Kampf um Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt steigt. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, müssen Sie zunächst dafür sorgen, qualifizierte Bewerber auf Ihr Unternehmen und die zu besetzende Stelle aufmerksam zu machen.

Wichtig dabei ist, über alle Phasen hinweg ein positives Image zu vermitteln (s. auch Employer Branding und Personalmarketing). Wer sich nach außen als ein professionelles Unternehmen präsentiert, steigert seine Arbeitgeberattraktivität und kann Top-Talente für sich gewinnen, bevor es die Wettbewerber tun.

Der ideale Recruiting Prozess besteht in der Regel aus folgenden Phasen: 

  1. Erstellen einer Stellenanzeige: Im ersten Schritt sollten Sie eine Stellenanzeige formulieren, in der die zu besetzende Position genau beschrieben wird. Achten Sie dabei darauf, sich mit den entsprechenden Fachabteilungen abzustimmen, um spätere Missverständnisse zu vermeiden.
  2. Teilen Sie die Anzeige: Ihre Stellenanzeige stimmt so? Nun ist es Zeit, sie zu veröffentlichen. Platzieren Sie Ihre offene Stelle auf Ihrer Website (im Idealfall auf einer gesonderten Karriereseite), Social Media Kanälen wie LinkedIn oder anderen Jobbörsen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Anzeige für potentielle Bewerber sichtbar ist.
  3. Bewerberauswahl: Es trudeln die ersten Bewerbungen rein? Super! Jetzt geht es darum, den idealen Mitarbeiter aus den unzähligen Kandidaten herauszufiltern. Dazu können Sie nach Erfahrung, Skills und anderen für Sie wichtigen Kriterien filtern.
  4. Bewerbungsgespräche: In der Regel können Personalbeauftragte in Erstgesprächen die Talente herausfischen, die gut zum Unternehmen und der Position passen. In weiteren Gesprächen können Verantwortliche der Fachbereiche und Manager sich einen Überblick über die Qualifikation und Persönlichkeit der Bewerber machen. Auch Assessment Center können dabei helfen, die Kompetenzen der Kandidaten zu ermitteln.
  5. Angebot: Sie haben den passenden Kandidaten gefunden? Jetzt ist es Zeit, ihm ein offizielles Jobangebot zu machen. Achten Sie dabei darauf, ein realistisches Gehalt basierend auf der Erfahrung und den Fähigkeiten des Bewerbers anzubieten. Außerdem ist dies die Gelegenheit, attraktive Zusatzleistungen hervorzuheben.
  6. Onboarding: Der Kandidat hat Ihr Angebot angenommen? Welcome on Board! Nun ist es Zeit, den Vertrag zu erstellen und alles für den perfekten Arbeitseinstieg vorzubereiten.

Weiterhin sollten Sie darauf achten, in allen Phasen für eine positive Candidate Experience zu sorgen. So können Sie einen guten Eindruck bei potenziellen Kandidaten hinterlassen und die Chancen erhöhen, Top-Talente für Ihr Unternehmen zu gewinnen.

Recruiting

Recruiting Maßnahmen

Bei den Methoden zur Personalbeschaffung unterscheidet man zwischen internen und externen Maßnahmen – sprich, ob man die Kandidaten für die zu besetzende Stelle innerhalb des Unternehmens findet oder außerhalb rekrutiert.

Interne Recruiting Maßnahmen

Diese Maßnahmen können Sie ergreifen, um Stellen intern zu besetzen:

Innerbetriebliche Stellenausschreibung: Veröffentlichen Sie Ihre Stellenanzeige im Intranet, dem Firmenmagazin oder klassisch am schwarzen Brett.

Beförderung: Ein Angestellter wird zum Teamleiter, eine offene Vollzeitstelle wird mit einem Auszubildenden besetzt, der gerade seine Abschlussprüfung absolviert hat – nutzen Sie die Qualifikationen innerhalb der Unternehmens. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern Weiterbildungen und Förderprogramme an, sodass sie die gewünschten Anforderungen erfüllen.

Versetzung: Stellen Sie sich vor, ein Mitarbeiter im Vertrieb kündigt. Auf Ihre Stellenanzeige melden sich keine geeigneten Kandidaten. Da fällt Ihnen Ihre Mitarbeiterin Frau Schuster ein, die eigentlich im Personalwesen angestellt ist. Sie erkennen ihre Stärke im Umgang mit Menschen und sehen Sie als ideale Kandidatin für die Position im Vertrieb an.

Ein Wechsel in eine andere Abteilung ist heutzutage in der flexiblen Arbeitswelt nicht unüblich. Doch Vorsicht: Bevor Sie Ihren Mitarbeitern einen solchen Wechsel anbieten, suchen Sie das Mitarbeitergespräch und überlegen Sie, wie Sie den Beschäftigten ideal auf die neue Position vorbereiten können. Bieten Sie gegebenenfalls Unterstützung in Form von Trainings an.

