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Die Top 10 HR-Trends 2024

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7 Minuten Lesezeit
HR-Trends 2024

In diesem Blogartikel stellen wir Ihnen die Top 10 HR-Trends für 2024 vor! Weshalb Employee Wellbeing eine besondere Rolle spielt, internationales Recruiting immer wichtiger wird und welche HR-Entwicklungen es noch zu beachten gibt, erfahren Sie im Folgenden. Welche HR-Trends im Jahr 2023 vorherrschten, können Sie auch auf unserem Blog nachlesen.

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Employee Wellbeing

Im kommenden Jahr wird vor allem das Thema Employee Wellbeing als zentraler HR-Trend weiter an Bedeutung gewinnen. Unternehmen und HR erkennen zunehmend, dass das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden nicht nur ein ethischer Grundsatz ist. Vielmehr hat es auch einen direkten Einfluss auf die Leistung, Produktivität und Mitarbeiterbindung. Das hängt ebenso stark mit dem Konzept von New Work zusammen.

Die Employee Wellbeing-Strategien werden sich auf verschiedene Dimensionen im Rahmen der Personalwirtschaft konzentrieren, um ein umfassendes Wohlbefinden zu fördern. Im physischen Bereich wird darauf geachtet, dass Arbeitsplätze so gestaltet sind, dass sie die physische Gesundheit der Mitarbeitenden unterstützen. Das umfasst beispielsweise ergonomische Büromöbel, Fitnessangebote und Gesundheitsprogramme.

Die Förderung des mentalen und emotionalen Wohlbefindens wird ebenfalls einen Schwerpunkt bilden. HR Manager*innen werden vermehrt auf Programme zur Stressbewältigung setzen. Zudem wird psychologische Unterstützung angeboten werden und der Zugang zu Ressourcen für das mentale Wohlbefinden erleichtert.

Digitale Automatisierung und KI 

Digitale Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) werden auch im Jahr 2024 die Arbeitsweise des HR Managements prägen. So wird die Art und Weise, wie Organisationen ihre Personalprozesse gestalten, maßgeblich beeinflusst. In einer Zeit, in der Effizienz und Fortschrittlichkeit im Fokus stehen, spielen diese Technologien eine Schlüsselrolle in der Optimierung von HR Abläufen.

Im Bereich des Recruitings und der Talentakquise werden KI-gestützte Tools vermehrt dazu verwendet, qualifizierte Kandidaten zu identifizieren und eine erste Vorauswahl von Lebensläufen vorzunehmen. Chatbots kommen vermehrt im Bewerbungsprozess zum Einsatz, um häufig gestellte Fragen zu beantworten und Bewerber*innen effizient durch den Auswahlprozess zu führen.

Die Onboarding-Prozesse für neue Mitarbeitende profitieren ebenfalls von digitaler Automatisierung. Durch automatisierte Workflows wird der Einstiegsprozess rationalisiert, von der Bereitstellung von Unternehmensinformationen bis hin zur strukturierten Schulung neuer Mitarbeitenden.

Im Performance Management ermöglicht KI die Entwicklung objektiver Leistungsindikatoren und identifiziert Trends in der Mitarbeiterleistung. Automatisierte Rückmeldungen und Empfehlungen tragen dazu bei, den kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen.

Durch diese fortschrittlichen Technologien wird die HR-Arbeit zunehmend in die Lage versetzt, datenbasierte Entscheidungen zu treffen. So können Prozesse effektiver und effizienter gestaltet werden. Daher sollten Personalleiter*innen diesen Trend auf jeden Fall im Blick behalten.

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Diversity, Gleichstellung und Inklusion als wichtige HR Themen

Zu den HR Trends 2024 gehört außerdem Diversity, Gleichstellung und Inklusion (DEI). Unternehmen setzen verstärkt auf die Schaffung von Arbeitsumgebungen, die nur ethischen Standards gerecht werden. Die Vielfalt der Belegschaft wird so als zentrale Ressource für Innovation und Leistungsfähigkeit genutzt.

