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Personalbetreuung

Personalbetreuung: Definition, Maßnahmen und mehr

Die Personalbetreuung ist eine der Aufgaben des Personalwesens. Nicht ohne Grund ist eine umfangreiche Personalbetreuung wichtig wie nie. Die Zeiten, in denen es in der Arbeitswelt bloß um die reine Tätigkeit und Gewinne geht, sind lange vorbei. Heutzutage sind es vor allem die Menschen einer Organisation, die in den Vordergrund rücken.

In diesem Artikel erklären wir, was hinter dem Begriff Personalbetreuung steckt und welche Formen und Maßnahmen Sie kennen sollten.

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Was bedeutet der Begriff Personalbetreuung?

Hinter dem Begriff Personalbetreuung steckt viel mehr als nur die Betreuung des Personals in Form von “für die Mitarbeiter da sein”.

Es geht um sämtliche Maßnahmen und Leistungen, die Angestellte in einem Unternehmen zusätzlich zu dem im Arbeitsvertrag vereinbarten Entgelt erhalten.  

Andere Begriffe, die gerne in diesem Zusammenhang verwendet werden, sind die Mitarbeiterbetreuung oder der Personalservice.

Das Hauptziel der Personalbetreuung ist es, die Beziehungen zwischen den Mitarbeitenden und dem Unternehmen stärken. Es soll eine Verbundenheit zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen entstehen. 

Das sorgt dafür, dass sich Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen, glücklicher und gleichzeitig produktiver sind. Dies wirkt sich positiv auf das Betriebsklima und langfristig sogar den Unternehmenserfolg aus.

Welche Formen der Personalbetreuung gibt es?

In der Personalbetreuung unterscheidet man zwischen vier Kernbereichen: Sozialbetreuung, Sozialleistungen, Sozialmaßnahmen und Sozialeinrichtungen.

Sozialbetreuung

Diese Form ist bei Mitarbeitenden sehr beliebt. Denn: Bei der Sozialbetreuung geht es darum, den Angestellten zusätzliche Leistungen anzubieten, von denen sie direkt profitieren.

Beispiele für Sozialleistungen sind: 

  • Zuschüsse für Transportkosten (Bus- und Bahntickets)
  • Verpflegungspauschale (wie z.B. Essensgutscheine)
  • Ärztliche Betreuung am Arbeitsplatz (Betriebsarzt)
  • Betriebswohnungen
  • Rabatte für ausgewählte Aktivitäten (wie z.B. vergünstigte Konditionen für die Belegschaft in ausgewählten Fitnessstudios)

Die Bereitstellung solcher Vorteile ist freiwillig. Jedes Unternehmen kann selbst darüber entscheiden, ob und welche Leistungen sie im Rahmen der Sozialbetreuung anbieten.

Sozialleistungen

Auch von den Sozialleistungen profitieren die Mitarbeitenden direkt. Man unterscheidet dabei zwischen drei Typen:

  • Gesetzliche Sozialleistungen wie der Arbeitgeberanteil an der Sozialversicherung
  • Tariflich geregelte Sozialleistungen wie z.B. Fahrtkostenzuschüsse bei Dienstreisen
  • Freiwillige Sozialleistungen wie eine betriebliche Altersversorgung. Wie der Name schon sagt, ist diese Art von Sozialleistung freiwillig.

Sozialmaßnahmen

Die Sozialmaßnahmen umfassen Extras für Mitarbeiter, die nicht zwingend einen monetären Mehrwert bieten.

Beliebte Beispiele aus der Praxis dafür sind Coachings oder Mentorings, die die Weiterbildung und Entwicklung der Angestellten fördern.

Sozialeinrichtungen

Zuletzt gibt es noch die Sozialeinrichtungen. Wie der Name schon verrät handelt es sich dabei um Einrichtungen.

Dazu gehören z.B. die Kantine im Unternehmensgebäude, die die Mitarbeitenden in der Mittagspause mit leckeren Speisen versorgt oder ein kleines Café-Bistro im Bürogebäude für Heißgetränke in der Kaffeepause.

Auch die Betriebskrankenkasse, wie man sie vor allem in großen Unternehmen kennt (z.B. die Audi BKK, oder BAHN-BKK), ist ein Beispiel für Sozialeinrichtungen.

Tipp: Wie gehe ich am besten vor?

Sie planen, neue Maßnahmen zur Personalbetreuung in Ihrem Unternehmen umzusetzen? Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Was wünschen sich meine Mitarbeiter?
  • Wovon profitieren sie?

Nur, wenn Sie die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Angestellten kennen, können Sie mit der Planung und Einführung neuer Zusatzleistungen beginnen.

Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen Kostenzuschuss für öffentliche Verkehrsmittel anbieten. Sie finden im Nachhinein heraus, dass die meisten Mitarbeiter im Unternehmen jedoch gar nicht mit Bus und Bahn zur Arbeit kommen, sondern ein eigenes Fahrrad oder Motorrad nutzen. Die Frustration ist quasi vorprogrammiert.

Um das zu vermeiden, ist es sinnvoll, Mitarbeiterumfragen durchzuführen. Die Durchführung und Auswertung solcher Umfragen kann heutzutage ganz einfach mithilfe digitaler Tools erfolgen und muss keinen großen Aufwand darstellen.

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Schreibtalent, HR-Fan und Trend-Spürnase - das ist unsere Autorin Nicole Steffgen. Sie ist Teil des Content Marketing Teams bei Factorial. Ihr Fokus liegt dabei auf dem DACH Markt. Nicole hat einen Abschluss in "International Communication" (B.A.) sowie in "Communications & Future Marketing" (M.A.) und ist Expertin im Bereich Online Content. Ihre Spezialgebiete: Blogposts und Social Media. Die gebürtige Deutsche bringt dabei viel internationale Erfahrung mit: Deutschland, Österreich, Niederlande, Luxemburg, Spanien, Mexiko - in all diesen Ländern hat sie bereits gelebt. Was ihren Content außerdem so besonders macht? Ihre Leidenschaft für HR und ihr Fokus auf den Menschen einer Organisation.

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