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Employer Branding: So gewinnen Sie die besten Talente

Employer Branding So gewinnen Sie die besten Talente

Der Erfolg eines Unternehmens resultiert maßgeblich aus der Fähigkeit, die wirtschaftlichen, ökologischen sowie technologischen und sozialen Herausforderungen des Marktes frühzeitig zu erkennen, auf diese zu reagieren und letztendlich zu bewältigen.

Die Mitarbeiter stellen in diesem Zusammenhang die grundlegende und langfristig bedeutendste Ressource für jedes Unternehmen dar. Angesichts des zunehmenden Personal- und Fachkräftemangels stehen Unternehmen in Sachen Recruiting im Konkurrenzkampf um die klügsten Köpfe. Daher ist es wichtig, dass ein Unternehmen aufgrund von einzigartigen Merkmalen aus der Masse heraussticht und so die Aufmerksamkeit von potenziellen Bewerbern gewinnt und darüber hinaus gewonnene Talente auf Dauer halten kann.

Aber wie gelingt dies? Die Antwort darauf ist: Durch ein erfolgreiches Employer Branding. Aber was genau bedeutet dies und wie sieht Employer Branding in der Praxis aus? In diesem Artikel folgenden erklären wir Ihnen alles, was Sie zum Thema wissen müssen!

Employer Branding

Definition: Was ist Employer Branding?

Employer Branding, zu Deutsch „Arbeitgebermarkenbildung“, bezeichnet den Aufbau und die Pflege einer einzigartigen Unternehmensidentität – Corporate Identiy. Employer Branding ist ein Teil der Unternehmensstrategie, die vor allem das Marketing betrifft.

Das Ziel eines Unternehmens ist es, mittels eines erfolgreichen Employer Brandings sich selbst als attraktiven Arbeitgeber darzustellen, um so letztendlich die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Grundlegend ist dabei, die Herausbildung einzigartiger Merkmale und Werte, die ein Unternehmen von anderen abgrenzt. Das Employer Branding ist mit dem Bild bzw. dem Ruf, den das Unternehmen nach Außen trägt, gleichzusetzen.

Warum ist Employer Branding so wichtig?

Ein erfolgreiches Employer Branding bringt einem Unternehmen viele Vorteile. Es trägt nicht nur zur Verbesserung der Unternehmenskultur, sondern stärkt ebenso die Identifikation des Teams mit den Zielen des Unternehmens und sorgt für ein positives Arbeitsklima.

Es steigert zudem die Effizienz des Personalrekruitings und die Qualität der eingehenden Bewerbungen. Wenn das Image eines Unternehmens klar und passend nach Außen getragen wird, bewerben sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die passenden Bewerber. Eine hohe Arbeitgeberattraktivität ist das A und O.

Darüber hinaus werden bestehende Mitarbeiter auf einer emotionalen Ebene an das Unternehmen gebunden, da sie sich mit bestimmten Arbeitgebercharakteristiken und Wertvorstellungen identifizieren können. Diese geteilte Wertevorstellung nennt man auch Cultural Fit. Diese Verbundenheit reduziert wiederum die Personalfluktuation und erspart dem Unternehmen Zeit und Geld.

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Aber wie implementiert man ein erfolgreiches Employer Branding und was sollte man unbedingt beachten?

Schritt für Schritt zu einem erfolgreichen Employer Branding

Um ein erfolgreiches Employer Branding zu implementieren werden klassische Tools und Aktivitäten des Marketings eingesetzt. Anstatt Produkte und/oder Dienstleistungen zu bewerben, steht diesmal das Unternehmen selbst im Fokus.

Grundlegend ist es, dass die inneren Werte des Unternehmens mit den angestrebten Außenwirkungen abgestimmt sind. Dabei spielt Authentizität eine große Rolle. Ein Unternehmen sollte niemals etwas nach Außen vermitteln, was im Endeffekt nicht eingehalten werden kann.