Die Förderung von Diversity steht im Mittelpunkt, wobei Unternehmen gezielte Maßnahmen ergreifen, um eine vielfältige Mitarbeiterschaft zu gewinnen. Dies umfasst gezieltes Recruiting, das darauf abzielt, Talente mit unterschiedlichen Hintergründen, Geschlechtern, ethnischen Zugehörigkeiten und Fähigkeiten anzuziehen.

Gleichzeitig wird die Gleichstellung am Arbeitsplatz weiter vorangetrieben. Hierbei liegt der Fokus nicht nur auf der Anstellung von Mitarbeitenden mit vielfältigem Hintergrund. Auch die Schaffung von Arbeitsbedingungen, die Chancengleichheit gewährleisten, spielt eine Rolle. Unternehmen werden vermehrt Initiativen ergreifen, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter*innen unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder anderen Merkmalen gleiche Möglichkeiten haben.

Die Integration von Diversity, Gleichstellung und Inklusion in die HR-Strategien im Jahr 2024 spiegelt nicht nur den gesellschaftlichen Wandel wider, sondern auch das zunehmende Bewusstsein der Unternehmen dafür, dass diverse und inklusive Arbeitsumgebungen nicht nur moralisch richtig sind, sondern auch die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und Wachstum bilden.

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HR-Analytics

Als ein weiterer der HR Trends 2024 wird HR-Analytics in HR Teams weiter an Bedeutung gewinnen. Die fortschreitende Digitalisierung ermöglicht es Unternehmen, umfassende Daten über Mitarbeitende zu sammeln und zu analysieren. HR-Analytics geht über herkömmliche HR-Praktiken hinaus, indem es moderne Datenanalyse- und KI-Technologien nutzt, um tiefergehende Einblicke in verschiedene HR-Bereiche zu gewinnen.

Von der Optimierung von Recruiting-Prozessen über die Identifizierung von Leistungstrends bis hin zur Vorhersage von Mitarbeiterbedürfnissen – HR-Analytics ermöglicht datenbasierte Entscheidungen, die die Effizienz steigern und das Mitarbeitererlebnis verbessern. Diese Entwicklung spiegelt den wachsenden Trend wider, dass Unternehmen vermehrt auf datengestützte Strategien setzen, um ihre HR-Praktiken zu optimieren und den ständig wandelnden Anforderungen des modernen Arbeitsumfelds gerecht zu werden. In unserer aktuellen HR Studie fanden wir heraus, dass ein Großteil der kleineren Unternehmen (43 %) und der mittelgroßen Unternehmen (64 %) zwar Daten sammelt, aber nicht standardisiert und nur auf manuellem Weg. Mit einer geeigneten HR Software kann dieses Problem gelöst werden.

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Internationales Recruiting im HR-Management

Im Jahr 2024 gehört auch internationales Recruiting zu den kommenden HR Trends. Globalisierung und die zunehmende Bedeutung virtueller Arbeitsmodelle eröffnen Unternehmen die Möglichkeit, weltweit nach den besten Talenten zu suchen und diese zu gewinnen. Internationales Recruiting geht dabei über geografische Grenzen hinaus und betont die Bedeutung kultureller Vielfalt und globaler Perspektiven. 

Unternehmen und HR werden vermehrt innovative Ansätze entwickeln, um internationale Talente anzuziehen, sei es durch virtuelle Jobmessen, gezielte Online-Präsenz oder die Anpassung von Recruiting-Strategien an verschiedene kulturelle Kontexte.

Dieser Trend reflektiert nicht nur die Notwendigkeit, auf die steigende Mobilität von Arbeitskräften zu reagieren, sondern auch die Bereitschaft der Unternehmen, die Vorteile einer globalen Arbeitskraft zu erkennen und zu nutzen. Internationales Recruiting wird somit zu einem zentralen Element erfolgreicher HR-Strategien im Jahr 2024.

Lebenslanges Lernen im Jahr 2024

In 2024 wird der Trend des lebenslangen Lernens weiterhin eine zentrale Rolle in der HR-Landschaft spielen. Die rasante Entwicklung von Technologien und beruflichen Anforderungen erfordert kontinuierliche Anpassungen der Fähigkeiten und Kompetenzen von Mitarbeitenden.