Externe Recruiting Maßnahmen

Bei den externen Maßnahmen unterscheidet man zwischen dem passiven Recruiting und dem aktiven Recruiting.

Beispiele für passives Recruiting: 

  • Die Bearbeitung von Initiativbewerbungen, ohne dass vorher eine konkrete Stellenanzeige erstellt und veröffentlicht wurde.
  • Die Auswahl von Kandidaten aus dem Talent Pool.

Beispiele für aktives Recruiting: 

  • Das Erstellen und Veröffentlichen einer Stellenausschreibung.
  • Die Teilnahme an Karrieremessen. Dazu gehört auch das Hochschulmarketing, um Absolventen und Young Professionals zu akquirieren.
  • Sämtliche aktive Suchvorgänge nach dem richtigen Kandidaten wie u.a. Active Sourcing oder Social Media Recruiting.

Recruiting Definition

Recruiting Trends

Im Zeitalter der Digitalisierung bleiben auch Recruiting Prozesse nicht vor neuen Trends verschont. Die Digitalisierung im Recruiting bringt neue Tools und Chancen mit sich. Dadurch, dass Bewerbungsprozesse heutzutage online ablaufen, ist die Personalbeschaffung schneller und effizienter, als noch vor einigen Jahrzehnten.

Ob Stellenausschreibung oder Bewerbungsgespräche – dank E-Recruiting kann jeder Schritt im Bewerbungsprozess problemlos online erfolgen.

Mobile Recruiting

Einer der Trends ist das Mobile Recruiting. Dabei geht es darum, die Kommunikation innerhalb des Bewerbungsverfahren auf mobilen Geräten zu ermöglichen. Das bedeutet, dass Karriereseiten oder Stellenanzeigen in Jobbörsen auch auf den mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets der Bewerber einwandfrei angezeigt werden und funktionieren sollten.

Modernes Recruiting bedeutet schließlich auch, sich an die modernen Bedürfnisse anzupassen. Besonders für jüngere Bewerber ist das Smartphone der Haupt-Lebensbegleiter. Folglich ist es nicht erstaunlich, dass das Handy auch bei der Jobsuche zum Einsatz kommt.

Neue Stellen bequem von unterwegs aus recherchieren und sich im Idealfall auch direkt vom Handy per One Click Bewerbung auf die Stelle bewerben – Mobile Recruiting verfolgt vor allem ein Ziel: den Bewerbungsprozess vereinfachen.

Social Media Recruiting (Social Recruiting)

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, sich bei der Personalbeschaffung an die Bedürfnisse der Bewerber, die man erreichen möchte, anzupassen. Dazu gehört auch, die Kandidaten dort anzusprechen, wo sie aktiv sind: in sozialen Netzwerken. Facebook, Instagram, LinkedIn und Co. sind schon lange nicht mehr nur Social Media Plattformen, sondern auch Recruiting Kanäle.

Social Recruiting

Neben dem Recruiting eignen sich Social Media Plattformen besonders gut dazu, eine Marke aufzubauen und das Unternehmen zu präsentieren. Das kann vor allem auch für Inbound Recruiting-Maßnahmen interessant sein.

Immer mehr junge Bewerber informieren sich nicht mehr nur über die Website, sondern verschaffen sich auch einen Überblick über das Unternehmen via Social Media Seiten. Enttäuschen Sie nicht und arbeiten Sie an einem aktuellen und professionellen Unternehmensprofil, um konkurrenzfähig zu sein.

Active Sourcing

Catch me if you can – das ist das Motto beim Active Sourcing. Einfach abwarten und Tee trinken, bis der perfekte Bewerber vorbeikommt? Das muss nicht mehr sein! Heutzutage können Sie auf der Suche nach neuen Bewerbern selbst aktiv werden und geeignete Fachkräfte recherchieren und kontaktieren. Dabei sind eine gut überlegte Strategie und Überzeugungskraft gefragt.

Weiterhin ist es sinnvoll, vor der Suche konkrete Candidate Personas zu erstellen. Eine Candidate Persona ist ein fiktives Profil des idealen Kandidaten für die zu besetzende Stelle. Somit haben Sie alle Kriterien im Voraus genau definiert und können basierend auf diesen Anforderungen mit Ihrer Suche beginnen.

Wer sich unsicher ist, wie man am besten bei der Suche nach Kandidaten vorgehen sollte, kann einen Headhunter beauftragen. Als absolute Experten auf dem Gebiet können sie dabei helfen, die offene Stelle schnellstmöglich und basierend auf Ihren Anforderungen zu besetzen.

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