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personalmarketing definition

Personalmarketing – Definition, Ziele und Trends

Personalmarketing verbindet zwei Bereiche miteinander: HR und Marketing. Für Unternehmen ist eine erfolgreiche Personalmarketingstrategie wichtig, wenn sie für den War for Talent gewappnet sein wollen. Denn wer gute Mitarbeiter für sich gewinnt und diese langfristig ans Unternehmen binden kann, hat beste Chancen langjährige Erfolge zu erzielen. Wie Sie es schaffen klassische Marketingstrategien auf Ihr Personalmanagement anzuwenden, erfahren Sie in diesem Artikel.

Kennen Sie Ihre Aufgaben, Ziele, geeignete Maßnahmen und kommende Trends im Bereich des Personalmarketing?

Personalmarketing Definition

Was bedeutet Personalmarketing? Unter Personalmarketing versteht man den Prozess des Anwerbens und der Bindung von neuen Bewerbern und bestehenden Mitarbeitern.

Dabei hat das Personalmarketing vor allem drei Funktionen:

  • Unterstützung in der Rekrutierung neuer qualifizierter Fachkräfte.
  • Motivation, Förderung und Bindung bestehender Fachkräfte.
  • Präsenz des Unternehmens als Arbeitgeber bei bestehenden Mitarbeitern und potenziellen Bewerbern.

Damit ist das Personalmarketing ein essenzieller Teil des HR Managements. Unternehmen treten in Kontakt mit bestehenden und potenziellen Bewerbern und positionieren sich auf dem Arbeitsmarkt, indem sie die Arbeitgebermarke nach außen kommunizieren.

Ähnlich wie beim Vermarkten eines Produkts positionieren Sie sich als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt. Sie bieten einen Job und die zugehörigen Aufgaben (das Produkt) an und präsentieren selbige in der Stellenausschreibung (die Verpackung). Mit dem Gehalt (der Preis) legen Sie den Wert des Jobs und der Aufgaben fest. Dann vermarkten Sie die zu besetzende Stelle (das Produkt) in den von Ihnen ausgewählten Medien und Plattformen. Das können beispielsweise Bewerberportale, Karriereseiten und Social Media (Social Media Recruiting) sein.

Personalmarketing Aufgaben

Besonders involviert in die Aufgaben des Personalmarketing sind Führungskräfte und Entscheider in der Personalentwicklung, Recruiter, Personaler und Headhunter. Auch die Geschäftsleitung wird in den Personalmarketingprozess mit einbezogen. Zu den zentralen Aufgaben gehören:

  • die Bestimmung der Zielgruppe
  • die Analyse bestehender Maßnahmen und genutzter (online) Plattformen und Medien
  • die Identifikation und Kommunikation des UEP (Unique Employer Proposition)

Können Sie diese Aufgaben im Einklang mit den Unternehmenszielen und der Arbeitgebermarke lösen, so können Sie sich einen guten Platz auf dem Arbeitsmarkt sichern.

Personalmarketing und Employer Branding

Das sogenannte Employer Branding ist elementarer Teil der Personalmarketing-Aufgaben. Beim Employer Branding kommt es darauf an, das Alleinstellungsmerkmal zu identifizieren und sowohl nach außen als auch nach innen zu kommunizieren. Employer Branding verfolgt das Ziel, eine attraktive Arbeitgebermarke zu gestalten, um das Ansehen des Unternehmens bei bestehenden und zukünftigen Mitarbeitern zu stärken.

Ziele des Personalmarketing

An erster Stelle steht die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Das Unternehmen positioniert sich also auf dem Arbeitsmarkt und sticht aus den anderen Mitbewerbern positiv hervor. Dadurch sollen qualifizierte und motivierte Mitarbeiter an Land gezogen und langfristig ans Unternehmen gebunden werden. Arbeitgeber und Arbeitsplatz sollen für die Mitarbeiter attraktiv bleiben.

So lassen sich die Ziele des Personalmarketing in zwei Bereiche gliedern:

  1. Ziele des externen Personalmarketing: Der Fokus liegt auf der Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber. Die Arbeitgebermarke soll bekannter werden und potenziellen Bewerbern positiv auffallen und im Gedächtnis bleiben. Der erfreuliche Faktor für die Personalabteilung: Die Ausgaben für Rekrutierungsmaßnahmen sinken während die eingehenden (qualitativen) Bewerbungen steigen.
  2. Ziele des internen Personalmarketing: Hier geht es vor allem um die Mitarbeiterbindung. Bestehende Arbeitnehmer sollen im Unternehmen gehalten werden. Als Arbeitgeber ist es Ihre Aufgabe, die Loyalität der Mitarbeiter zu stärken, und die Mitarbeiterfluktuation niedrig zu halten.