Unternehmen werden verstärkt auf lebenslanges Lernen setzen, indem sie flexible und individualisierte Weiterbildungsprogramme anbieten. Dies ermöglicht es Mitarbeitenden, ihre Fähigkeiten zu aktualisieren und den sich wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden. HR-Abteilungen werden vermehrt in innovative Lerntechnologien investieren, einschließlich E-Learning, Mentoring-Programme und Skill-Tracking-Tools. Der Fokus liegt nicht nur auf der beruflichen Entwicklung, sondern auch auf der Förderung eines Klimas, das die kontinuierliche Weiterbildung als integralen Bestandteil der Unternehmenskultur ansieht.

Der Trend des lebenslangen Lernens spiegelt die Notwendigkeit wider, Mitarbeitende zu befähigen, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und den sich ständig verändernden beruflichen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.

Skills-based Hiring

Im kommenden Jahr 2024 wird Skills-based Hiring als weiterer Trend der HR Themen im HR-Bereich hervortreten. Dieser Ansatz des Trends legt den Fokus auf die Bewertung und Rekrutierung von Mitarbeitenden basierend auf ihren tatsächlichen Fähigkeiten und Kompetenzen, anstatt ausschließlich auf traditionelle Qualifikationen oder formale Bildungsabschlüsse. HR Abteilungen werden vermehrt auf Methoden setzen, die es ermöglichen, die spezifischen Fähigkeiten und Talente der Bewerber*innen präziser zu bewerten.

Skills-based Hiring spiegelt die Notwendigkeit wider, den sich ständig wandelnden Arbeitsmarkt mit seinen Entwicklungen besser zu bewältigen. Dieser Ansatz erlaubt es HR Teams, flexibler und agiler auf die Bedürfnisse ihres Teams einzugehen und gezielt nach denjenigen zu suchen, die über die praxisrelevanten Kompetenzen verfügen.

Die Umstellung auf Skills-based Hiring wird auch zu einer diverseren Belegschaft beitragen, indem sie Menschen unabhängig von ihrer beruflichen oder akademischen Vergangenheit berücksichtigt, solange sie die notwendigen Fähigkeiten für die Aufgaben mitbringen.

Dieser Trend reflektiert eine Veränderung in der Denkweise der Unternehmen. Sie fördern Chancengleichheit und ermöglichen eine genauere Anpassung der Mitarbeitenden an die spezifischen Anforderungen der Positionen. Insgesamt wird Skills-based Hiring im Jahr 2024 zu einem bedeutenden HR-Trend, der die Effizienz von Rekrutierungsprozessen steigert und die passgenaue Besetzung von Positionen unterstützt.

Employee Experience

In den letzten Monaten hat die Employee Experience in HR-Kreisen erhebliche Aufmerksamkeit erlangt. Dieser Begriff umfasst die gesamte Reise eines Mitarbeitenden innerhalb des Unternehmens. Von der Anstellung und dem Onboarding über die berufliche Entwicklung bis hin zum Offboarding.

Die wachsende Wertschätzung für diesen Trend kommt nicht überraschend: Ein Arbeitsumfeld, das die Employee Experience in den Fokus stellt, beeinflusst maßgeblich das allgemeine Wohlbefinden. Trotz der zunehmenden Bedeutung dieses Trends gibt es Anzeichen dafür, dass einige Unternehmen aufgrund von Budgetbeschränkungen möglicherweise ihre Investitionen in die Employee Experience einschränken könnten.

Dennoch ist die Relevanz der Employee Experience für den Gesamterfolg eines Unternehmens nicht zu unterschätzen. Laut einer Umfrage der Harvard Business Review betonen die meisten Führungskräfte, dass eine herausragende Kundenerfahrung unmittelbar mit der Employee Experience einhergeht.