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Stärken analysieren

Zunächst sollte sich das Unternehmen fragen, welches Image sie nach Außen tragen wollen? Und was das Unternehmen von anderen unterscheidet und warum sich Bewerber gerade für ihr Unternehmen entscheiden sollten? Dabei sollten nicht nur harte Faktoren, wie etwa das Einkommen oder die Karrierechancen im Unternehmen berücksichtigt werden, sondern vor allem die weichen Faktoren, wie das Betriebsklima oder die Work-Life-Balance, denn gerade diese gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Um diese Fragen zu beantworten ist es nützlich, zunächst die Stärken des Unternehmens zu analysieren, um etwa Alleinstellungsmerkmale zu identifizieren. Außerdem können Mitarbeiterbefragungen bzw. Arbeitgeberbewertungen herangezogen werden, um einen Einblick in die Position als Arbeitgeber zu bekommen.

Nachdem die individuellen Charakteristiken, Merkmale und Werte formuliert worden sind, geht es darum, diese nach Außen zu tragen und diese vor allem nachhaltig einzuhalten. Daher sollten Sie sich im nächsten Schritt Gedanken um einen passenden Kommunikationskanal machen.

Maßnahmen sowie Kommunikationskanäle festlegen

Der Kommunikationskanal sollte abhängig von der Zielgruppe, die das Unternehmen ansprechen möchte, gewählt werden. Denn die Erwartungen und Wünsche an ein Unternehmen können sich je nach Zielgruppe stark voneinander unterscheiden. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten vor, die Sie einsetzen können, um Content an eine gewählte Zielgruppe zu vermitteln.

  • Social Media (Facebook, Twitter, Instagram, etc.)
  • Blog
  • (wöchentliche) Newsletter
  • Video, Podcast
  • Stellenangebot
  • Auftritte bei Messen und/oder Events
  • Presseberichte
  • Webseite

Welche Inhalte Sie bereitstellen möchten, hängt ganz von Ihnen ab. Dies sind einige Beispiele, wie Sie Informationen über Ihr Unternehmen nach außen tragen können und so Ihrer Zielgruppe eine Vorstellung, von dem was das Unternehmen ausmacht, vermitteln können.

  • Einblicke in das Unternehmen – Fotos von Mitarbeitern, dem Office, interne Aktivitäten, Erfahrungsberichte
  • Informationen über Jobangebote, Workshops, Events
  • Image-Film
  • Auftritte/ Vorstellungen auf Events und Messen
  • Tag der offenen Tür
  • Corporate Social Responsibility Maßnahmen
  • Informationen zu den Corporate Benefits des Unternehmens
  • Inhalte zu aktuellen Themen wie Diversity bzw. Diversity Mangagement.

KPIs festlegen und Erfolge messen

Mit dem Wissen, über das Sie nun über das Employer Branding verfügen, können Sie nun einen strategischen Plan entwickeln. Dieser Plan sollte neben einer festgelegten Zielgruppe und jeweiligen Maßnahmen auch konkrete Ziele und Unterziele mit messbaren KPIs umfassen. So ist es möglich, den Erfolg des Employer Brandings zu bewerten und möglicherweise für die Zukunft Anpassungen vorzunehmen.

Die Kosten der Einstellung (Bewerbung, Schulungen, etc.), die Zeitspanne zwischen Bewerbung und Beschäftigung (Rekrutierungsprozess) oder auch die Anzahl passender erhaltener Bewerbungen können in diesem Falle KPIs des Employer Brandings darstellen.

Abschließend ist zu bemerken, dass das Employer Branding niemals einen abgeschlossen Prozess darstellt, sondern vielmehr kontinuierliche Anpassungen an den Markt und an die Bedürfnisse der Mitarbeiter bzw. Bewerber erfordert. Sie sollten immer über Trends und Veränderungen innerhalb Ihres Marktes informiert sein, um mit Ihrem Employer Branding einen Erfolg zu erzielen. Und denken Sie daran, nichts zu versprechen, was Sie im Endeffekt nicht einhalten können!

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German Country Manager & Copywriter @Factorial

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