Tipp! Unternehmen, die Nachwuchstalente intern ausbilden und fördern, profitieren oft auch davon, dass diese im Anschluss im Unternehmen bleiben und nicht zur Konkurrenz wechseln.

Maßnahmen und Instrumente im Personalmarketing

Basierend auf den Zielen im Personalmarketing, richten sich die Maßnahmen einerseits nach innen und andererseits nach außen. Intern gilt es, bestehende Fachkräfte zu halten. Extern müssen die Maßnahmen dafür sorgen, dass sie potenzielle neue, gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte finden und für sich gewinnen. Interne Maßnahmen beziehen sich vor allem auf bestehende Mitarbeiter und die Personalentwicklung. Dazu gehörten eine attraktive Vergütung und zusätzliche soziale Leistungen (Benefits). Externe Maßnahmen hingegen richten sich nach außen. Sie sind das, was potenzielle Bewerber sehen. Gern angewandte Maßnahmen sind unter anderem:

Imagekampagnen

Gut gemachte und qualitativ hochwertige Imagekampagnen sorgen für den nachhaltigen Erfolg, den sich Unternehmen wünschen. Sie bieten Arbeitgebern die Möglichkeit, sich einerseits als Unternehmen gut darzustellen und andererseits bestehende Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen. Das weckt das Interesse potenzieller Kandidaten und schafft Vertrauen. Zwar sind Imagekampagnen oft umfangreich und mit hohen Kosten verbunden. Dafür haben sie in der Regel aber auch langfristige Effekte.

Förderprogramme und Karrierechance

Übernehmen Sie die Verantwortung für die fachliche und persönliche Weiterentwicklung Ihrer Mitarbeiter. Schaffen Sie eine positive Lernumgebung und bieten Sie Seminare, Workshops und Fortbildungen an, um Mitarbeiter zu fördern und so gute Karrierechancen innerhalb des Unternehmens zu ermöglichen.

Nachwuchstalente fördern

Neben dem Personalmarketing, spielt bei der Nachwuchsarbeit das Ausbildungsmarketing eine wichtige Rolle. Unternehmen bekommen so die Möglichkeit, gezielt Trainees und Auszubildende langfristig zu halten. Erstellen Sie Talentpools, besuchen Sie Karrieremessen und Veranstaltungen für die Berufsorientierung, um Nachwuchstalente auf sich aufmerksam zu machen.

Onboarding

Ein wichtiges Tool vor allem für die Mitarbeiterbindung ist das Onboarding. Arbeiten Sie neue Mitarbeiter nicht nur sorgfältig ein, sondern sorgen Sie auch dafür, dass sie sich von Anfang an im Unternehmen wohl und willkommen fühlen, indem Sie sie beispielsweise dem gesamten Team vorstellen.

Transparenz

Transparente Kommunikation innerhalb des Unternehmens sorgt für Vertrauen unter den Mitarbeitern und zwischen Mitarbeitern und Führungskräften.

Willkommenskultur

Durch eine allgemeine Willkommenskultur fühlen sich Mitarbeiter wohl an ihrem Arbeitsplatz. Als Arbeitgeber kreieren Sie so eine angenehme Arbeitsatmosphäre und schaffen es, Mitarbeiter auch emotional an ihren Arbeitgeber zu binden.

Trends im Personalmarketing

Angesichts fortschreitender Digitalisierung und der aktuellen Coronapandemie, sind in den kommenden Jahren vor allem digitale Lösungen gefragt – auch im Personalmarketing:

  • Online Event-Formate: Denken Sie um und veranstalten Sie digitale Events, wie Online-Hackathons, VR Workshops oder Q&A Sessions per Videokonferenz.
  • Digitales Onboarding: Neue Konzepte fürs Onboarding und die Welcome Days können interaktive Spiele, Unternehmensquizs und eine digitale Führung durch den Standort beinhalten.
  • Digitale Jobmessen und Veranstaltungen zur Berufsorientierung: Denken Sie an Podcasts, Videokonferenzen, Workshops – alles online.

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