Altersdiverse Belegschaft

Im Zuge der steigenden Lebenserwartung ist die Teilnahme älterer Arbeitnehmer am Erwerbsleben deutlich gestiegen. Der demografische Wandel führt zu einer der wichtigsten Herausforderungen der Personalverwaltung. In Deutschland stiegt laut einer Studie von Statista die Erwerbstätigkeit älterer Menschen. In vielen westlichen Volkswirtschaften, darunter die USA und das Vereinigte Königreich, deren Bevölkerungsalter aufgrund von Einwanderung in hohem Maße diversifiziert ist, wird der Anteil junger und erwerbsfähiger Menschen abnehmen, während gleichzeitig der Anteil der Rentner steigt.

Daher wird die HR Bedeutung einer altersfreundlichen Arbeitskultur künftig zunehmen. Zu den HR Mikrotrends in diesem Bereich zählen die Förderung lebenslangen Lernens, ein flexibler Renteneintritt und die Bereitstellung umfassender Gesundheits-, Sozial- und Rentenleistungen. Zudem wird die Bedeutung von Zusammenhalt in Mehrgenerationen-Teams zunehmen. Der aktuelle Diskurs über den Eintritt einer neuen Generation in die Belegschaft hat sich von der Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls und der Zusammenarbeit im Team entfernt. Stattdessen liegt der Fokus auf relativ geringen Generationsunterschieden.

Vor diesem Hintergrund wird für Führungskräfte und HR empfohlen, gemeinsame Teamziele zu formulieren und den hohen Wert verschiedener Fachkenntnisse und Erfahrungen zu betonen.

Blended Workforce

Ein letzter bedeutender Trend im Arbeitsumfeld für das kommende Jahr ist die zunehmende Implementierung einer sogenannten „Blended Workforce„. Dieser Ansatz kombiniert verschiedene Arbeitsmodelle. Darunter fallen festangestellte Mitarbeitende, temporäre Kräfte, Freelancer und externe Dienstleister*innen, um den sich ständig verändernden Anforderungen und Dynamiken des modernen Arbeitsmarktes gerecht zu werden.

Die Blended Workforce ermöglicht Personalabteilungen eine flexible Anpassung an schwankende Arbeitsbelastungen und spezifische Projektanforderungen. Durch die Integration von festen Mitarbeitenden mit externen Ressourcen können Organisationen agiler auf Herausforderungen reagieren und gleichzeitig Kosten optimieren.

Diese Arbeitsform reflektiert einen der Trends und Veränderungen zu einem dynamischeren und vielseitigeren Arbeitsumfeld. Charakteristisch werden hier also traditionelle Beschäftigungsmodelle durch innovative und hybride Ansätze ersetzt. Die Implementierung einer Blended Workforce erfordert jedoch auch eine sorgfältige strategische Planung und effektives Talentmanagement. Nur so wird die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Arbeitskräften erleichtert und die Unternehmensziele können effizient erreicht werden.

Mit dem Ausblick auf 2024 prägen diverse Entwicklungen die Personalarbeit. Von aktuellen Themen in der Personalentwicklung über technologische Digital-HR-Trends bis hin zu umwälzenden HR-Megatrends. Technologische Innovationen, gesellschaftliche Veränderungen und organisatorische Transformationen werden die HR-Landschaft der Zukunft maßgeblich beeinflussen.

HR steht vor großen Herausforderungen. Technologische Entwicklungen setzen Personalabteilungen unter Innovationsdruck, während der anhaltende Fachkräfte- und Personalmangel eine konsequente digitale Ausrichtung erfordert. Um erfolgreich zu agieren, müssen Personalverantwortliche sich technisch weiterentwickeln, datengetrieben argumentieren und auf Augenhöhe mit der Geschäftsführung kommunizieren. Dies ist entscheidend, um zentrale Themen wie Diversity und Employee Wellbeing voranzubringen.

Download Studie zur Rolle deutscher Personalabteilungen

Maria Macher ist Content Managerin bei Factorial und lebt hier ihre Liebe für die deutsche Sprache und HR-Themen aus. Bereits während ihrer Studienzeit in Wien und Barcelona sammelte sie unterschiedlichste Arbeitserfahrungen: beim Early-Stage-Startup bis hin zum multinationalen Konzern. Dabei lernte sie insbesondere, was verschiedene Unternehmenskulturen ausmacht und welche Rolle die wichtigste Ressource in Unternehmen spielt: die Menschen.

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